Das Schwerhörigen-ABC

soll den schnellen Internetzugriff auf Wissen aus dem Bereich Schwerhörigkeit erleichtern, vor allem den Betroffenen. Diesen bin ich als selbst hochgradig Schwerhöriger und Cochlea-Implantat-Träger verbunden.

Für manche Anregung danke ich den Teilnehmern am Schwerhörigen-Forum „Pinboard“ - eine der vielen nützlichen Webseiten des DSB. ( Deutscher Schwerhörigen-Bund )    

Über Mitarbeit – Kritik, Stichworte, Links – würde ich mich freuen und erbitte dazu eine E-Mail an SH-abc@SHabc.de

Helmut Volkers

Impressum

Das Zeichen verweist auf weitere Ausführungen unter dem bezeichneten Wort. Die Links sind als blau und unterstrichen zu erkennen.

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ABI (Auditory Brainstem Implant) Hirnstamm-Implantat

Abkürzungen in der Hörakustik (DHI-Lexikon)

ABR (Auditory Brainstem Response),  gleichbedeutend BERA, siehe BERA unter audiometrie

Absehen/ Ablesen   Mundabsehen

Abstandsprüfung des Hörvermögens siehe Hörweitenprüfung

Ac: Abk. für “ad concham” = “ in die Muschel”; Gehörprüfung ac: mit Abstand vom Ohr von 25 – 100 cm

ADANO   Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen

Adapter bei Elektrogeräten: ein mehrseitiger Stecker, der zur Anpassung verschiedener elektrischer Geräte mit unterschiedlichen Steckern dient.

Adaption, auch Adaptation ( lat. adaptare = anpassen) : Wie das Auge sich an Helligkeit und Dunkelheit anpassen (adaptieren) kann, passt sich auch das Gehör - in Grenzen - einem gerade vorherrschenden hohen oder niedrigen Schallpegel an. Außerdem hat es die Fähigkeit, ein Dauer- und Hintergrundgeräusch, wenn es nicht zu laut ist, durch dessen Unterdrückung auszublenden. So wird bei normaler Adaptation ein leises Geräusch, welches zu Beginn etwa 5 bis 10 dB über der Hörschwelle liegend empfunden wird, nach etwa einer Minute nicht mehr gehört. Nicht normal dagegen ist die Hörermüdung

Adenoide (auch adenoide Vegetationen/ Wucherungen oder „Polypen“ genannt) nennt man vergrößerte Rachenmandeln bei Kindern, die oft eine starke Einengung des Nasenrachenraumes und eine Behinderung der Nasenatmung mit Mundatmung bewirken, auch die Belüftung des Mittelohres durch Verlegung der Eustachischen Röhre behindern und chronische Paukenergüsse und Mittelohrentzündungen verursachen können.

Adenotomie : Operative Entfernung der Rachenmandeln, besonders bei adenoiden Vegetationen.

AEP: Abkürzung für "akustisch evozierte Potentiale", die z.B. bei der  ERA abgeleitet werden. Sie entstehen durch die Summation der Erregungspotentiale sehr vieler - in der Hirnrinde von Millionen - gleichzeitig erregter Nervenzellen in den für die Verarbeitung akustischer Reize zuständigen Hirnarealen. Eingehendes siehe http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00002202/01/Gistl_Michael.pdf

AFESS: Arbeitsgemeinschaft für evangelische Schwerhörigen-Seelsorge

AGC (Automatic Gain Control): Automatische Steuerung der Verstärkungsleistung des Hörgeräts, so dass die übertragene Dynamik eingeschränkt ( Kompression) und der maximale Ausgangsschalldruck herabgesetzt wird.   Siehe auch Hörgeräte-Leistungsmerkmale; weitergehenderes unter dhi-online/AGC .

AIED: Autoimmunerkrankung des Innenohrs

Akademie für Hörgeräteakustik, Lübeck

Akustik : Teilgebiet der Physik; die Lehre vom Schall; Grundlagen siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik0.htm

Akustiker   Hörgeräte-Akustiker

Akustikusneurinom : Häufige Ursache einer Hörnervenschädigung, siehe www.netdoktor.at/krankheiten/Fakta/Acusticusneurinom.htm

Akustische Agnosie: Unfähigkeit des Gehirns, übermittelte Hörinformationen zu verarbeiten. Der Betroffene hört, kann aber die Eindrücke nicht zuordnen.

Akzeptanz Schwerhöriger in der Gesellschaft : Siehe PINBOARD 4553

Alport-Syndrom: Seltene chronische Erkrankung mit Nierenfunktionsstörungen und Schwerhörigkeit; siehe www.alport.de

Altersschwerhörigkeit

Amboss: Eines der drei Gehörknöchelchem im Mittelohr

American Speech-Language-Hearing Association     

AMI:  Auditory Midbrain Implant, siehe unter www.nf2.de/index.php?goto=abi  (unten)

Amplitude einer Schwingung = Ausmaß/Weite/Höhe, betr. Töne siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik21.htm

AN :  Abk. für   auditorische Neuropathie

Anakusis:  Gehörlosigkeit, Taubheit

Analoghörgerät  Hörgeräte-Leistungsmerkmale/Signalverarbeitung

Anamnese: Die vom Arzt erfragte Krankheitsgeschichte ("Vorgeschichte") mit allen für eine Krankheit wichtigen Lebensdaten

Antragsformulare (zum download) zu Reha-Maßnahmen / Schwerbehindertenausweis/ -fürsorge: www.intakt.info

Apperzeption: Bewusste Erfassung von Wahrnehmungen

Aquaeductus vestibuli: Kanälchen im Felsenbein, enthält den Ductus endolymphaticus ( Cochlea); Erweiterung siehe Large Aquaeductus Syndrome

Arbeitassistenz  für schwer Hörbehinderte: Siehe www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/ratg.asp?inhalt=BERUF/assistenz01  und  www.arbeitsassistenz-fuer-behinderte-menschen.de  .

Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen (ADANO)

Arbeitsgemeinschaft für evangelische Schwerhörigen-Seelsorge (AFESS)

Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Schwerhörigen-Seelsorge (ÖSS)  

Asphyxie (gr. asphyxia =Pulslosigkeit): Versagen von Atmung und Kreislauf bei und nach der Geburt. Der dabei auftretende Sauerstoffmangel kann u.a. besonders die Hörnerven-Kerne im Gehirn schädigen.

Artikulieren ( lat. articulare = deutlich aussprechen): Die einzelnen Silben beim Aussprechen deutlich gliedern und hervorheben. Eine gute Artikulation erfordert bestimmte Stellungen und Bewegungen der Sprechwerkzeuge (Lippen, Kiefer, Zunge, Gaumen, Kehlkopf) und ist eine Hilfe beim Mundabsehen.

Artikulationsindex: Sprachverständlichkeit als Funktion der Frequenz, siehe Abb. (unten) unter www.dhi-online.de/DhiNeu/12_Fachtec/FtHgTec/01_AufgabenHg/Fthgtec_0101.html  

Assoziationszentren , Flexibilität der akustischen bei Gehörlosen: s. www.wissenschaftwissen.de/Gehoerlos.html

AVSR (Audio Visual Speech Recognition) mit lippenlesenden Algorhythmen: siehe www.heise.de/newsticker/data/wst-29.04.03-003

Audioanschluss / Audioeingang: (von lat. audire = hören) Der Audio-Eingang ist ein winziger Steckkontakt am Hörgerät oder an einem  Audio-Schuh, der an ein HdO-Gerät gekoppelt werden kann. Damit kann das Hörgerät direkt mit einem winzigen Eurostecker und einem 3,5 mm-Klinkenstecker am anderen Ende eines dünnen Kabels mit allen schallübertragenden Geräten ( Radio, Kassettengerät, Fernsehgerät, Videogerät, Telefon, Mikroport-Empfängern, Infrarotanlagen) verbunden werden. So kann der Hörbehinderte in bester Qualität und ohne störenden Raumhall oder Störlärm die Hörsignale empfangen. Auch der kabellose Audio-Anschluß mit direkter Übertragung über FM-Funk ist in manche Hörgeräte mit Hilfe eines Sendegeräts (z.B. HandyMic), das an die Audio-Buchse von Radio, -Fernseh- und Video-Geräten angeschlossen wird, über kürzere Entfernungen möglich.

Audiogramm: Die Aufzeichnung der durch eine Audiometrie erhaltenen Befunde. Im genormten Tonschwellenaudiogramm entspricht die Nulllinie des Audiogramms etwa den Hörschwellen (= der Hörkurve) eines gut hörenden Jugendlichen. Darüber werden die durch die Audiometrie ermittelten Hörschwellen in logarithmischem Maßstab als Dezibel-Werte eingetragen und verbunden zur "Hörkurve". Siehe  hoerzentrum-hannover.de

Audiologie : Wissenschaft, die sich mit dem Hören und den Hörstörungen, besonders der Erforschung der Ursachen, ihrer Diagnostik und Behandlung befasst sowie der Rehabilitation schwerhöriger und ertaubter Patienten.

Audiometrie

Audiopädagogik: Audiotherapie, mit Schwerpunkt Förderung hörbehinderter Kinder

Audiophonologie: Umfassender Wissenschaftsbereich für das Studium des Hörens, der Stimmbildung, des Sprechens und der Sprache, einschl. der Behandlung der Kommunikationsstörungen;  siehe Büro International d`Audiophonologie

Audioschuh: Ein Audioschuh ist ein Ansteckteil an das Hörgerät. Es wird über eine Steckverbindung mit dem HdO-Hörgerät verbunden und ermöglicht damit einen Audioanschluß.

Audio-Service-Hörsysteme

Audiotherapeuten sind Fachleute, die durch eine qualifizierende Fortbildung u.a. in Hörtraining, Absehtraining, Gebärdensprache, Gesprächsführung ( Kommunikationstaktik), Arbeitsplatzgestaltung, Techniknutzung und sozialrechtlichen Fragen zur Rehabilitation von Schwerhörigen befähigt sind. Weiteres zum Berufsbild siehe unter  www.audiotherapie.info   Schwerhoerigennetz–Links  Audiotherapie   und  www.audiotherapie-dsb.de

Audiotherapeuten-Homepages siehe z.B.  Maryanne Becker (Berlin); Petra Blochius (Modautal) Michael Gerber (Hamburg); Ulrike Rulicke (Klosterneuburg/ Österreich); Laura Hüster-Leibbrand (Stuttgart);  auch die  Rehabilitationseinrichtungen

Audiotherapie : Die von Audiotherapeuten angebotene Audiotherapie umfasst u.a. Unterweisungen im Umgang mit der Hörbehinderung wie Hörtaktik, Kommunikationstraining, Hörtraining, Umfeldberatung. Weiteres unter  www.audiotherapie.info   Schwerhoerigennetz–Links  Audiotherapie   und  www.audiotherapie-dsb.de  Adressen unter www.audiotherapie.info/index.php?IhreAudiotherapeuten

auditiv (lat. audire = hören): Das Hören betreffend

auditorische Neuropathie: Seltene Form einer Innenohrtaubheit, bedingt durch gestörte Übertragung der Reizempfindung von den Haarzellen auf die Nervenbahn in der Schnecke. Dabei OAE registrierbar, BERA negativ, CI  möglich.

Auditory Central Processing Disorder  Zentrale Hörverarbeitungsstörung

Aufblähkurve: Das   Audiogramm bei Verwendung von Hörgeräten

auric-Hörsysteme

Auropalpebralreflex (APR): Lidschlussreaktion nach plötzlichem Schallreiz; kann bei Säuglingen als Hörtest verwandt  werden (oft aber kein APR auch bei hörenden Kindern)

Ausbildung/ Schule/ Studium/ Berufliche Möglichkeiten für SH : siehe schwerhoerigen-netz Ratgeber  und   DSB: Liste der SH-Schulen   und  Info Studentenwerke: Studium bei Behinderung  und Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten    

Ausgangspegel/ Ausgangslautstärke : Die für das Hören nutzbare Lautstärke nach elektronischer Verstärkung des Eingangssignals durch das Hörgerät. Gegensatz: Eingangslautstärke

Aussenohr/ äusseres Ohr siehe Ars auditus

Ausweis Schwerbehinderung :  Schwerbehindertenausweis   

Autoimmunerkrankungen des Innenohrs (AIED) : siehe  german hear-it - page  , auch Cogan-Syndrom

AVWS: Abk. für Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung; siehe  schwerhoerigenforum.de und Pinboard 4073

Babysender/ babyphone: Gerät, welches das Schreien eines Babys für Schwerhörige optisch darstellt. Beispiele siehe Hilfsmittel und bei humantechnik.com/babysender

Badewannen-Hörverlust : Hörverlust bei mittleren Frequenzen. Daraus ergibt sich in der Hörkurve die Kontur einer Badewanne.

BAHA (Bone Anchored Hearing Aid): Knochenverankertes Hörgerät. Es ist hilfreich, wenn wegen verhinderter Luftleitung - z.B. bei fehlendem Gehörgang oder chronischen Gehörgangs- oder Mittelohrentzündungen - ein Luftleitungshörgerät nicht angepasst werden kann. Beim BAHA wird die Schallenergie über einen elektromagnetischen Wandler über eine im Warzenfortsatzknochen implantierte Titanschraube abgegeben. Sie wird dann über den Knochen direkt ins Innenohr geleitet. Die Titanschraube ragt mit einem Aufsatz durch die Haut nach außen. Daran kann das spezielle Hörgerät sehr einfach angesetzt und wieder abgenommen werden. Weiteres siehe unter klinikum.uni-heidelberg.

Bakke-Horn   Hornschlauch

Bahnhöfe und Kommunikationsmittel für SH siehe taubertundruhe/bahn-programm.pdf

Barrierefreiheit für Schwerhörige bedeutet die Beseitigung unnötiger Behinderungen der Kommunikation für diese Behindertengruppe; siehe dazu  http://www.taubertundruhe.de/literatur/text-download  und   www.schwerhoerigkeit.de/KULTUR/AKTION/UNTERSCHRIFTEN/forderung.htm

Basilarmembran: Basale Membran des Cortischen Organs, deren „Wanderwellen“ die Sinneszellen (Haarzellen) an frequenzspezifischem Ort aktivieren. Siehe http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/innenohr3.htm

Batterien : Siehe  Hoergeräte-Batterien

Baukonstruktive und innenarchitektonische Hörhilfen: Bau und Einrichtung von Räumen können so gestaltet werden, dass sie Hörbehinderten die Verständigung erheblich erleichtern. Siehe Raumgestaltung.

Behandlung, ärztliche : Gute Möglichkeiten HNO-ärztlicher Behandlung gibt es bei einer Mittelohrschwerhörigkeit. Ein Hörsturz sollte unverzüglich ärztlich behandelt werden. Bei der chronischen Schallempfindungs-Schwerhörigkeit kann der Arzt in der Regel nur zu technischen Hörhilfen raten und sie verordnen.

Behindertenausweis für Schwerhörige / Gehörlose,  ausgestellt mit dem Merkzeichen RF bzw. GL Schwerbehindertenausweis

Behinderung durch Schwerhörigkeit: Etwa jeder 6. Mensch hat eine deutliche Einschränkung des Hörvermögens. Damit ist die Hörschädigung die verbreitetste Form einer Behinderung - mit erheblichen Unterschieden je nach dem Grad der Schwerhörigkeit.

Beltone-Philips-Hörgeräte  

Belüftungsbohrung, auch „Zusatzbohrung“: Bohrung durch das Ohrpassstück, um einen Druckausgleich zwischen dem sonst verschlossenen Gehörgang und der Außenluft zu gewährleisten. Siehe auch offene und geschlossene Versorgung bei  Otoplastiken

BERA: (Brainstem Evoked Response Audiometry), ein Verfahren der   ERA

Beratungsangebot für Schwerhörige Online des DSB

Bernafon-Hörgeräte  

Berlin-Brandenburgische CI-Gesellschaft e.V.

Berufliche Eingliederung + Reha bei SH/ Berufswahl/ Umschulung Siehe   schwerhoerigen-netz/RATGEBER/BERUF , und  http://www.augustinum-schulen.de/    und Bildungszentrum f.HG Essen   und www.gehoerlosenfachschule.de und www.bbw-leipzig.de. Siehe auch → Ausbildung und → Schulen und Bildungseinrichtungen und → Bewerbungen, Probleme. Krankenpflegeberufe siehe Pinboard 4070

Berufsbildungswerke/ -förderungswerke für Hörgeschädigte siehe http://www.hoernet.de/karte.htm   und   www.bma.de/download/broschueren/a714.pdf   

Berufsunfähigkeitsversicherung für SH: Versicherungen

Berufsverband der Audiologie-Assistenten

Berufsverband deutscher Hörgeschädigtenpädagogen

Berufsverband der deutschsprachigen Audiotherapeutinnen und Audiotherapeuten (BdAt eV)

Bewerbungen, Probleme bei Schwerhörigkeit/ Schwerbehinderung siehe  Pinboard 4483

BiCROS-Versorgung (Binaural Contralateral Routing Of Signals): Bei größerem Unterschied im Hörvermögen der beiden Ohren wird u.U.(z.B. einseitiger Taubheit und Schwerhörigkeit des anderen Ohres) ein Hörgerät nur auf der "besseren" Seite getragen, die Schallsignale jedoch von Mikrofonen auf beiden Seiten aufgenommen und von der schlechteren mit einem Kabel auf die besser hörende, mit Hörgerät und einem Audio-Anschluss ausgerüstete Seite geleitet.   Dadurch wird die Abschattung einer Seite durch den Kopf vermieden und die Hörsignale beider Seiten werden gleich gut empfangen. Siehe auch CROS-Versorgung.

bilateral: zweiseitig; die Ohren betreffend wie binaural (beidohrig) gebraucht

Bildtelefon : Ein Bildtelefon ermöglicht beim Telefonieren auch das Mundabsehen. Es muss daher bei beiden Sprechpartnern installiert sein. Ein ISDN-Anschluß ist dazu erforderlich. Produktübersicht z.B. unter www.deaftec.de/telekommumikation/uebersicht_bifon.htm Heute wird zum Bild-Telefonieren zunehmend das kostenlose Skype - Angebot über das Internet genutzt.

Bildungsangebote siehe Schulen und Berufswahl

bilinguale Erziehung: Bei der bilingualen Erziehung lernen die Kinder die Gebärdensprache (DGS) als Basissprache und kommen dann darüber leichter zur Lautsprache. Die bilinguale Erziehung hat sich vor allem bei gehörlosen, frühertaubten und hochgradig schwerhörigen Kindern bewährt, weil diese die Lautsprache als erste Sprache nur sehr schwer lernen.

binaural:  beidohrig / Binaural -Test dichotischer Test

Biofeedback: siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/SERVICE/DSBREPORT/ARCHIV/2004-02/biofeed.htm

Blechohr des Jahres : Seit 1989 „Auszeichnung“ des Deutschen Schwerhörigenbundes für Prominente, welche z.B. durch Verordnungen, unpassende/ herablassende/ nachteilige Bemerkungen(Bsp.: Minister Blüm) oder sehr undeutliche Aussprache (Bsp.: Th. Gottschalk) offensichtlich wenig Verständnis für Schwerhörige aufbringen.

Blitzlampe, Blitzlichtanlage: Signalanlagen

Bluetooth: Übertragungsmodus, der die Verbindung verschiedener Geräte per Kurzstreckenfunk ermöglicht. Telefon mit Bluetooth s. Pinboard 5896 und  Pinboard 5822

Bodenbelag  Raumgestaltung bei Sh

Bogengänge: Teil des Innenohrs. Die drei im Halbkreis verlaufenden Bogengänge liegen senkrecht zueinander und können so durch die Trägheit der darin befindlichen Flüssigkeit (Perilymphe) für jede Drehbewegung des Kopfes eine besondere Empfindung vermitteln. Bei Affektionen des Innenohrs( z.B. Verletzungen/ Entzündungen/ Druckerhöhung im Lymphsystem)  können sie - oft zusammen mit akuten Hörstörungen und Tinnitus - krankhaften Drehschwindel bewirken. Siehe auch Gleichgewichtsapparat.

BTE (engl. Behind The Ear) - Hörgeräte = HdO (Hinter dem Ohr) – Hörgeräte, siehe Hörgeräte, Bauformen

 

Buchstabierhilfen: Bewährt sind bei Schwerhörigen das  Finger-Alphabet sowie - vor allem am Telefon, z.B. für Namen - eine phonetische Buchstaben - Verdeutlichung. In Gebrauch sind die
Deutsche Buchstabiertafel (DIN 5009 / in Klammern Alternativen) : A  Anton  -  Ä  Ärger  -  B  Berta  -  C  Caesar  -  Ch Charlotte  -  D  Dora  - E   Emil  -  F  Friedrich  - G  Gustav  -  H  Heinrich  -  I  Ida  -  J  Julius  -  K  Kaufmann (Konrad)  -  L  Ludwig  -  M  Martha  -  N  Nordpol (Norbert)  -  O  Otto  -  Ö Ökonom  -  P  Paula  -  Q  Quelle  -  R  Richard  -  S  Samuel (Siegfried)  -  Sch Schule  -  T  Theodor  -  U  Ulrich  -  Ü Übermut (Übel)  -  V  Viktor  -  W  Wilhelm  -  X  Xanthippe (Xaver)  -  Y  Ypsilon  -  Z  Zacharias (Zeppelin),     außerdem das Internationale oder auch so genannte

Nato-Alphabet:  A  Alfa  -  B  Bravo  -  C  Charlie  -  D  Delta  -  E  Echo  -  F  Fox(trott)  -  G  Golf  -  H  Hotel  -  I  India  -  J  Juliet  -  K  Kilo  -  L  Lima  -  M  Mike  -  N  November  -  O  Oscar  -  P  Papa  -  Q  Québec  -  R  Romeo  -  S  Sierra  -  T  Tango  -  U  Uniform  -  V  Victor  -  W  Whiskey  -  X   X-Ray  -   Y  Yankee  -  Z  Zulu

Bücher betr. Hörbehinderung   Literatur

Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte e.V.  

Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen (BHSA) e.V.

Bundesinnung der Hörgeräteakustiker

Bundesjugend im Deutschen Schwerhörigenverbund e.V

Bundesverband der Gebärdensprachdolmetscher/ innen Deutschlands e.V.

Bund Schweizerischer Schwerhörigen-Vereine (BSSV/ pro audito)

Button für SH als Aufforderung zur Rücksichtnahme – siehe  www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/main.asp?inhalt=dsbshop  und www.spreadshirt.net/shop.php?sid=115563

C 5 – Senke: Markante „Senke“ im Audiogramm bei erheblicher Schallempfindungssschwerhörigkeit im Bereich von ca. 4000 Hz (Bereich des „fünfgestrichenen c“). Eine häufige Ursache ist ein Lärm- oder Knalltrauma.

CAMISHA (Computer Aided Manufacturing of Individual Shells for Hearing Aids)   nennt sich ein von Widex entwickeltes neues Verfahren der Herstellung von Otoplastiken und Geräteschalen. Dazu werden - statt der Ausgüsse - Computer-Scans der Gehörgänge abgenommen und danach vollautomatisch mit einer stereo-lithographischen Maschine die Passstücke hergestellt. Siehe www.widex.ch/de/technologie/camisha.php

Canadian Hearing Society mit sehr nützlicher Homepage (englisch)

Carina: Mittelohr-Implantat, siehe  www.otologics.com/de/worldwide.htm

CAPD :  = Central Auditory Processing Disorder (  zentrale Hörverarbeitungsstörung)

CERA (Cortical Evoked Response Audiometry): Messung der Aktionspotentiale der Gehirnrinde nach akustischer Reizung; ein Verfahren der ERA

cerebral (auch: zerebral): Das Gehirn (lat.: cerebrum) betreffend

Cerumen: medizinischer Ausdruck für Ohrenschmalz

Cerumen-Schutz: Filter-artige Überdeckung des Schallausgangs, welcher ein Eindringen von Schmutz und Ohrenschmalz in das Hörgerät verhindert

Ceruminalpfropf (Ohrschmalzpfropf): Bei vermehrter Cerumen-Absonderung, engem Gehörgang, stauchendem Gebrauch von Wattestäbchen zur Ohrsäuberung, auch durch Ohrpassstücke kann es zur Ansammlung, Verhärtung und Pfropfenbildung von Ohrenschmalz mit Verstopfung des Gehörgangs kommen. Beseitigung durch Ohrenspülung mit körperwarmem Wasser durch den HNO-Arzt, Kinderarzt  oder Hausarzt. Bei Neigung zu solchen Ohrschmalzpfropfen wird regelmäßige ärztliche Inspektion und Säuberung des Gehörgangs empfohlen, zumal auch geringere Ansammlungen von Ohrenschmalz im Gehörgang die Schallübertragung beeinträchtigen.Siehe auch schwerhoerigenforum und Pinboard 5076

Charge-Syndrom siehe www.carookee.de/forum/Charge-Kinder

Chat: Forum für Schwerhörige siehe www.schwerhoerigen-netz.de/CHAT

Chirp: Schallsignal mit umfangreichem Frequenzgehalt (breitbandig), um möglichst viele Sinneszellen der Cochlea gleichzeitig zu reizen. Damit erhält man bei der BERA ein deutlicheres Ergebnis.

Cholesteatom: Chronische Mittelohrentzündung mit Knochenzerstörung, bedingt durch einwachsende Absprengsel der Trommelfellhaut, oft als Folge eines Trommelfelldefekts;   siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Cholesteatom

CI: Abk. für Cochlea-Implantat

CIC-Hörgeräte: Hoergeraete-Bauformen

CNG: = Computer-Nystagmographie (Gleichgewichtsprüfung), siehe Elektronystagmographie (ENG)

Cochlea (lat. = Schnecke): Teil des Innenohres. Man unterscheidet das in das Felsenbein der Schädelbasis eingebettete knöcherne Gangsystem - die knöcherne Schnecke - von der sich darin befindlichen häutigen Schnecke. Letztere besteht aus drei aneinander liegenden, mit Flüssigkeit gefüllten Röhren. Eines dieser Röhren (Scala vestibuli = Vorhoftreppe) steht an ihrer Basis über das ovale Fenster mit der Steigbügelplatte im Mittelohr in Verbindung und geht am Ende - über das Schneckenloch = Helicotrema - in das Ende einer zweiten Röhre (Scala tympani, = Paukentreppe) über, welche dann wieder an ihrer Basis - mit dem runden Fenster - an der Mittelohrwand aufsitzt. Auf diese Weise kann die Flüssigkeit, die Perilymphe, in der knöchernen Schneckenhöhle zwischen 2 elastischen Fenstern schwingen. Die dritte, dazwischen liegende Röhre(Scala media = Ductus cochlearis) enthält die Endolymphe und das Schall-sensible Cortische Organ; sie setzt sich fort im Ductus endolymphaticus, welcher durch ein Knochenkanälchen in den Saccus endolymphaticus unter den Hirnhäuten mündet. Siehe dazu www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/innenohr1.htm

Cochlea-Implantat (CI)

Cocktailparty-Effekt bei SH: Behinderung der Diskrimination im Umgebungslärm, besonders bei gleichzeitigem Sprechen vieler Personen in einem Raum.

Cogan-Syndrom: Autoimmunerkrankung, die besonders die Augen (Hornhautentzündung) und das Innenohr (Schwerhörigkeit, Schwindel) trifft. Benannt nach Cogan, David G., Augenarzt, Boston. Siehe   und www.intelihealth.com/IH/ihtIH/WSIHW000/9339/35151.html (engl.)

Connexin-26:  Angeborene recessiv vererbte Innenohrschwerhörigkeit ist häufig bedingt durch eine Mutation im Connexin-26-Gen

Computerstenograph   Schriftdolmetscher

Cortisches Organ oder Corti-Organ: (Alfonso de Corti, Anatom, Wien/Turin, 1822-1876)  Als solches wird die Gesamtheit der nebeneinander angeordneten Corti-Sinneszellen ( "Haarzellen") bezeichnet, die zusammen mit ihren Stützzellen das "Sinnesepithel" der Hörschnecke bilden. Es kann Schallschwingungen erkennen und die Empfindung in Form von Nervenimpulsen an das Gehirn weiter vermitteln. Eine Funktionsschwäche dieses Organs ist verantwortlich für eine Schallempfindungsschwerhörigkeit. Abbildungen und eingehendere Funktionsbeschreibungen siehe  http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/innenohr2.htm

CROS (Contralateral Routing of Signals) - Versorgung: Bei einseitiger Taubheit ist wegen der Abschattung durch den Kopf das taubseitige Hörvermögen erheblich vermindert. Mit einer CROS können die Schallsignale von einem Mikrofon auf dieserSeite des Kopfes aufgenommen und mit einem Kabel auf die hörende und mit einem Hörgerät mit Audio-Anschluß ausgerüsteten Seite umgeleitet werden. Das mit dem Hörgerät versorgte Ohr hört damit die Schallsignale von der gegenüberliegenden Seite, und auf seiner Seite, ohne Mikrofon, über eine weit offene Versorgung. Dies ist gewöhnungsbedürftig. Bei Schwerhörigkeit auch des hörenden Ohres verwendet man die sogenannte BICROS–Versorgung (s.d.).

CRT („Canal Receiver Technology“) HdO-Hörgeräte mit CRT (auch „Ex-Hörer-Technologie“ genannt) übertragen den Hörschall nicht über einen Hörschlauch in den Gehörgang. Der Hörer (=Lautsprecher) dieser Geräte wird direkt im Gehörgang plaziert und über ein dünnes Kabel mit dem HdO-Gerät verbunden.

DACS (Direct Acustic Cochlear Stimulation): Mittelohrimplantat mit direkterKopplung an die Cochlea über eine Schubstange und einen künstlichen Steigbügel

Dämpfungswinkel : Winkelstück an der Otoplastik, das ein Dämpfungselement enthält. Siehe Otoplastik

dB: Abkürzung für Dezibel

Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft (DCIG) mit vielen Infos zum CI

Deutsche Gebärden-Sprache (DGS) siehe  www.gehoerlosen-bund.de/gebaerdensprache/gebaerdensprache.htm

Deutsche Gesellschaft für Audiologie (DGA)

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie mit allgemeinverständlichen Infos für die Eltern hör-, sprach- oder stimmgestörter Kinder

Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik

Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten-Selbsthilfe und Fachverbände e. V. mit vielen interessanten Downloads

Deutsche Hörbehinderten-Selbsthilfe

Deutsche Tinnitus-Liga

Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl)  mit Antworten auf Elternfragen und Logopädenverzeichnis

Deutscher Fachverband  für Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik (dfgs)

Deutscher Gehörlosenbund (DGB) mit Beantwortung häufig gestellter Fragen zur Gehörlosigkeit

Deutscher Schwerhörigen-Bund (DSB)  Der DSB gibt Schwerhörigen wertvolle Hilfen und Informationen, u.a. mit der Mitgliederzeitschrift „DSB-REPORT“.   Hörbehinderte werden Mitglied des DSB durch den Eintritt in einen örtlichen Schwerhörigen-Verein oder als Einzelmitglied in einem Landesverband. Dazu siehe http://www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/intern.asp?inhalt=argumente

Deutsches Hörgeräte-Institut (DHI)  mit umfangreichen Infos für Fachleute und für Gäste

Dezibel (abgekürzt dB = zehnter Teil eines Bel, nach Graham Bell, einem Pionier des Telefons) Das Dezibel  ist eine logarithmische Verhältnisgröße für den Vergleich zweier Schalldruck-Meßwerte (Angabe in SPL = Sound Pressure Level). Auf diese Weise kann man die enorme Spannweite der hörbaren Schalldruckpegel von ca. 0.00001 Pascal (= Hörschwelle bei 4000Hz) bis 10 Pascal (= Schmerzgrenze) überschaubar in Zahlen ausdrücken und darstellen. Für das in der Hörakustik verwendete dB(A) sind die unteren Ausgangswerte für die verschiedenen Tonfrequenzen, die Bezugs-Schalldrucke( = 0 dB), etwa entsprechend der Hörschwelle eines gut hörenden Jugendlichen, international festgelegt. Der Buchstabe A bedeutet, dass ein Frequenzfilter hinter dem Mikrofon geschaltet wird, das die Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs berücksichtigt. Der logarithmische Maßstab bewirkt, dass ein Unterschied von 6 dB schon einem Unterschied des Schalldrucks vom Doppelten entspricht, ein Unterschied von 20 dB dem eines 10-fachen, der Unterschied von 40 dB dem eines 100-fachen. Diese Schalldruck-Unterschiede sind jedoch (besonders im hohen dB-Bereich) erheblich größer als die empfundenen Unterschiede in der Lautheit. Eingehendes siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik5.htm

DGS    Deutsche Gebärden-Sprache

DHI: Deutsches Hörgeräte-Institut  

Diagnose einer Hörschädigung: Mit Hörtesten sollte diese, besonders bei Kindern, frühzeitig durch den HNO-Arzt erfolgen.

Dichotisches Hören ist die Fähigkeit, verschiedene Sprachinformationen, die auf beide Ohren gleichzeitig gegeben werden, zu verstehen. Es wird geprüft durch den Feldmann-Test.

Digitalhörgeräte  Hoergeraete, Leistungsmerkmale

Diplakusis ("Doppelthören"): Falsche Hörwahrnehmung, bei der ein Ton auf einem Ohr normal, auf dem anderen Ohr aber verfremdet - höher oder tiefer - gehört wird. Vorkommen z.B. bei der Meniere-Erkrankung oder einem Hörsturz.

Diskrimination: Auditive Diskrimination ist die Fähigkeit des gesunden Gehörs, Töne oder Geräusche, welche als weniger wichtig eingestuft werden, weitgehend auszublenden oder in den Hintergrund zu drängen, und damit in lärmiger Umgebung sich auf jene Gesprächspartner oder Schallquellen zu konzentrieren, die man zu hören wünscht.

Diskriminationsverlust: Als solchen bezeichnet man nach einem Sprachaudiogramm ( Audiogramm) den Prozentsatz dessen, was nicht verstanden wurde. Der Diskriminationsverlust (in %) ist das, was an Verständlichkeit (in %) fehlt; somit ergeben Diskriminationsverlust + Verständlichkeit 100%. Ein Diskriminationsverlust von 0 - 5 % bedeutet noch eine volle Silbenverständlichkeit; 15 - 20 % noch eine volle Wortverständlichkeit; 40 % nur noch Satzverständnis; 50 % noch Satzverständnis in bekannten Situationen; bei 60 % ist zusätzliches Absehen notwendig; bei 80 % wird nur noch Satzrhythmus wahr genommen, ein Verständnis des Inhalts ist nicht mehr möglich.

DSB     Deutscher Schwerhörigen-Bund (DSB)

DSL (Desired Sensation Level): Hörgeräte-Anpassformel für Kinder, die von Dr. R.C. Seewald an der University of Western Ontario entwickelt wurde. Sie berücksichtigt die Lautheitswahrnehmung so, dass leise Signale zwar als leise, aber noch deutlich wahrgenommen werden, mittellaute Signale als angenehm, und laute Signale zwar laut, aber nicht unangenehm empfunden werden.

Ductus endolymphaticus: Fortsetzung des inneren Lymphgangs der Hörschnecke( Cochlea) zur Hirnbasis Er verbindet den Ductus utriculosaccularis mit einem erweiterten Blindsack unter der harten Hirnhaut an der Hinterseite des Felsenbeins. Diese Verbindung, ein Endolymphgang, durchzieht die knöcherne Hirnschale in einem eigenen Knochenkanal des Felsenbeins (Aquaeductus vestibuli).

Dynamik (von gr. dynamos =Kraft): Die Dynamik ist in der Akustik das Verhältnis zwischen der geringsten und größten verfügbaren bzw. hörbaren Lautstärke eines Tones. Die Dynamik einer akustischen Information bezeichnet somit das Verhältnis von geringster zu größter Lautstärke. Die Dynamik der Umgangssprache umfasst etwa 40 dB. Der gesamte Dynamik-Bereich - von der Hörschwelle bis zur Unbehaglichkeitsschwelle oder Schmerzgrenze - umfasst bei Guthörenden etwa 100 dB. Bei Hörgeschädigten ist dieser Bereich erheblich eingeengt durch die Erhöhung der Hörschwelle und meistens auch durch eine Herabsetzung der Unbehaglichkeitsschwelle. Im Extremfall kann ein Ton schon im Hörschwellenbereich als unbehaglich empfunden werden, so dass für diesen Frequenzbereich eine Hörhilfe nicht möglich ist.

Eine Hörgeräte-Anpassung muss die "Restdynamik", die einem Hörgeschädigten noch zur Verfügung steht, vor allem in den für das Sprachverständnis wichtigen Frequenzen so ausnutzen, dass mittellaute Sprachsignale über die betr. Hörschwelle angehoben, d.h. so verstärkt werden, dass sie damit gehört werden. Andererseits dürfen laute Signale nicht so verstärkt werden, dass sie die Unbehaglichkeitsschwelle überschreiten. Dieses "Zusammendrücken" der gegebenen Eingangs-Dynamik auf die dem Hörbehinderten angepasste Ausgangs-Dynamik wird Kompression genannt.

Dysakusis: Jede Störung der Gehörempfindung ( Anakusis / Hyperakusis / Hypoakusis )

ECochG = Elektrocochleographie, ein Verfahren der ERA

Edulink: Hör-Hilfsgerät der Fa. Phonak zur Anwendung bei AVWS, siehe  praxispaediatrie.ch

EEG = Elektroencephalogramm, Aufzeichnung von Spannungsschwankungen in der Hirnrinde, siehe www.anfallskind.de/46.htm

EEG-Audiometrie ERA

efhoh (European Federation of the Hard of Hearing) ist ein Zusammenschluss europäischer und nationaler Hörgeschädigtenverbände

Eingangssignal : Bei Hörverstärkern der ursprüngliche Schall am Eingang eines Hörsystems (z.B. am Mikrofon). Gegensatz:  Ausgangssignal, z.B. am Lautsprecher (bei Hörgeräten Hörer genannt)

Eingliederungshilfe für Schwerbehinderte: Definition siehe http://behinderung.org/gesetze/Einglhilf.htm

Eingliederungszuschuss für hörbehinderte Arbeitslose ( sowie bei drohender Arbeitslosigkeit) kann der Arbeitgeber vom Arbeitsamt erhalten; von Bedeutung sind dabei u.a. das Alter des Betroffenen und der Grad der Behinderung. Auskunft erteilen die Arbeitsämter.

Einschwingzeit: Einschwingzeiten gibt es u.a. bei Hörgeräten mit AGC. Es ist die Zeit, die das System benötigt, um bei plötzlicher Änderung der (mit dem Hörgerät aufgenommenen) Eingangslautstärke eine gewünschte (nach Verstärkung zu hörende) Ausgangs-Lautstärke zu erzeugen - also darauf "einzuschwingen". Bei digitalen Hörgeräten liegt diese Zeit im Bereich von mehreren Tausendstel Sekunden. Die Werte sind aus den Datenblättern der Hörgeräte zu entnehmen.

Elektrocochleographie, ein Verfahren der ERA

Elektronystagmographie = ENG: Gleichgewichtsprüfung, heute meist mit digitaler Verarbeitung, Diagnostik und Aufzeichnung als Computer-Nystagmographie (CNG), siehe u.a. unter www.krillke.de/html/untersuchungen.html

Elternvereine/ -verbände von Eltern hörgeschädigter Kinder siehe unter Kinder, hörgestörte

Encephalitis/ auch Enzephalitis: Entzündung des Gehirns, mögliche Ursache eines Gehörschadens; siehe auch Meningitis/Meningo-encephalitis (gr. Encephalon=Gehirn). Eine Virus-bedingte Hirnentzündung, etwa bei Mumps oder Masern, kann bei Mitbefall von Innenohr oder Hörnerv zu Taubheit führen, auch beidseitig.

Endolymphe: Lymph-Flüssigkeit, welche weitgehend der Hirnflüssigkeit (Liquor) entspricht und welche sich im Innenohr in einem verbundenen Gangsystem befindet. Dieses umfasst den mittleren Gang der Hörschnecke (Scala media), die Vorhofsäckchen, die Bogengänge und einen Endolymphgang, welcher in einem eigenen Knochenkanal das Felsenbein durchbricht und in einem Säckchen unter der harten Hirnhaut endet. Auf diesem Wege können Entzündungen des Labyrinths auf die Hirnhäute fortgeleitet werden und zu einer Hirnhautentzündung führen. Als endolymphatischer Hydrops bezeichnet man eine Druckerhöhung im Endolymphsystem durch gesteigerte Produktion der Endolymphe oder gestörten Abfluss (eine Ursache des Morbus Meniere). Vgl. auch Perilymphe

ENG Elektronystagmographie

Entlüftungsbohrung  = Belüftungsbohrung = Zusatzbohrung, siehe offene und geschlossene Versorgung bei Hörgeräte-Otoplastiken

ERA (Evoked Response Audiometry) Unter ERA versteht man unterschiedliche Verfahren, mit der Nervenzellen-Potentiale, die durch einen Schall-Reiz ausgelöst werden (=akustisch evozierte Potentiale, EAP), registriert werden. Diese können - in kurzem zeitlichen Abstand nacheinander - aus dem Innenohr, der Hörbahn, dem Hirnstamm und der Hirnrinde aufgezeichnet werden. Mit der

         1. Elektrocochleographie  (auch „Promontoriumstest“) wird die Funktion des  Cortischen Organs im Innenohr geprüft. Das kann z.B. notwendig sein vor einem CI. Sie ist technisch aufwändig, weil dazu eine Elektrode durch das anästhesierte Trommelfell in die Paukenhöhle und an das Promontorium eingeführt wird. Sie wird daher i. d. R. in spezialisierten Kliniken durchgeführt. Dies kann auch unter Beruhigungsmittel oder in Narkose erfolgen. Der Schallreiz ist ein "Click", die Ganglien in der Schnecke antworten darauf - bei positivem Ausfall der Untersuchung - innerhalb von 4 Tausendstel Sekunden mit evozierten Potentialen. Siehe auch Promontoriumstest. Weiteres siehe http://de.wikipedia.org/wiki/ECochG  Die

         2. BERA (Brainstem Evoked Response Audiometry) kann ebenfalls im Schlaf oder in Narkose durchgeführt werden. Die Untersuchung ist schmerzlos und völlig ungefährlich. Die evozierten Potentiale werden dabei - ohne unangenehme Eingriffe - nach einem Click innerhalb einer hundertstel Sekunde von Elektroden an der Kopfhaut abgeleitet. Mit dieser Untersuchung kann die Funktion des Innenohrs, der Hörnerven und der Hörganglien des Hirnstamms geprüft werden. Eine frequenzspezifische Prüfung ist nur in engen Grenzen möglich. Die sogenannte NN-BERA (Notched-Noise-BERA)  ist heute eine übliche Untersuchungsmethode vor einer Hörgeräteanpassung im Säuglings– und Kleinkindesalter. Dazu auch   http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChe_akustisch_evozierte_Potenziale    Bei der

        3. CERA (Cerebral Evoked Response Audiometry) wird die Ankunft und Verarbeitung der Höreindrücke in der Hirnrinde nachgewiesen. Nach Eingabe eines kurzen Tons können die so evozierten Potentiale innerhalb einer halben Sekunde registriert werden. Die CERA setzt jedoch eine Wachheit des Patienten voraus und kann dadurch bei Kleinkindern technisch schwierig sein. Sie ist auch abhängig von der Hirnreifung. Im übrigen entspricht der Untersuchungsvorgang etwa dem der BERA. Ein Vorteil der CERA ist, dass eine bessere frequenzspezifische Prüfung der Hörschwellen erfolgen kann.

Erbleiden als Ursache einer Hörschädigung Ursachen einer Hörschädigung

Esteem: Hörimplantat (Mittelohr) der Firma Envoy siehe http://www.envoymedical.de/esteem.htm 

Eustachische Röhre: Benannt nach Bartolomeo EUSTACHIO, 1520-1574. Die Eustachische Röhre wird auch "Ohrtrompete" oder "Tube" genannt und bildet eine belüftende Verbindung des Mittelohrs mit dem Rachen, damit der Luftdruck auf beiden Seiten des Trommelfells ausgeglichen bleibt. Sie öffnet sich in der Regel nur beim Schlucken, was als Klickgeräusch bei einem Druckausgleich gelegentlich hörbar ist, besonders bei Infekten der oberen Luftwege, weil dann die Belüftung durch Schwellungen behindert wird. Auch Wucherungen im Rachenraum („Polypen“) können die Belüftung verlegen und damit die Mittelohr-Funktion erheblich beeinträchtigen.

Ex-Hörer-Technologie: siehe CRT

Facialis, nervus: Gesichtsnerv, 7. Hirnnerv, versorgt motorisch die Gesichtsmuskulatur (damit die Mimik).

FAEP: Frühe auditorisch evozierte Potentiale, die bei der BERA registriert werden

Fehlhörigkeit besagt verfälschtes Hören, wie häufig bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit. Vom Gehörten fehlen z.B. die hohen Frequenzen; demzufolge wird etwas gehört, aber nicht verstanden.

FELDMANN-Test: Test zur Prüfung der dichotischen Diskrimination. Dabei wird geprüft, wie viel verstanden wird, wenn beiden Ohren gleichzeitig mit Kopfhörern verschiedene Testworte angeboten werden

Fernbedienung : Hoergeraete-Zusatzausstattungen

Fernsehhilfen sind Zusatzgeräte, welche den Fernsehton für den Hörgeschädigten nicht nur lauter, sondern vor allem auch verständlicher übertragen, ohne dass mithörende Angehörige dadurch gestört werden. Dies können Kopfhörer sein - am besten mit gesonderter Regulierung der Lautstärke und einem zusätzlichen "Equalizer" für mehrere Frequenzkanäle, die individuell der Hörschädigung angeglichen werden können. Bei einer Hochton-Schwerhörigkeit werden z.B. sonst die Störgeräusche der unteren Frequenzen sehr störend mit verstärkt.   Besser sind Induktionsanlagen, wenn das Hörgerät eine leistungsstarke T-Spule besitzt. Damit können auch die Hörgerät-Programmierungen genutzt werden. Eine weitere gute Möglichkeit ist eine Infrarotanlage, dessen Sender an das Fernsehgerät angeschlossen wird. Die Infrarotwellen erreichen (nur auf direktem Weg, in Sichtverbindung) einen kleinen Empfänger, der mit dem Audio-Eingang der Hörgeräte verbunden wird. Als behelfsmäßige Lösung bieten sich Hörbügel-Infrarotempfänger vor allem für diejenigen an, welche noch kein Hörgerät besitzen. Eine direkte Übertragung in manche Hörgeräte ist auch mit FM-Anlagen (z.B. HandyMic) möglich. Internetadressen mit eingehenden Beschreibungen siehe bei Hilfen.

Festbeträge sind die festgelegten Beträge, bis zu denen die deutschen gesetzlichen Krankenkassen Hörgerätekosten übernehmen. Näheres siehe unter http://www.aok-gesundheit.pdf und http://www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/HOERGERAETE/news96.htm . Siehe auch Hörgeräte-Kostenträger.

Fingeralpabet, deutsches siehe schwerhoerigen-netz.de  und visuelles-denken.de

FLETCHER-MUNSON-Kurven zeigen "Isophone", das sind die Verbindungslinien der Punkte des gleichen subjektiven Lautheitseindrucks auf dem Hörfeld.

Flüstern und Verständnis mit Hörgerät: Siehe Pinboard 5103

Flugreisen : Bei   geschlossener Versorgung ( Hörgeräte/ 11.Otoplastik) sollten wegen der Luftdruckschwankungen im Flugzeug die Hörgeräte vor Start und Landung herausgenommen werden. Andernfalls kann es zu schmerzhaftem Luftdruck auf das Trommelfell kommen. Während des Reiseflugs auf gleicher Höhe und dabei in der Regel  konstantem Luftdruck können sie wieder eingesetzt werden.

FM-Anlagen (FM für Frequenz-Modulation) können in großen Räumen (Hörsälen, Kirchen, Schulen, Kindergärten) oder bei Führungen das Verstehen erheblich verbessern, oft überhaupt erst ermöglichen. Sie bestehen in der Regel jeweils aus einem Sender, einem Empfänger und einem Ladegerät. Der Sprecher benutzt ein Mikrofon (das evtl. auch an der Kleidung befestigt wird), welches das Schallsignal aufnimmt und über eine kleine Sendeanlage mit Kurzstreckenfunk an die mobilen Empfänger überträgt. Der Funkempfang ist als Direktempfang über Induktionsschleifen oder die Audioeingänge der Hörgeräte möglich (MicroLink), oder über mobile Empfangsgeräte mit Kabelanschluss an Kopfhörer (Mikroportanlage). Einzelheiten und Preise bei Akustikern oder Hilfsmittel . Siehe auch phonak (ML9i) , oticon (amigo) und zu mini-FM bei CI-Trägern . Vergleich SmartLink und Campus siehe Pinboard 4095

Fördermöglichkeiten , berufliche, bei Hörbehinderung: Siehe Berufliche Eingliederung und unter www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/ratg.asp?inhalt=BERUF/uebersicht

Fördergemeinschaft gutes Hören (FGH)  bietet umfangreiche Informationen von Hörakustikern

Formanten: Die Sprache enthält für die Sprachlaute (Vokale=Selbstlaute, Konsonanten=Mitlaute) charakteristische Formanten, das sind Frequenzbereiche mit verstärkten Teilschwingungen. Am wichtigsten für die Verständlichkeit der Sprache sind die Formanten für die Mitlaute im Bereich 2000 bis 3000 Hertz. Siehe www.dhi-online.de/DhiNeu/12_Fachtec/FtHgTec/01_AufgabenHg/Fthgtec_0101.html  (unten).

Fowler-Test: Vergleich der Lautheitsempfindung beider Ohren bei einseitiger Schwerhörigkeit. Dabei werden leise Töne mit dem schlechthörenden Ohr nicht oder viel leiser gehört als auf dem guthörenden Ohr, sehr laute Töne jedoch auf dem schlechthörenden Ohr gleich laut oder auch lauter empfunden. Ein solcher positiver Ausfall des Testes beweist ein Recruitment und damit eine Schallempfindungsschwerhörigkeit. Bei negativem Ausfall des Testes kann man eine Hörnerven-Schädigung annehmen.

Franceschetti-Syndrom: Betroffene leiden - neben anderen Gesichtsfehlbildungen im Jochbein-Kiefer-Gaumen-Bereich – unter einer Fehlbildung (Dysplasie), gelegentlich auch dem Fehlen (Aplasie) der Ohrmuscheln und der Gehörgänge.

Frauen hören etwas besser als Männer. Die Hörschwellen von Frauen liegen im Durchschnitt deutlich unter denen der Männer, besonders bei hohen Frequenzen. Die altersbedingte Absenkung der Empfindlichkeit des Gehörs verläuft bei Frauen langsamer.

Freiburger Sprachverständnistest: Der FreiburgerTest ermittelt den Hörverlust des Schwerhörigen für Sprache, den Diskriminationsverlust, die Lautstärke der besten Verständlichkeit und die Unbehaglichkeitsschwelle für Sprache. Der Hörverlust für Sprache beschreibt, um wie viel lauter Sprache beim Betroffenen gegenüber Guthörenden sein muss, um 50 % des Gesprochenen zu verstehen. Das Testmaterial ist phonetisch und lautstärkemässig ausgeglichen. Es besteht aus 10 Reihen mehrsilbiger Zahlen und 20 Reihen einsilbiger Wörter.

Freifahrtscheine für den öffentlichen Nahverkehr kann ein Hörbehinderter erhalten – in der Regel ab 80 % GdB ( Grad der Behinderung) – der auf die 50%-Steuerermäßigung für Kfz verzichtet und noch einen geringen Pauschalbetrag entrichtet (z.B. 60 Euro/Jahr; örtliche Unterschiede). Übersicht über unentgeltliche Beförderung Schwerbehinderter siehe www.oepnv-info.de

Freifeldaudiometrie/ Freifeldmessung   siehe unter Audiometrie

Frequenz : In der Akustik die Zahl der Schwingungsperioden eines Tones pro Sekunde, bezeichnet mit Hertz, abgekürzt Hz. Der menschliche Hörbereich liegt zwischen 20 und 20 000 Hertz (= 20 Kilohertz, abgekürzt  kHz) Die für das Sprachverständnis wichtigsten Frequenzen liegen zwischen 100 und 3000 Hz. Dazu siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik2.htm

Frequenzblenden = Tonblenden  Hörgeräte/ Leistungsmerkmale

Frequenzgang : Die Verstärkung eines Hörgerätes kann man für jede Frequenz graphisch aufzeichnen. Die so gewonnene Kurve wird als akustische Wiedergabekurve oder auch als Frequenzgang bezeichnet.

Frequenzgruppe: Umschriebener hörbarer Frequenzbereich zur Signalverarbeitung. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzgruppe

Freizeitangebote: Siehe unter Fernsehen mit UT, Kino mit UT, Reiseangebote, Video

Frühschwerhörigkeit: Schon vor dem Spracherwerb bestehende/ erworbene SH (= praelinguale Schwerhörigkeit)

Führerschein: Die Fahrerlaubnis-Regelungen für Schwerhörige und Gehörlose werden örtlich unterschiedlich - oft willkürlich - gehandhabt. Oft werden die Führerscheine von Hörbehinderten ohne Auflagen erworben. Eine Hörbehinderung ist anzugeben, wenn im Führerschein-Antragsformular danach gefragt wird. Meistens muss dann vom HNO-Facharzt ein Attest beigebracht werden dahingehend, dass gegen die Erteilung einer Fahrerlaubnis keine medizinischen Bedenken bestehen. In der Regel wird dann zumindest der Führerschein für Pkw erlaubt. Als Auflagen können verboten werden das Fahren von Lkw und die berufsmäßige Personenbeförderung. Auch ein 2. Außenspiegel wird gelegentlich vorgeschrieben. Manche Auflagen erscheinen fragwürdig, zumal auch Guthörende sich im Verkehrslärm fast nur visuell und kaum akustisch orientieren. Deswegen werden Führerscheine ja auch Gehörlosen ausgestellt. Fahrzeuge mit Martinshorn fallen im Verkehr meist eher durch das Blaulicht auf. Die Motorfunktion des eigenen Wagens kann vom Schwerhörigen weitgehend über die Vibrationen des Wagens empfunden werden. Betr. ärztliches Gutachten siehe Pinboard 5270 .

Funkübertragungsanlagen (mobile) FM-Anlagen

Garantie und Gewährleistung bei Hörgeräten: Siehe unter Hörgeräte, Reparaturen

GdB : Grad der Behinderung

Gebärden/ Gebärdensprachen: Gebärdensprachen sind die Sprachen der Gehörlosen; im deutschen Sprachraum ist es die Deutsche Gebärdensprache (DGS). In der Gebärdensprache findet die Gemeinschaft der Gehörlosen und Ertaubten ein der Lautsprache ebenbürtiges visuelles Verständigungsmittel. Auch für hochgradig Schwerhörige wird das Erlernen der DGS empfohlen, wenn sie an dieser Sprachgemeinschaft teilhaben wollen. Als Zwischenlösung bieten sich die Lautsprache-begleitenden Gebärden an. Siehe www.visuelles-denken.de .und Pinboard 5929 .

Gebärdensprachkurse: Einführungen siehe www.gehoerlosen-bund.de und www.bgdbb.de  und  www.bgn-ev.de/info/gebaerdensprache.html , und www.kestner.de , einen "Schnupperkurs" siehe www.visuelles-denken.de/Schnupperkurs2.html

Gebärdensprachdolmetscher : Gebärdensprachdolmetscher: Berufsbild/ Ausbildung siehe www.links-guide.ru/sprachen/translation/gebaerden-dolmetschen.html Bundesverband  siehe www.dgs-gebaerdensprache.de ; außerdem www.kestner.de/dolmetschen/frameset03.html ; www.gsel.com/sgw ;

Gebührenbefreiung bei SH mit Schwerbehindertenausweis und Merkmal RF

Gehirnstamm-Messung BERA

Gehör: Schallempfindungs-Organ; zur Anatomie und Physiologie siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik0.htm

Gehörgang : Teil des äußeren Ohres, siehe www.medidesign.de/Seiten/anato014.html . Der äußere Gehörgang ist auch bei der Hörgeräteversorgung ein wichtiges Glied in der Kette der Schallvermittler. Er besitzt eine natürliche und individuelle Resonanzverstärkung. Das Ohrpassstück mit seinem Zapfen, auch die Im-Ohr-Geräte, können diese natürliche Gehörgangsresonanz verändern, besonders mit der geschlossenen Hörgeräteanpassung ( Hörgeräte, 11.Otoplastik).

Gehörgangsatresie: Angeborener Verschluss, auch Fehlen des äußeren Gehörgangs.

Gehörgangsdysplasie: Mißbildung des äußeren Gehörgangs, z. B. beim Franceschetti-Syndrom.

Gehörgangsentzündung : Juckende und schmerzende Entzündungen der Haut des äußeren Gehörgangs; oft ist auch die Ohrmuschel beteiligt. Ursache kann eine Haarbalgentzündung (ein „Pickel“) sein, oft ist es – beim Gehörgangsekzem -   eine Allergie gegen das Otoplastik-Material oder -Pflegemittel, von Bedeutung kann auch der Druck und Stau durch das Ohrpassstück sein und die fehlende Belüftung des Gehörgangs, was auch eine Infektion durch Pilze oder Bakterien begünstigt. Eine ärztliche Behandlung sollte umgehend erfolgen. Die Belüftung des Gehörgangs kann durch eine offene – oder vermehrt offene – Versorgung (Hörgeräte/ 11.Otoplastik) verbessert werden, was bei HdO-Geräten besser als bei IdO – Geräten gelingt. Bei Allergie gegen das Material kann man harte Otoplastiken mit einer Schicht Glas, Gold oder Titan überziehen. Im Notfall - bei andauernder Unverträglichkeit - kann auf ein BAHA oder teilimplantierte Hörgeräte ausgewichen werden, wie z.B. das RetroX ( www.retrox.info ), was jedoch einen chirurgischen Eingriff erfordert.

Gehörknöchelchen : Die Gehörknöchelchenkette Hammer-Amboß-Steigbügel im Mittelohr verstärkt durch ihre Hebelwirkung die vom Trommelfell aufgenommene Schallenergie und überträgt sie weitgehend reflexionsarm auf die Perilymphe des Innenohrs. Einzelheiten siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/mittelohr.htm , und www.bzga.de/bzga_stat/lug/kap2/abb3ac.html  

Gehörlosengeld: Gehörlose ( GL) können in einigen Bundesländern beim Sozialamt die Auszahlung eines Gehörlosengeldes beantragen, das in der Regel unabhängig vom Einkommen und Vermögen gewährt wird. Die Bestimmungen und die Beträge richten sich nach - unterschiedlichen - Landesgesetzen.

Gehörlosenhund: Hund, der darauf dressiert wird, seinen gehörlosen oder schwerhörigen Besitzer auf bestimmte Schallereignisse aufmerksam zu machen, z.B. auf das Klingeln von Wecker, Telefon oder Haustürklingel, oder z.B. auf eine Ansprache mit seinem Namen. Siehe www.sam-deutschland.de/sh_sub_signalhoerhund.htm   und www.podenco-in-not.de/html/body_prima_partner.html und www.hoerhunde.ch und www.ferdinand.ch

Gehörlosigkeit : Das Fehlen einer Hörempfindung; nach amtlicher Auslegung das Fehlen eines für das Sprachverständnis verwertbaren Gehörs, wobei noch ein wenig Restgehör vorhanden sein kann. M siehe www.hoerhunde.ch und www.ferdinand.ch an unterscheidet die praelingual Gehörlosen („Frühertaubte“, noch vor dem Spracherwerb ertaubte) von den postlingual Gehörlosen („Spätertaubte“). Die Grenze zwischen „an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit“ und der Gehörlosigkeit wird meist bei einer Hörschwelle von 90-100 dB im Sprachbereich gezogen, ist jedoch umstritten, zumal heutige "Power"-Hörgeräte   ein entsprechendes Restgehör noch zu einem Sprachverständnis nutzen können. Auch die Zuordnung der CI-Träger ist umstritten. Siehe auch Grad der Hörschädigung und Merkzeichen GL. Weiteres unter www.gehoerlose.de und www.wir-gehoerlosen.de und www.visuelles-denken.de .

Gehörschädigung: Eine Schädigung des Gehörs durch Schall-Einwirkung betrifft im wesentlichen die Haarzellen des Cortischen Organs des Innenohrs und ist abhängig von der Schallintensität und seiner Dauer.  Siehe auch weitere Ursachen einer Schwerhörigkeit.

Gehörschutz: Ein Gehörschutz kann vom Hörgeräteakustiker angefertigt werden. Man hört damit leiser, kann sich aber noch verständigen. Gebraucht wird ein Gehörschutz z.B. von Arbeitern in Montagehallen oder Sägewerken, auch von Berufsmusikern. Verschiedene Ausführungen siehe z.B. bei www.sonicshop.de . Auch ein Hörgerät kann als Gehörschutz dienen, siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/BERICHTE/berichte.asp?artikel=12

Genetik nicht-syndromaler Hörstörungen siehe  www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=48891

Geräteschale: An den Gehörgang angeformte Kunststoff-Umhüllung des Im-Ohr-Gerätes

Geräusch: Schall mit nicht periodischer Mischung zahlreicher Frequenzen. Siehe   www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik31.htm

Gerichtssprache/ Verständigung mit dem Gericht bei SH: Siehe http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/gvg/__186.html

Gesamtwortverstehen – zur Ermittlung des prozentualen Hörverlustes -   siehe www.uwendler.de/ahp/nr/26/26.5.a.htm

Geschichte der Hörhilfsmittel/ Hörhilfen/ Hörgeräte siehe www.aha-luebeck.de/index.php?module=pagesetter&func=viewpub&tid=2&pid=9

geschlossene Versorgung Hörgeräte, 10. Otoplastik

Gesetze zur Minderung der Benachteiligung von Behinderten; siehe www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/politik.asp

GL : Abkürzung für "gehörlos" oder "Gehörlose(r)", auch Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis. Amtlich gelten in Deutschland als "gehörlos" Personen, die beiderseits taub oder an Taubheit grenzend schwerhörig sind( siehe Grad der Hörschädigung) und außerdem schwere Sprachstörungen haben, also sich in der Öffentlichkeit und am Telefon schwer verständigen können und sich überwiegend nicht mit Lautsprache, sondern in der Gebärdensprache verständigen. Dabei gibt es in Grenzfällen – je nach Amt und Bundesland – erhebliche Unterschiede in der Auslegung. Dazu siehe Pinboard 4066 sowie www.global-help.de/merkzeichen-abhaenige-nachteilsausgleiche/9-cm.shtml

Gleichgewichtsapparat (=Vestibularorgan): Zum I nnenohr gehört auch der Gleichgewichtsapparat, der aus zwei kleinen Bläschen,   dem Sacculus (lat. = Säckchen) und dem Utriculus (lat. = kleiner Beutel), sowie drei Bogengängen besteht. Sacculus und Utriculus enthalten winzige Kalksteinchen, deren Druckrichtung sich – bedingt durch die Schwerkraft der Erde –   entsprechend der Lage des Kopfes verändert , was von besonderen Sinneszellen empfunden wird. Die Bogengänge sind drei ringförmige Kanäle, die nach den drei senkrecht zueinander stehenden Ebenen des Raumes ausgerichtet   und mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Die Härchen der Sinneszellen ragen in das Innere der Kanäle, die auf die Bewegung der Flüssigkeit bei Lageänderung oder Körperbeschleunigung reagieren und Impulse an das Gehirn senden. Das Gehirn entschlüsselt diese und reagiert reflektorisch darauf, so dass das Gleichgewicht unwillkürlich gewahrt wird.

Gleichgewichtsprüfung (=ENG) siehe www.krillke.de/html/untersuchungen.html (ganz unten)

Gleichgewichtsstörungen und Schwindelgefühle treten oft im Zusammenhang mit akuten Hörstörungen auf ( Hörsturz), bedingt u.a. durch die enge Verbindung des Hörsinnesorgans ( Corti-Organ) mit dem Gleichgewichtsorgan über das Endolymphsystem. Reha siehe http://www.pitzer-kliniken.de

Gleichstellung : Bei einem Grad der Behinderung (GdB) von 30 % (bis unter 50 %) können Personen auf Antrag schwerbehinderten Menschen zum Teil gleichgestellt werden. Näheres siehe  www.schwbv.de/gleichstellung1.html  und Pnboard 4946

Gleichstellungsgesetze : Gesetze zur Minderung der Benachteiligung von Behinderten; siehe www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/politik.asp

GN ReSound - Hörgeräte

Grad der Behinderung (GdB), frühere Bezeichnung: Minderung der Erwerbstätigkeit (MdE): Der GdB ist eine für Hörbehinderte wichtige amtliche Feststellung nach Maßgabe eines ärztlichen Gutachtens. Zur Ermittlung des GdB/MDE–Grades siehe schwerhoerigenforum . Formular-Download zum Antrag siehe www.intakt.info . Siehe auch Pinboard 4352  .

Grad der Hörschädigung: Die Einteilung richtet sich nach dem Hörverlust im Hauptsprachbereich des Hörfeldes im "besseren Ohr" in

  1. leichtgradig: Hörverlust 25 - 40 dB. Auch ohne Hörgerät kann der Betroffene mit etwas Mühe Sprache hören und verstehen.
  2. mittelgradig: Hörverlust 40 - 70 dB. Ohne Hg bestehen erhebliche Verständnis-Probleme
  3. hochgradig: Hörverlust 70 - 100 dB. Ohne Hörgerät kein akustisches Sprachverständnis.
  4. Resthörigkeit oder "an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit" : Hörverlust 85 - 100 db.
  5. Gehörlosigkeit oder Taubheit: Hörverlust im Bereich bis 250 Hz mehr als 60 dB, darüber mehr als 100 dB.

Über Häufigkeiten der Schweregrade und die Altersverteilung siehe   www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/STELLUNG/bbgg.htm .

Nach dem Grad der Hörschädigung richtet sich weitgehend der amtliche Grad der Behinderung. Doch kann auch hochgradig Schwerhörigen u.a. durch Hörhilfen und Hörtaktiken eine weit gehende lautsprachliche Verständigung gelingen, andererseits können mittelgradig Schwerhörige - auch mit Hörhilfen - oft schon erhebliche Kommunikationsprobleme haben.

Grundtöne: Als Grundtöne der Sprache bezeichnet man die tiefen Töne im Bereich von 100 - 300Hz. Die Grundtöne weiblicher und männlicher Sprecher liegen etwa eine Oktave auseinander;  Männerstimmen liegen zwischen 125 und 250 Hz, Frauenstimmen zwischen etwa 250 und 500 Hz. Sie sind für den Sprecher besonders kennzeichnend. So erklärt sich, dass Hochton-Schwerhörige am Telefon anrufende Personen oft an der Stimme erkennen können,   auch wenn sie ihre Worte nicht verstehen. Dazu siehe www.dhi-online.de/DhiNeu/12_Fachtec/FtHgTec/01_AufgabenHg/Fthgtec_0101.html

Gusher-Phänomen:  Schwallartiger Austritt von Perilymphe während der zur CI-Implantation notwendigen Bohrung vom Mittelohr in die Schnecke (Cochleostomie), meist bei Missbildungen der Schnecke.

Haarzellen: Im Corti-Organ des Innenohres sind die „inneren Haarzellen“ die Sinneszellen, welche die Schallsignale in Nervenimpulse umwandeln. Die „äußeren Haarzellen“ dienen zur Verstärkung des Schallsignals. Eingehendes siehe http://www.sinnesphysiologie.de/gruvo03/gehoer/aussen.htm und http://www.sinnesphysiologie.de/haar/haar01.htm

Härtefallantrag/ Härtefallregelungen : Für Hörbehinderte sind u.a. für die Zulassung zum Studium, Wartezeiten, Wohnraumbeschaffung sowie Prüfungs-Umstände (z.B. Prüfungszeitverlängerung, auch beim Abitur oder bei Meisterprüfungen) - Härtefallregelungen auf Antrag möglich; siehe z.B www.studentenwerke.de/main/default.asp?id=06100    und   uni-essen.de/Studieren_mit_Behinderung und uni-duesseldorf/BehBeauftr.  Entsprechende Regelungen bei Schülern siehe auch unter Nachteilsausgleich.

Hammer: Im Mittelohr das mit dem Trommelfell verbundene Gehörknöchelchen

Handy für SH Telefonieren/ Mobiltelefone

HandyMic: MicroLink-Anlage

Hannoversche Cochlear-Implant-Gesellschaft

Hansaton-Hörgeräte

Hauptfürsorgestelle :  Früher für Behinderte die Anlaufstelle für Beratung und Hilfe; nach dem neuen SBG werden diese Aufgaben jetzt für Berufstätige vom Integrationsamt wahr genommen.

Hauptsprachbereich: Frequenz- und Dynamikbereich, in dem Sprache vorwiegend stattfindet. Innerhalb des Hörfeldes ist es ein annähernd Nieren- oder Bananen-förmiger Bereich (= Sprachniere/Sprachbanane).Siehe   www.dhi-online.de/DhiNeu/12_Fachtec/FtHgTec/01_AufgabenHg/Fthgtec_0101.html  

HCIG  

HdO- Geräte: Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (engl. BTE= Behind the Ear), Hörgeräte, Bauarten

Heilmittel- und Hilfsmittel-Richtlinien für Hörhilfen zur Versorgung über die gesetzlichen Krankenkassen; Rechtsprechung siehe http://db1.rehadat.de/rehadat/Reha.KHS

Hereditäre Schwerhörigkeit = vererbte SH, Ursachen

Hertz: Einheit der Frequenz = Zahl der Schwingungen pro Sekunde, abgekürzt Hz, benannt nach dem Physiker Heinrich Hertz (1857-1892).

Hilfen/ Hilfsmittel für Schwerhörige sind

1. Das Hören verbessernde technische Hilfen: Hörsysteme wie Hörgeräte, Hörverstärker, BAHA, CI ;   Übertragungsanlagen wie Konferenzmikrophone, FM-Anlagen, Induktionsanlagen, Infrarotanlagen;  hörverbessernde Raumgestaltung

2. Das Hören ersetzende Hilfen:  „Sehen statt Hören" mit Gebärden, Bildtelefon, Lichtsignalanlagen; dazu gehört auch Schrift statt Sprache mit E-Mail, Fax, Schreibtelefon, Schriftdolmetschern,   Movie-Text-Decodern,   Fernseh-und Film-Untertiteln, Fernseh-Videotext. Ausserdem kann man   „Fühlen statt Hören“  z.B. mit dem Vibrationswecker und vibro-taktilen Hörhilfen . Dazu technische Einzelheiten und Preise bei Hörgeräte-Akustikern und im Fachhandel; über das Internet siehe www.hoerhelfer.de /  www.hoershop.com /  www.hgt.de / www.humantechnik.com / www.reha-com-tech.de   /   http://hoergeraete24.com   Hörhilfen-Finanzierung siehe unter Kostenträger; Weiteres unter www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/TECHNIK

Hilfsmittel-Richtlinien zur Verordnung von Hörhilfen: www.physio.de/zulassung/richtlinien_hoerhilfen.htm ; Rechtsprechung  zur Erstattung durch gesetzl. Krankenkassen/ Literatur / Beratung  : http://db1.rehadat.de/rehadat/Reha.KHS ; Hilfsmittelverzeichnis der Kr.kassen siehe rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS

Hilfsmittelverzeichnis der Ersatzkrankenkassen: www.vdak.de/hilfsmittelverzeichnis.htm

Hintergrundgeräusch Störgeräusch/ Störlärm

Hirnstamm-Implantat, auch Hirnstammprothese Bei Taubheit durch beidseitigen Ausfall des Hörnerven kann eine Hirnstammprothese implantiert werden. In diesen - seltenen - Fällen kann durch direkte Reizung von Hörnervenkernen im Hirnstamm (=ABI: Auditory Brainstem Implant ) oder Mittelhirn (AMI) mit Elektroden noch eine Hörempfindung vermittelt werden. Weiteres siehe www.nf2.de/index.php?goto=abi 

HNO-Kliniken/ Uni-kliniken -Adressen

Hochpassfilter im Hörgerät blenden tiefe Frequenzen aus, um bevorzugt die für die Sprachverständlichkeit notwendigen höheren Frequenzen zu übermitteln.

Hochtonschwerhörigkeit: Sonderfall der Schallempfindungsschwerhörigkeit, bei der vor allem der Hochtonbereich über 3000 Hz betroffen ist; behndert besonders die Sprachverständlichkeit.

Hochton-Steilabfall Steilabfall

Hörbahn und Hörzentren: Schema siehe www.almeda.de/almeda/roche/0,1086,15871,00.html

Hörbehinderung: Jede vorübergehende oder andauernde Einschränkung der Hörfähigkeit, von der leichten Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit.

Hörbereich: Frequenzbereich, der vom menschlichen Ohr wahrgenommen werden kann. Er liegt bei Guthörenden zwischen 16 Hz und 20 000 Hz – geht ausnahmsweise bei Kindern bis 30 000 Hz.

Hörbrillen/ Hörbügel: HdO-Geräte können an eine ständig getragene Brille gekoppelt werden. Mit der zunehmenden Hörgeräte-Miniaturisierung sind Hörbrillen heute kaum noch gefragt, zumal HdO-Geräte auch einfach mit Brillenadaptern am Brillenbügel befestigt werden können. Besonders in Verbindung mit Knochenleitungshörgeräten oder bei einer Cros-Versorgung ist eine Hörbrille oder ein Hörbügel jedoch vorteilhaft.

Hörempfindlichkeit: Das menschliche Gehör hat seine größte Empfindlichkeit im Frequenzbereich von 2000- 4000 Hz. Sehr hohe und sehr tiefe Töne sind schwerer wahrnehmbar. Die Lautheit der Sprache wird jedoch vorwiegend im Frequenzbereich unter 1000 Hz empfunden – hier werden auch die Vokale (= Selbstlaute wie a e i o u) gehört – während die Verständlichkeit der Sprache mehr durch die Konsonanten (= Mitlaute wie f k s t ) vermittelt wird, die im Frequenbereich von 2000-4000H gehört werden.

Hörempfindungs-Schwerhörigkeit:  =  Schallempfindungsschwerhörigkeit, auch Innenohrschwerhörigkeit

Hörempfindung bei Schwerhörigkeit, akust. Beispiele zur Demonstration für Gut-Hörende: Siehe www.german.hear-it.org/forside.dsp?forside=yes&area=244

Hören, verzerrtes siehe Pinboard 4079

Hörentwicklung bei Kindern: www.ci-centrum.de/Hoeren/Hoerentwicklung.pdf

Hörer im Hörgerät: Die Bezeichnung für die (winzigen) Lautsprecher; siehe unter Hörgeräte, Leistungsmerkmale

Hörermüdung: Im Gegensatz zur normalen Adaptation bedeutet eine Hörermüdung eine krankhafte rasche Absenkung des Hörvermögens bei einer andauernden Hörempfindung, z.B. eine Absenkung um 30 dB innerhalb einer Minute. Mit dem Schwellenschwundtest nach CARHARt kann man feststellen, ob eine echte Hörermüdung vorliegt durch eine Schädigung der Hörnerven.

Hörfeld/ Hörfläche des Menschen Der Wahrnehmungsbereich des Gehörs wird einerseits begrenzt von der niedrigsten und höchsten wahrnehmbaren Frequenz (ca. 16 Hz bis ca. 20 000 Hz, bei Kleinkindern bis 30 000 Hz), andererseits vom niedrigsten wahrzunehmenden bis zum höchsten verträglichen Schallpegel (0 bis ca. 130 dB). Zwischen diesen Grenzen liegt das „Hörfeld“ oder die „Hörfläche“, Darstellungen siehe www.dhi-online.de/DhiNeu/12_Fachtec/FtHgTec/01_AufgabenHg/Fthgtec_0101.html  und http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rfl%C3%A4che und http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/psychoak/vor.gif

Hoergeraete-Akustiker

Hörgeräte-Anpassung

Hörgeräte-Auswahl

Hörgeräte–Beratung, unabhängige: Per E-mail über das Hörgeräte-Kompetenzzentrum des DSB; siehe www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/HOERGERAETE/kteam.htm

Hörgeräte-Batterien

Hörgeräte-Bauformen und Design

Hörgeräte-Hersteller und Hörgeräte-Vergleich

Hörgeräte-Kostenträger

Hörgeräte-Leistungsmerkmale

Hörgeräte-Otoplastiken

Hörgeräte-Pflege

Hörgeräte-Preise

Hörgeräte-Reparnature

Hörgeräte-Versorgung

Hörgeräte-Zusatzausstattungen

Hörgeschädigte: Von einer chronischen Beeinträchtigung des Hörvermögens Betroffene

Hörgeschädigten-Vereine: Gehörlosen-Vereine siehe www.taubenschlag.de   und a.a.O. Schwerhörigen- Vereine/Vereinigungen und SH-Gruppen.

Hörhilfen/ Hörhilfsmittel Hilfen, Hilfsmittel, auch baukonstruktive Hörhilfen; siehe auch www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/ratgeber.asp?inhalt=1

Hörhilfen, Geschichte siehe www.aha-luebeck.de/index.php?module=pagesetter&func=viewpub&tid=2&pid=9

Hörhunde   Gehörlosenhund

Hörimplantate = implantierte Hörhilfen siehe unter BAHA, Cochlear Implant , Vibrant Soundbridge

Hörkapsel: siehe www.autec.de/index182.htm 

Hörkerzen: Alternative sehr fragwürdige Heilmethode, siehe www.htb.at/user/somo und Pinboard 4076

Hörkurve = Audiogramm: Die durch Verbindung der Hörschwellenwerte sich ergebende Kurve, das Tonschwellenaudiogramm (  Audiometrie). Zwischen ihr und der Kurve der Unbehaglichkeitsempfindungswerte liegt das "Hörfeld" oder "Resthörfeld". Die sich so darstellende restliche Dynamik („Restdynamik") ist die Grundlage für eine Hörgeräteanpassung. Problematische Formen ergeben sich z.B. bei einem Steilabfall der Hörkurve im Sprachbereich oder bei einem engen Restdynamikbereich. Beispiel siehe hoerzentrum-hannover.de

Hörnerv: Der Hörnerv (Nervus cochlearis) enthält etwa 20-30 000 Nervenfasern, welche die Sinnesempfindungen des Corti-Organs bioelektrisch an das Gehirn vermitteln. Er zieht durch einen Knochenkanal (Meatus acusticus internus) und erreicht als 8. Hirnnerv den Kleinhirnbrückenwinkel, wo er über die Brücke (Pons) in den Hirnstamm eintritt und die Cochlea-Kerne (Nuclei cochleares) erreicht. Diese vermitteln die Empfindungen weiter über die Hörbahn an das Hörzentrum im Gehirn. Die Schädigung bzw. Unterbrechung der Hörnerven ist z.B. durch Verletzung oder Tumordruck möglich und führt dann zu einer neuralen oder retrokochleären Hörschädigung.

Hörnerventest: Prüfung der Reizbarkeit der Sinnes-Nervenzellen der Hörschnecke und die Weiterleitung der Reize über den intakten Hörnerv. Diese kann  durch Reizimpulse über Mini-Elektroden am Promontorium erfolgen.

Hörorgan:  das Ohr, Anatomie und Physiologie: Siehe http://www.qeswhic.eu/downloads/letter02de.pdf

Hörphysiologie: Wissenschaft von den biologischen Vorgängen bei der Hörempfindung; dazu http://home.arcor.de/mfiedler/psychoakustik.html

Hörrest Resthoerigkeit

Hörrohr : Älteste Form einer Hörhilfe: Ein Schalltrichter, der in ein Rohr mündet, das den so gesammelten und verstärkten Schall ins Ohr leitet.

Hörschädigung/ Hörschaden : Allgemein jede andauernde, nicht nur akute Funktionsbeeinträchtigung des Hörsinns, von leichter Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit. Klassifizierung nach Graden siehe www.aaonline.dkf.de/bb/p339.htm

Hörschlauch : Hörgeräte-Otoplastik/ Schallschlauch

Hörschwelle : Die untere Empfindungsgrenze (= Hörschwelle) des menschlichen Gehörs liegt bei einer Frequenz von etwa 4000 Hz bei = 10[-15] Pascal. Weiteres unter  http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rschwelle 

Hörscreening      Kinder, hörgestörte, Früherkennung

Hörsprachschädigung : Defizite/Schäden des sprachlichen Ausdrucksvermögens wie des Sprechvermögens als Folge mangelhaften Hörens von Sprache wie auch fehlender Kontrolle des selbst Gesprochenen. Dazu kommt es – fast unvermeidlich – bei andauernder hochgradiger Schwerhörigkeit.

Hörspule Telefonspule

Hörsturz: Ein plötzlich auftretender Hörverlust auf einem Ohr, selten auf beiden Ohren, wobei die Innenohrfunktion gestört ist. Eine umgehende Konsultation eines HNO-Arztes ist anzuraten. Der Hörsturz wird meistens von Ohrgeräuschen ( Tinnitus), oft von einem Druckgefühl im Ohr und/oder von Schwindelgefühl begleitet. Der Schwindel vergeht gewöhnlich, der Tinnitus kann unter Umständen auch nach Wiederherstellung des Hörvermögens bestehen bleiben. Kinder unter 14 Jahren sind fast nie von einem Hörsturz betroffen Siehe www.medizinfo.de/ohren/innen/hoersturz.shtml

Hörsysteme : Alle Formen elektronischer Hörhilfen, u.a. Hörgeräte, Baha, Cochlea Implant (CI), Envoy und Vibrant Soundbridge

Hörtaktik → Kommunikationstaktik

Hörteste : Die Frage, ob überhaupt eine erhebliche Hörbeeinträchtigung besteht, beantworten die qualitativen Teste: siehe Hörscreening, Fragebogenteste, Telefonteste, Online-Hörteste. Um auch Art und Sitz der Schädigung festzustellen ist z.B. der Stimmgabeltest und die Hörweitenprüfung nützlich. Die Frage nach dem Ausmass des Hörverlustes beantworten quantitative Teste, siehe audiometrische Verfahren. Umfangreicher Überblick: www.biap.org/biapallemand/Rec23-1all.htm

Hörtraining :  Ein "Hörtraining" wird von Reha-Instituten, Audiotherapeuten und einigen Akustikern angeboten; meist umfasst es neben Mundablese-Übungen weitere Anweisungen und Übungen auf der Grundlage der individuellen Hörschädigung, sich auf besondere Hörsituationen einzustellen und Hörhilfen verschiedener Art auszunutzen. Das akustische Hörvermögen ist damit jedoch nicht zu verbessern.

Hörtraining nach Tomatis siehe www.neuropaediatrie.com/fileadmin/user_upload/pdfs/Tomatis_lang.pdf  und   www.dgpp.de/cons_tomat.pdf

Hörverlust, Anzeichen: Erste Hinweise auf einen erheblichen – Hörgeräte-bedürftigen - Hörverlust sind u.a.: Schwierigkeiten des Sprachverständnisses beim Telefonieren – etwa bei unvertrauten Namensangaben; außerdem in Räumen, in denen mehrere Personen gleichzeitig laut sprechen, auch bei Diskussionen, vor allem in größeren Räumen. Überhören von Vogelgezwitscher, Haustür-, Telefon- und Weckerklingeln, desTickens einer Uhr. Radio oder Fernseher werden – nach Meinung Guthörender - zu laut eingestellt. Häufiges Nachfragen beim Gesprächspartner.

Hörverlust, mittlerer: Der mittlere Hörverlust wird meistens bestimmt als Dezibel-Durchschnittswert der Hörschwellen-Messwerte bei  500, 1000 und 2000 Hertz, also im wichtigsten Sprachfrequenzbereich.

Hörverlust, prozentualer:  Bei Begutachtungen wird heute zur Beurteilung einer Hörschädigung vorwiegend der Hörverlust in Sprachaudiogrammen hinzugezogen, z.B. im Freiburger Sprachverständnistest. Der Hörverlust wird danach als Prozentwert angegeben.

Hörverstärker : Behelfsmäßige Hörhilfen, siehe www.test.de

Hörweitenprüfung: Bei der Hörweitenprüfung wird die Schallwahrnehmung geprüft, indem viersilbige Zahlen entweder geflüstert (zur Prüfung hoher Frequenzbereiche) oder (zur Prüfung mehr der tiefen Frequenzen) in Zimmerlautstärke aus verschiedener Entfernung gesprochen werden. Jedes Ohr wird einzeln geprüft und die Hörweite in Metern angegeben. Wird Flüstern aus 6-8 m verstanden, ist das Hörvermögen normal. Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit werden besonders die tiefen Tonlagen, bei einer Schallempfindungsschwerhörigkeit vorwiegend die höheren Frequenzbereiche schlechter gehört.

Hörwinkel: Das Verbindungsstück zwischen dem HdO-Gerät und dem Schallschlauch des Ohrpassstückes. Durch seine Krümmung hält sich das HdO-Hörgerät auf und hinter dem Ohr. Seinen Schallkanal kann man im Durchmesser und damit in seiner Resonanz verändern und auch mit Filtern und Dämpfungselementen (="Damping-Winkel") versehen.

Hörzentrum : Über die Hörnerven und die zentrale Hörbahn gelangen die Gehörsinnespotentiale zum Sprachverständniszentrum im Schläfenlappen (Wernickesches Hörzentrum). Im Grenzbereich Schläfen-Scheitellappen gibt es den Brocaschen Bereich, das Zentrum für Sprache und Artikulation. Eingehendes siehe www.biokurs.de/skripten/12/bs12-42.htm .

Hornschlauch: Trompetenförmige End-Erweiterung des in die Otoplastik eingezogenen Schallschlauchs ( Hörgeräte/Otoplastik). Eine Erweiterung von ca. 2 mm Innendurchmesser auf 3 mm (Bakke-Horn) oder 4 mm (Libby-Horn) verbessert die Wahrnehmung hoher Frequenzen;  dazu siehe  DHI-online  und  Otoplastik-Labor Müller

HSM-Satztest: Neuer deutscher Satztest zur Anpassung von Cochlear Implants und Hörgeräten, entwickelt von der Univ.-HNO-Klinik Würzburg. 630 verschiedene Sätze. Editiert auf CD.

Humantechnik (Hörhilfen)

Hund als Helfer für Gehörlose    Gehörlosenhund ; Hundesteuerbefreiung siehe www.haceige.de/component/option,com_joomlaboard/Itemid,68/func,view/catid,14/id,1737/#msg1741

Hyperakusis: Hyperakusis ist eine Schall-Überempfindlichkeit. Sie entsteht durch eine veränderte Verarbeitung der Höreindrücke im Gehirn. Das Innenohr ist dabei meist intakt. Eine HNO-ärztliche Behandlung mit Normalisierung ist möglich mit Geräuschgeneratoren. Auch Phonophobie kann eine Hyperakusis durch Veränderungen in der zentralen Hörverarbeitung bewirken - wie umgekehrt auch eine Hyperakusis eine Phonophobie. Ein Recruitment kann zusätzlich bestehen. Dabei besteht ebenfalls eine Lärm-Überempfindlichkeit, verursacht durch eine Innenohrschädigung. Hypoakusis: Schall-Unterempfindlichkeit, Schwerhörigkeit

Hz: Abk. für Hertz, die Einheit für die Frequenz, bezeichnet die Zahl der Schwingungen eines Tons pro Sekunde  

HZH: Hörzentrum Hannover

Identitätskrisen bei SH      psychosoziale Probleme. Literatur: Maryanne Becker : Hörverlust und Identitätskrise

IFD = Integrations-Fachdienst

IFHOH : International Federation of Hard of Hearing People; siehe   www.ifhoh.org

Impedanz : Widerstand/ Abschwächung/ Dämpfung

Impedanzaudiometrie/ Impedanzmessung: Messung der Schalldämpfung durch das Trommelfell, siehe www.krillke.de/html/untersuchungen.html Die Impedanzmessung am Cochlea-Implantat misst den Widerstand zwischen der gereizten Elektrode zu einer Referenzelektrode und damit den intracochleären Widerstand.

Implantat : In den Körper eingebrachtes (lat. plantatus = gepflanzt)  körperfremdes Material zum Ersatz körpereigener Gewebe oder Organe. Zu Hör-Implantaten  siehe  www.thieme-connect.de/ejournals/html/lro/doi/10.1055/s-2005-861131#N67428 und Cochleares Implantat (bei Funktionsausfall der Hör-Sinneszellen in der Schnecke) Cochlea-Implant (CI); extracochlear siehe www.elmic.de/elmic/develop/ohr.htm  und Hirnstamm-Implantat.

Implantierte Hörsysteme zur Schallübertragung siehe BAHA, Retrox-Hörsystem,  Vibrant Soundbridge, Envoy-System, Carina DACT, auch  www.thieme-connect.de/ejournals/html/lro/doi/10.1055/s-2005-861131#N67428

Impfungen schwerhöriger Kinder: www.gesundeskind.de/gsk/schutzimpf/schutzimpf_a_z.htm

Incus: (lat.) = Amboss; mittleres der 3 Gehörknöchelchen im Mittelohr

Induktion: Erzeugung einer elektrischen Spannung in einem Leiter durch Magnetfeldveränderungen

Induktionsanlagen / Induktive Höranlagen können weitgehend störschallfrei die von elektron. Geräten aufgenommenen Signale u.a. über Induktionsschleifen in ein mit einer Induktionsspule ausgestattetes Hörgerät übertragen; dazu siehe taubertundruhe/Flyer_Induktive_Hoeranlagen.pdf;  für Pkw siehe www.acs-akustik.at/newsletb.htm ; für den Hausgebrauch (z.B. zum Fernsehen) Bezug über Akustiker oder Internet (Hilfsmittel), u.a.. www.hoerhelfer.de/fernsehen-musik/induktionsanlagen  und Pinboard 5518: Induktionsanlagen im Hörsaal und http://floville.blogspot.com

Induktionskissen enthalten induktive Leiter und werden über Kabel mit Induktionsanlagen verbunden; zum induktiven Empfang kann man sie unter das Kopfkissen oder auf die Sitzfläche legen oder an einer Sitzlehne befestigen.

Induktionsplättchen (auch „T-Links“ oder „Ohrhaken“) werden z.B. für das induktive Hören über Telefonverstärker oder die Empfänger von Mikroportanlagen angeboten. Es sind platte Winkel in Form eines HdO-Gerätes, die man zusätzlich hinter dem Ohr platziert („an das Ohr hakt“ -  daher auch „Ohrhaken“ genannt).

Induktionsschleifen sind ringförmig um den Aufenthaltsort von Schwerhörigen installierte Kabel zur induktiven Signalübertragung, die an den Induktionsverstärker einer Induktionsanlage angeschlossen werden und sowohl größere Räume umschließen können wie auch als kleine Ringschleife, z.B. zum Gebrauch von Handys, um den Hals gelegt werden können.

Induktionsspule = Telefonspule, auch Telespule: In der Regel sind HdO-Geräte mit einer Induktionsspule versehen. Damit können die vom Telefonhörer von analogen Anschlüssen oder auch von speziellen induktiven Höranlagen ausgehenden Magnetfelder empfangen werden. Spezielle Telefonhörer mit stärkerer Induktion( Telefon) vermitteln einen lauteren und deutlicheren Höreindruck.

Informationsangebote für Schwerhörige siehe unter Internet, Literaturlisten, Ratgeber

Infrarotanlagen siehe  http://www.schwerhoerigen-netz.de/ratgeber/TECHNIK/PLANUNG/infrarot_anlagen.htm

Innenohr: Das Innenohr vermittelt die Empfindungen des Hörens und der Statik. Es wird wegen seiner komplizierten Gangstruktur auch Labyrinth genannt und ist in das Felsenbein eingebettet. Eingehendes über Anatomie und Funktion siehe medizinfo

Innenohrschwerhörigkeit , auch sensorineurale Schwerhörigkeit,  Schallempfindungsschwerhörigkeit

In-situ:  (lat.: am natürlichen Ort) ; etwa gleichbedeutend In-vivo (lat.: im Lebenden): Beispiel:  Eine In-situ-Messung des vom getragenen Hörgerät abgegebenen Schalls erfolgt mittels eines Sondenmikrofons unmittelbar vor dem Trommelfell.

Integrationsamt/ Integrationsfachdienste  Nach dem neuen Schwerbehindertengesetz hat das Integrationsamt seit dem 01.07. 2001 (davor war das Hauptfürsorgeamt zuständig) die Aufgabe, Schwerbehinderte (ab GdB 50 %- und nur diese! ) im Berufsleben zu unterstützen. Dies erfolgt durch Beratung, aber auch durch finanzielle Hilfen, z.B. für  besondere berufliche Hörhilfen, welche von der Krankenkasse oder sonstigen Kostenträgern nicht oder nicht vollständig bezahlt werden. Für teuere digitale Hörgeräte sind heute jedoch i.d.R. – bis auf Ausnahmen - allein die Krankenkassen zuständig. Anträge für weitere Hilfsmittel müssen vor der Beschaffung der Geräte gestellt werden und für den Beruf - und nur für den Beruf (!) -  notwendig sein – z.B. eine teuere Mikroportanlage. Sehr nützlich sind dabei Bescheinigungen des Arbeitgebers, wozu diese Hilfen im Beruf notwendig sind( z. B. für Telefonate, Information unter Arbeitskollegen, Gruppenbesprechungen, Fortbildungsveranstaltungen usw.); auch eine Testung des Gerätes sollte der Antragstellung vorausgehen mit dem Ergebnis, dass es sich als unverzichtbar erwiesen hat. Weiteres sowie Adressen siehe  www.integrationsaemter.de/webcom/show_article.php?wc_c=500&wc_id=1&wc_lkm=695   

International Federation of Hard of Hearing People siehe  www.ifhoh.org  

Internet-Informationen für SH gibt es unter  www.schwerhoerigen-netz.de und http://www.gut-hoeren.ch  und   www.hoeren-heute.de   und www.taubenschlag.de  und www.forumbesserhoeren.de  und für Eltern lautsprachlich erzogener Kinder Spektrum-hoeren  ; für Patienten und Eltern hör-, sprach- oder stimmgestörter Kinder http://www.dgpp.de ; zur Technik der Hörgeräte www.dhi-online.de und http://floville.blogspot.com .In englischer Sprache unter www.hearingloss.org  und  www.nchearingloss.org  und www.hohadvocates.org .

Internet-Foren für Schwerhörige:   www.schwerhoerigen-netz.de/PINBOARD   / für Eltern hörbehinderter Kinder: www.schwerhoerigenforum.de / besonders für Gehörlose:   www.taubenschlag.de/phpBB/index.php4 / für CI: www.haceige.de/component/option,com_fireboard/Itemid,90/  /   für CI-Kinder: www.kleine-lauscher.de / für sh Kinder in Regelschulen: sommercamp2004.de/spinnen/forum/index.php . Selbsthilfegruppen bieten ein Forum über www.hoer-werk.de 

Internet-homepages von SH - Betroffenen: www.ohrenseite.de //   www.typolis.de/hear   //  www.michael-gerber.de // www.moeller-art.de // Maryanne Becker// www.harle-auma.de // www.tinnitus-taube.de    

Interton-Hörgeräte

ITC-Hörgeräte: Hörgeräte-Bauformen

Kanal: Hörgeräte-Funktionselemente

Kernikterus: Durch übermäßige Gelbsucht des Neugeborenen (heute selten, da Vorbeugung möglich) verursachte Stammhirnschädigung (Bilirubinencephalopathie), führt u.a. auch zu zentraler Hörstörung

Kfz-Steuerermäßigung für schwerbehinderte SH, wahlweise statt Freifahrten, siehe Steuererklärung

KHz: Abkürzung für Kilo-Hertz = 1000 Hertz: Frequenz

Kinder, hörgestörte: Zur ersten Hilfe siehe schwerhoerigenforum  Übersicht kindliche periphere Hörstörungen siehe www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/049-010k.htm

Früherkennung   frühkindlicher Hörstörungen durch ein Hörscreening (engl. screen =Sieb): Suchtest/Siebtest für Neugeborene und Säuglinge zur Früherkennung einer Hörschädigung, welche notwendig ist, um das durchschnittliche Diagnose-Alter einer angeborenen – schon bei Geburt bestehenden - Schwerhörigkeit  vorzuverlegen. Ein bis zwei von Tausend Kindern werden mit einer Innenohrschwerhörigkeit geboren. Der günstigste Zeitpunkt bei reifen Neugeborenen für das Screening ist der 3. bis 4. Lebenstag. Zunehmend angewandt wird dabei die Ableitung von TEOAE (→ Otoakustische Emissionen) , auch wenn sie nur in etwa 83% (Angaben zwischen 67 und 99 %) der Fälle eine Entdeckung  der Hörstörung ergibt und in etwa 5 % auch falsch-positive Ergebnisse.   Ein positiver TEOAE-Ausfall darf daher Eltern noch nicht in völligerSicherheit wiegen, ein negativer Ausfall ist noch keine Diagnose, sondern nur die Verpflichtung zur besonderen Beobachtung des Kindes durch die Angehörigen und Fachärzte und zu weiteren Hörtesten, i.d.R. zunächst durch Überweisung testauffälliger Kinder von der Geburtsklinik oder vom Kinderarzt an eine pädaudiologische Spezialeinrichtung. Hier kann eine Schwerhörigkeit ausgeschlossen oder gesichert werden, um möglichst gegebenfalls vor Ablauf von 6 Monaten die Anpassung von Hörgeräten zu ermöglichen. Diese Altersgrenze wird oft angegeben als die, bei der noch ein ungestörter Spracherwerb möglich ist, sie ist jedoch umstritten. Weiteres siehe  Neugeborenenhoerscreening.de . Die

Frühversorgung frühkindlicher Innenohr-Hörstörungen (Schallempfindungsstörungen) ist operativ nicht möglich und sollte baldmöglichst durch Hörgeräte erfolgen oder bei Hörbehinderungen hohen Grades, wenn Hörgeräte zum Spracherwerb nicht ausreichen, mit einem Cochlea-Implantat.  Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte die Hörgeräteversorgung durch einen Pädakustiker vorgenommen werden.

Ursachen, Vorbeugung und Früherkennung  frühkindlicher Hörstörungen siehe auch kinderaerzte im netz   und www.hoeren-heute.de/kinder/kinder.htm; zu Auswirkungen auf die Sprachentwicklung  biap-Empfehlung 24-2; Untersuchungsmethoden bei Kindern siehe www.fb-hoersysteme.de/html/hoerpruefungen.html

Hörhilfen für Kinder und begleitende Förderung ihrer Entwicklung: www.ich-hoere.de/index.htm  und  www.schwerhoerigenforum.de ; betr. CI-Kinder www.kleine-lauscher.de und  www.ci-kids.de ; BIAP-Empfehlungen siehe biap-Empfehl. 25-1 . Weitere Links siehe Schulen und Klassenraumgestaltung. Zu Telefonierenlernen siehe Pinboard 4440.

Literatur: Diagnose hörgeschädigt. Weitere unter www.typolis.de/hear/buecher.htm#erziehung

Bilderbücher /Literatur für hörbehinderte Kinder: www.verlag-hk.de /Texte zum Vorlesen für schwerhörige Kinder www.sos-halberstadt

Internet-Forum für Eltern von Kindern mit Hörschaden: www.schwerhoerigenforum.de

Elternvereine/ Selbsthilfegruppen der Eltern hörgestörter Kinder siehe www.bundesgemeinschaft.de; regionale Vereine u.a. für Berlin , Bodensee/Oberschwaben , Dresden,  Hessen , Minden , Oberfranken , Rheinland , Stuttgart , Unna , in der Schweiz  http://www.svehk.ch , in Österreich www.elternundfreunde.at . CI-Kinder:  www.ci-kids.de und www.ci-kinder.org .und www.kleine-lauscher.de

Kindernetzwerk   Umfangreiche Datenbank mit Informationen über auch seltene chronische Erkrankungen, die u.a. mit Hörbehinderung einhergehen. 

Kineme:  Mit Mundabsehen absehbare Laute, z.B. M, F, O

Kinnbügelhörer zum Empfang von Radio- und Fernsehton  können bei  geringer bis mittlerer Schwerhörigkeit geeignet sein. Auch Infrarotsignale können mit Kinnbügelgeräten empfangen werden, wenn ein passender Sender an Fernsehgerät oder Radio angeschlossen wird.

Kirchen und Höranlagen: Siehe unter Raumgestaltung

Klang: Ein Schallreiz, bestehend aus mehreren Frequenzen; einem Grundton mit Obertönen (periodische Schwingung). Siehe dazu www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik32.htm

Klassenraumgestaltung für hörgeschädigte Kinder siehe taubertundruhe/klassenraumakustik.pdf

Knalltrauma ist eine Verletzung von Trommelfell, Mittelohr und/ oder des  Cortischen Organs durch Knallgeräusche, besonders von Feuerwaffen oder Knallkörpern; siehe hbo-freiburg  betr. Kinder siehe auch kinderaerzte im netz

Knochenhörer (auch Knochenleitungshörer) : Ein in Tonhöhe vibrierender Stift ( Vibrator), der zum Knochenleitungshören dient. Er überträgt den Schall in einer Form, die dem Schwingungsverhalten des menschlichen Schädels angepasst ist und muss dem Schädel eng ansitzen und an ihm andrücken. Dazu wird er meist mit einem Brillenbügel oder mit einem Klemmbügel an Hörgeräten befestigt; zur Knochenleitungsaudiometrie auf dem Knochenvorsprung hinter dem Ohr, dem "Warzenfortsatz". Auf diese Weise überbrückt der Schall das Mittelohr und gelangt direkt über den Knochen an das Innenohr. Eine noch bessere Knochenleitung, ohne Druck am Kopf, ist möglich durch ein BAHA .

Knochenleitungsaudiometrie   siehe unter Audiometrie

Knochenleitungshören ist dann angebracht, wenn die Schallleitung über Gehörgang und Mittelohr stark erschwert oder nicht möglich ist und umgangen werden muss. Das Cortische Organ wird mittels eines Knochenhörers direkt über die Schädelknochen mit Schallschwingungen angeregt. Eine noch bessere Knochenleitung (ohne Druck am Kopf) ist möglich durch ein BAHA .

Knochenleitungs-Telefon:  "Mirafone" von Humantechnik

Knochenverankerte Hörgeräte BAHA

Kochlea: (oder Cochlea) die Hörschnecke;  kochleär = der Hörschnecke zugeordnet

kombinierte Schwerhörigkeit: Mischform von Schalleitungs- und Schallempfindungsschwerhörigkeit.

Kommunikation: Verständigung untereinander, d.h. gegenseitig – z.B. mit Sprache, Gebärden, Mimik, Schrift, Zeichen.

Kommunikationshilfeverordnung siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/PRESSE/presse.asp?artikel=12

Kommunikationstaktik: Verhaltensweisen, die dem Schwerhörigen helfen, trotz seiner Hörbehinderung eine befriedigende Kommunikation zu erreichen, z.B. durch Mundabsehen, dazu bei Unterhaltungen das Aufsuchen einer ruhigen Umgebung und einer Licht-günstigen Sitzposition, auch durch das sichtbare Tragen von Hörgeräten, um den Gesprächspartner ständig an die Hör-Mühe zu erinnern. Falls dieser nicht geübt darin ist, sich mit dem Schwerhörigen zu unterhalten, sollte man zu Beginn einige Hinweise geben, etwa: „Bitte sprechen Sie zu mir in kurzen Sätzen, langsam und deutlich, aber nicht - oder nur etwas - lauter“. Oder das gezielte Nachfragen, wenn nur ein Teil des Satzes verstanden wird. Ein weiterer wesentlicher Teil des Verständnisses wird aus Gesprächsthema, Gestik und Mimik kombiniert. Weitere Tips siehe www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/KOMMUNIKATION   und   www.chs.ca/info/es/commtips.html (engl.)

Kommunikationstrainer: Veralteter, früher mehr benutzter Ausdruck für Audiotherapeut

Komplexe Signalverarbeitung: Die wichtigsten veränderlichen Einstellungen bei der Anpassung des Hörgerätes sind eine frequenzabhängige Verstärkung, eine frequenzabhängige Kompression, und eine frequenzabhängige Begrenzung der Verstärkung. Die Aufgabe des Hörgerätes ist damit in der Regel nicht eine einfache Verstärkung des Sprachsignals, sondern eine solche „komplexe Signalverarbeitung“.

Kompression : Bei Hörgeräten die Anpassung der Dynamik des Eingangssignals auf die Restdynamik des Hörgeschädigten. Eine solche Kompression ist oft unumgänglich, um eine laute Umgebung für den Hörgeräteträger erträglich zu machen. Weil aber leiser Schall dadurch erheblich mehr verstärkt wird, hört der Hg-träger auch Nebengeräusche oft ungewohnt und störend laut. Weil lauter Schall weniger verstärkt wird, verschmilzt er oft mit anderen lauten Umgebungsgeräuschen zu einem schwer verständlichen Klangbrei. Als Einstellungsprinzip einer Kompression gilt daher: So viel wie nötig und so wenig wie möglich, also noch erträglich. Die Alternative zu einer Kompression ist die lineare Verstärkung. Dazu Fachliches unter dhi-online.de/DhiNeu

Kompressionsverhältnis nennt man das Verhältnis der Dynamik des Eingangssignals (z.B. Sprache umfasst den Bereich von ca. 50-80 dB = 30 dB) zur Dynamik des Ausgangssignals (dieses kann z.B. einer Restdynamik von 10 dB angepasst sein). Bei einer Kompression von 30 auf 10 dB beträgt das Kompressionsverhältnis 30/10 = 3.

konduktive Schwerhörigkeit = Schallleitungsschwerhörigkeit

Konferenzmikrofon: Kleines omnidirektionales Tischmikrophon, das über ein Kabel oder FM-Funk mit dem Hörgerät verbunden wird.

Kopfhörer gibt es für Hörgeschädigte zum Anschluss an elektronische Geräte (Mikrofon/Radio/Fernsehgerät/Telefonverstärker), auch mit Lautstärkeregelung, zur Übertragung mit Kabel, über Funk oder Infrarotlicht. Beispiele siehe www.sennheiser.com   Zu „Kopfhörer und Hörgeräte – geht das“  siehe Pinboard 4072  zu „Kopfhörer und Telefon“ Pinboard 4490 und Pinboard 5054 und betr. Induktionsheadset Pibo 5779

Kostenträger für Hilfsmittel und berufliche Förderung: Für Hörgeräte übernehmen in Deutschland die Krankenkassen bei Vorlage einer HNO-ärztlichen Verordnung einen "Festbetrag". Kosten für Hörgerätebatterien werden nur für Kinder bis zum 18. Lebensjahr übernommen. Für Kinder, so lange sie noch die Schule besuchen, zahlt die Krankenkasse auch notwendige teurere Hilfsmittel (Mikroportanlagen, digitale HG).Technische Hilfsmittel sind sonst nicht im Heil- und Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen verzeichnet, doch kann in besonderen Fällen bei ärztlicher Bescheinigung der Notwendigkeit die Kostenübernahme durch die Krankenkassen auf der Grundlage mehrerer Urteile vom Bundessozialgericht erfolgen, siehe schwerhoerigen-netz.  Aktuelle Orts-spezifische Informationen erhält man auch vom Hörgeräte-Akustiker, bei örtlichen Beratungsstellen für Behinderte oder beim VdK.

Falls Berufsunfähigkeit aufgrund nicht vorhandener technischer Hilfen droht   und vorzeitige Berentung – besonders bei fortschreitender Hörbehinderung - kann  die Rentenversicherungskasse (z.B. die BfA/ LVA)  helfen.. Auch Reha-Kosten werden von dort übernommen. Voraussetzung ist jedoch, dass solche Berufstätige schon mindestens 15 Jahre sozialversichert tätig gewesen sind.

Als Berufstätiger mit anerkannter Schwerbehinderung wende man sich sonst für alle besonderen Hörhilfen, die im Beruf erforderlich sind,  an das örtlich zuständige Integrationsamt.

Bei Beamten kann die Beihilfe einspringen. Falls sich keine Behörde findet, welche die Restkosten trägt, kann man sie bei der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung eintragen. Das lohnt sich jedoch erst, wenn die Summe dieser- und evtl. noch anderer - Belastungen einen bestimmten (geringen) Prozentsatz des steuerpflichtigen Einkommens übersteigt.

Berechtigte Anträge auf Kostenerstattungen werden von Ämtern nicht selten abgelehnt. Betroffene dürfen sich damit nicht abfinden und sollten immer fristgerecht Widerspruch einlegen, notfalls die Begründung nachreichen, und dazu auch die o.g. Beratungsstellen in Anspruch nehmen. Begründungen sind mit Messergebnissen von Akustikern und/oder Attesten von Ärzten zu belegen.

Krankenkassen:  Hörgeschädigte interessiert vor allem das Verhalten der gesetzlichen Kassen als Kostenträger von Hörhilfen. Dafür gibt es allgemeinverbindliche Richtlinien, siehe www.physio.de/zulassung/richtlinien_hoerhilfen.htm   Es bleibt jedoch ein unterschiedlich ausgelegter Ermessens-Spielraum;  auch regional gibt es Unterschiede, auch je nach Sachbearbeiter -   selbst bei gleichen Kassen. Vor einem Wechsel der Kasse empfiehlt es sich somit, darüber Erkundigungen bei örtlichen Akustikern, HNO-Ärzten oder Schwerhörigen-Vereinen einzuholen. Siehe auch Kostenträger, Zuzahlungen. Private Krankenkassen erstatten Hörgerätekosten – je nach Vertrag – unterschiedlich. Bei Abschluss eines Vertrages bei schon bestehender Hörbehinderung müssen zur Erstattung, besonders von höherwertigen Hörgeräten,   i.d.R. erhebliche Zusatzbeiträge – Risikozuschläge - gezahlt werden. Dazu siehe Pinboard 5211

Kuppler nennt der Hörgeräte-Akustiker das zylinderförmige Verbindungsstück zwischen Hörgerät und Messmikrofon einer Messanlage, welches das Restvolumen zwischen Ohrpassstück und Trommelfell simuliert. Je nach Größe des Gehörgangs werden verschieden große, genormte Kuppler gebraucht..

Labyrinth = Innenohr mit Schnecke und Gleichgewichtsorgan; die Bezeichnung deutet auf die Labyrinth-artig komplizierte Gangstruktur

Lärm: Belästigender Schall; Lärmempfindlichkeit Hyperakusis;  Lärmarbeitsplatz Gehörschutz

Lärmschwerhörigkeit :   Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit, hervorgerufen durch längere und/oder wiederholte Einwirkung zu hoher Schalldrücke – z.B. am Arbeitsplatz oder in der Disco – gelegentlich auch durch eine kurze überstarke Schallwirkung ( Knalltrauma) – auf die Sinneszellen des Cortischen Organs. Hohe Töne schädigen diese dabei eher als tiefe; auch gibt es individuelle Unterschiede der Empfindlichkeit. Über Lärmschutz an Arbeitsplätzen siehe  www.biap.org/biapallemand/Rec09103all.htm . Die Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit; siehe dazu  Pinboard 5181,  zur Begutachtung für Berufsgenossenschaften siehe „Königsteiner Merkblatt“ unter http://arbmed.med.uni-rostock.de/bkvo/m2301.htm

Landau-Kleffner-Syndrom : Erkrankung bei Kindern mit Verlust des Sprachverständnisses, siehe www.anfallskind.de/108_.htm

Large Aquaeductus Syndrome siehe content.karger.com (englisch) und http://www.egms.de/static/de/meetings/dgpp2005/05dgpp040.shtml und http://www.egms.de/static/en/meetings/hnod2006/06hnod178.shtml

Lautdifferenzierung bezeichnet die Fähigkeit, Sprachlaute und Lautverbindungen sicher zu erkennen und zu unterscheiden. Klangähnliche Laute und Wörter werden bei mangelhafter Lautdifferenzierung häufig verwechselt.

Lautheit: Subjektive Lautstärkeempfindung, welche durch ein bestimmtes Schallsignal hervorgerufen wird. Vor allem die Stärke des niedrigen Frequenz-Anteils eines Schallsignals –   bis etwa 1000 Hz –  ist entscheidend für die Lautheitsempfindung. Gleiche Schalldruckpegel können bei verschieden hörenden Personen unterschiedliche Lautheiten hervorrufen.( Recruitment). Maß für die Lautheit  ist das Sone (von lat sonare = tönen/ rauschen). Die Lautheit  1 sone entspricht bei Guthörenden (!) etwa 40 dB. Diese 40 dB(A) hat man - willkürlich - zu 1 sone gesetzt, und davon ausgehend kann man bei Guthörenden die anzunehmende Lautheit aus den physikalischen Eigenschaften des Signals berechnen, da oberhalb von 40 dB(A) von diesen i.d.R. eine Steigerung um 10 dB als Verdoppelung empfunden wird; also 50 dB(A) zu 2 sone, 60 dB(A) zu 4 sone, 70 dB(A) zu 8 sone usw. Unterhalb von 40 dB(A) = 1 sone trifft diese Aussage nicht mehr zu, weil bei geringen Lautstärken das Ohr empfindlicher ist. Es genügen dann auch 5 oder sogar nur 3 dB Unterschied, um Schall halb bzw. doppelt so laut zu empfinden. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Lautheit

Lautheitsskalierung : Erfassung der individuellen Lautheits-Empfindung. Dabei werden dem Hörgeschädigten Testsignale (Rauschsignale, auch sprachähnliche Laute) verschiedener Schallpegel angeboten, welche von diesem in Kategorien einer Skala, z.B. als „sehr leise", "leise", "mittellaut", "laut", "sehr laut" und „unangenehm laut“   bewertet werden. So kann eine notwendige Dynamik-Kompression ermittelt und der Erfolg einer Hörgeräte-Anpassung überprüft werden. Siehe www.hoertech.de/cgi-bin/wPermission.cgi?file=/web/produkte/messverfahren/skalierung.shtml

Lautsprachebegleitende Gebärden (LBG) erleichtern eine Verständigung in der Lautsprache, indem sie das gesprochene Wort verdeutlichen. Es ist keine reine Gebärdensprache, denn die Lautsprache bleibt Grundlage der Verständigung. LBG-Kurse werden von ReHa-Einrichtungen angeboten.

Lautsprachlich Kommunizierende Hörgeschädigte Deutschland - e.V .

Lautsprachlich Kommunizierende Hörgeschädigte Schweiz  

Lautstärke:  siehe Schalldruck oder Schallpegel oder http://de.wikipedia.org/wiki/Lautst%C3%A4rke

Lautstärkentabelle – Laustärken im täglichen Leben – siehe www.dazugehoeren.com/lautstaerketabelle.html

LAV-Syndrom (enlarged vestibular aqueduct syndrome) Large Aquaeductus Syndrome

LBG: Abkürzung für Lautsprachebegleitende Gebärden

Lehrtätigkeit (Unterrichten) als schwerhöriger Lehrer siehe Pinboard 4682

Leimohr:   Siehe Paukenerguss und www.german.youth.hear-it.org/page.dsp?page=1856

Leuchtstoffröhren können elektromagnetisch auf Hörgeräte einwirken, besonders bei Benutzung einerTelefonspule. Der Hörgeräteträger hört dabei – oder empfindet nur dumpf und unangenehm – einen Brummton in der Wechselstromfrequenz von 50Hz .

Lexis FM-Anlagen

Libby-Horn:  Hornschlauch; www.otoplastik.de/Akustische_Ergaenzungen.htm

Lichtsignalanlagen helfen Hörgeschädigten, wichtige Umweltlaute wahr zu nehmen, etwa den Wecker, die Türklingel, das Telefon, das Babyweinen. Eine Anlage besteht heute in der Regel aus einem Sender, gekoppelt an einen Sensor für das zu hörende Signal, welcher in eine Strom-Steckdose gesteckt wird. Über das Stromnetz können dann über einen Empfänger (auch mehrere Empfänger) – ebenfalls in eine Steckdose gesteckt - überall in der Wohnung Lichtsignale – etwa Lichtblitze – empfangen werden. Bezug über Hörgeräte-Akustiker, weitere Adressen bei Hilfsmittel. Hersteller siehe www.humantechnik.com   und  www.hgt.de/lsa.htm . Lichtsignalanlagen werden im Hilfsmittelkatalog aufgeführt und bei attestierter Notwendigkeit von der Krankenkasse bezahlt. Bei Ablehnung der KK siehe www.gehoerlosen-bund.de/download/pdf/lichtsignalanlagen_03_05.pdf 

Lichtwecker: Blinklicht in Verbindung mit einem Wecker( Hilfsmittel) oder einer Zeitschaltuhr.

liga für Hoergeschaedigte e. V.

lineare Verarbeitung/Verstärkung : Verstärkung ohne Kompression. Damit verstärkt das Hörgerät die einkommenden Hörsignale proportional (leisen und lauten Schall in gleichem Maße) und unverzerrt, so weit nicht eine nötige Begrenzung –  in der Regel dann mit „Peak-Clipping“ - die sehr lauten Signale nur unvollkommen wiedergibt. Dies kann besonders bei geringeren Hörverlusten ein ausreichendes und gutes Verfahren sein.

lineare Hörkurve: Weitgehend geradlinig-waagerechte Hörkurve, wenn die Hörverluste aller Frequenzen im Sprachbereich in etwa gleichem Maße betroffen sind.

Links    Internet-Informationen für SH

Lippenablesen/ Lippenabsehen  Mundabsehen

Lisa-Anlage: Lichtsignalanlage, siehe www.humantechnik.com

Literatur/ Literaturlisten betr. Hörschädigung: siehe www.schwerhoerigen-netz.de/KULTUR/LITERATUR/BUECHER und www.typolis.de/hear/buecher.htm#komunikation 

Logopäde/ Logopädie : Heilberuf für Diagnostik und Behandlung   von Stimm-, Sprech-, Sprach- und Hörstörungen. Weiteres siehe Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl) , dort auch Adressen

Lormen: Tast-Alphabet; Verständigungsmittel fürTaubblinde; siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Lormen    

Lüscher-Test: Bestimmung des Unterscheidungsvermögens für Lautstärkenänderungen bei verschiedenen Frequenzen im Bereich von 10 dB oberhalb der individuellen Hörschwellen. Bei Recruitment werden Lautstärkeschwankungen verstärkt wahrgenommen, was Hinweise gibt auf den erforderrlichen Kompressionsfaktor bei der Hörgeräteanpassung.

Marburger Satzverständlichkeitstest: Ein Test mit phonetisch ausgewogenem Sprachmaterial zur Ermittlung des Diskriminationsverlustes und der Sprachverständlichkeitsschwelle.

Margarethe von Witzleben: Gründerin der deutschen Schwerhörigenbewegung, siehe www.witzleben-stiftung.de

Maskierung:  Ein Ton kann durch einen gleichzeitig zu hörenden lauteren Ton maskiert ( „verschleiert“, „verdeckt“,  „übertönt“) werden, so dass er nicht wahr genommen wird. Weiteres siehe www.german.hear-it.org/page.dsp?page=747

Masking (= Vertäubung) wird die Ausschaltung des Gegenohres zur isolierten Messung des Prüfohres genannt. Dabei wird das Gegenohr mit einem „weißen Rauschen“ so hoch belastet, dass der übergeleitete Teil des Prüfsignals unterschwellig bleibt;   Audiometrie    Dazu zu gebrauchte Rauschgeräte werden Masker genannt

Maßohrstück:   Hörgeräte-Otoplastiken

MdE: Minderung der Erwerbsfähigkeit; ein Begriff, der bei der Neufassung des SchwbG durch den Begriff Grad der Behinderung (GdB) ersetzt wurde

MDK:  Abk. für Medizinischer Dienst der Krankenkassen, trifft z.B. Entscheidungen bei Fragen betr. Zuzahlungen

Medikamente zur Behandlung einer Schwerhörigkeit können bei akuten Hörstörungen – etwa im Rahmen eines Hörsturzes, eines Paukenhöhlenergusses oder einer Mittelohrentzündung oder eines Morbus Meniere – oft erfolgreich vom Arzt verordnet werden. Durchblutungs-fördernde Mittel, Antiarteriosklerotika wie Cholesterinspiegelsenker, Vitamine und Hormone mögen einer Arteriosklerose, einem Vitamin- oder Hormonmangel wirksam begegnen, können in der Regel bei chronischer Schallempfindungsschwerhörigkeit aber keine Besserung bringen. Siehe auch www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/NEWS/POLYTAMIN

Medikamente, gehörschädliche: ototoxische Substanzen, tabell. Übersicht siehe http://www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/MEDIZIN/tabelle.htm

mel: Einheit der Tonheit; siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Tonheit

 

Meniere:   Morbus Meniere

 

Meningitis: Hirnhautentzündung, verursacht durch Bakterien oder Viren. Dabei entzünden sich oft auch die durch die Hirnhäute in das Gehirn eintretenden Kopfnerven,   u.a. die Hörnerven (= Neuritis) und das darunter liegende Gehirn (= Encephalitis), seltener auch das Innenohr, das über einen Endolymphgang mit der Hirnhaut in Kontakt steht. Umgekehrt kann – selten - auch eine Innenohrentzündung eine Hirnhautentzündung bewirken.

Eine bakterielle Meningitis wird heute im Frühstadium meist erfolgreich mit Antibiotika behandelt. Die frühe Diagnose ist dabei entscheidend. Keuchhusten-Bakterien bewirken i.d.R. keine Meningitis, sondern können Gehirn und Nerven fernwirkend über Gifte schädigen (= toxische Encephalopathie). Eine Virus-bedingte Hirnhaut- und Hirnentzündung (Meningo-encephalitis), z.B. bei Mumps oder Masern, kann bei Mitbefall von Innenohr oder Hörnerv zu vollständigerTaubheit führen, auch beidseitig. Zusätzliche Gleichgewichtsstörungen bestehen dabei oft nur vorübergehend.

Für eine Meningitis besteht bei CI-Trägern ein höheres Risiko (etwa 1 Fall auf Tausend Implantate), in einigen Fällen ausgehend von einer Mittelohrentzündung. Eine frühzeitige antibiotische Behandlung jeder Mittelohrentzündung ist daher wichtig. Gegen einige Erreger wie Pneumokokken und Hämophilus influenzae ist eine Impfung möglich. Weiteres zur Mengitisgefahr bei CI-Trägern siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/STELLUNG/meinung.asp?artikel=stellgn005 und  www.fda.gov/cdrh/safety/cochlear.html (engl.). Zu vorbeugenden Impfungen siehe aerzteblatt.de . Eine Meningitis beginnt meist mit Kopfschmerzen und Fieber, auch Apathie, Berührungs- und Lichtempfindlichkeit. Auch Krampfanfälle können auftreten. Der wichtigste Hinweis ist eine Nackensteife ("Meningismus"). Das Nicken nach vorn im Stehen oder Anheben des Kopfes aus der Rückenlage ist dann schmerzhaft – der Kopf wird daher ungewöhnlich steif - oft nach rückwärts gebeugt – gehalten. Auch eine ungewöhnliche und zunehmende Bewusstseinstrübung ist ein Hinweis.

Merkzeichen  siehe http://www.global-help.de/merkzeichen-abhaenige-nachteilsausgleiche/9-cm.shtml  RF Schwerbehindertenausweis; GL unter GL,

Messbox:  Eine Messbox benötigt der Hörgeräteakustiker, um die tatsächlichen akustischen Daten der Hörgeräte zu ermitteln. Sie werden dazu über genormte Kuppler mit der Messbox verbunden.  Zur Ausrüstung der Messbox gehört auch ein Rauschgenerator.

Messsonden dienen zur Vermessung des Schallfeldes vor dem Trommelfell mit und ohne Hörgerät. Das Messergebnis ermöglicht eine Bewertung des Ergebnisses einer Hörgeräteanpassung unter Einschluss der gesamten Schallzuführung vom Hörgerät über die Otoplastik.

MicroLink-System : FM-Anlage von Phonak mit handlichem Mikrophon + Sender. Der Sender (das „HandyMic“) kann der sprechenden Person umgehängt oder davor auf einen Tisch oder Pult gestellt werden, oder über ein Verbindungskabel an Fernseher/TV/HI-FI Anlagen/Telefonadapter angeschlossen werden Der kleine Empfänger in einem Audioschuh kann an die Hörgeräte mehrerer Hersteller (Phonak, Oticon, GN ReSound, Siemens, Unitron, Widex) gekoppelt werden. Dies ermöglicht eine bequeme und direkte und Störgeräusch-arme Übertragung. Siehe   www.phonak.com/microlink/start_d.htm  

Mikroport: FM-Anlage von Sennheiser siehe www.sennheiser.com/sennheiser/icm.nsf/root/products_audiology_mikroport

MIO modulare Im-Ohr-Hörgeräte (IO-Geräte)

Mittelohr, Anatomie und Funktion siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/mittelohr.htm

Mittelohrentzündung: Auftreten besonders im Kindesalter; verursacht durch aus dem Nasenrachenraum über die Eustachische Röhre aufsteigende bakterielle Infektionen. Verbunden mit pochendem Ohrenschmerz, Fieber, Schalleitungs-Schwerhörigkeit auf dem betr. Ohr, gelegentlich Ohrgeräuschen. Man sieht das Trommelfell gerötet, oft vorgewölbt durch einen serösen oder eitrigen Erguss in der Paukenhöhle. Gelegentlich Eiterentleerung nach Trommelfelldurchbruch; selten ist eine Trommelfelleinschnitt dazu nötig. Behandlung mit Schmerz- und Fiebermitteln, Antibiotika, Nasentropfen. Folgeschäden mit Schallleitungsschwerhörigkeit  in der Regel nur bei chronischer oder häufiger Entzündung. Siehe    kinderaerzteimnetz.de/bvkj/krankheit/show.php3?id=27&nodeid=60

Mittelohr-Implantate:   Tica und Vibrant-Soundbridge

Mittelohrmuskeln: Zwei kleine Muskeln im Mittelohr, der Trommelfellspanner (M. tensor tympani) und der Steigbügelmuskel (M. stapedius). Sie erhöhen oder verringern reflektorisch – je nach Stärke des Schallreizes – die Schallübertragung zum Innenohr und bewahren es damit weitgehend vor zu lauten Schallen. Siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/mittelohr3.htm

Mobiltelefon für Schwerhörige siehe Telefonieren, Mobiltelefone

Modulation: Bei grafischer Darstellung eines Sprachsignals erkennt man in der Abfolge von Worten, Silben und Phonemen in der einhüllenden Kurve eine zeitliche Struktur (= Modulation). Die Geschwindigkeit, mit der laute und leise Anteile aufeinander folgen, heißt Modulationsfrequenz.

monaural: einohrig; Gegensatz binaural

Mondini-Dysplasie (auch –Dysmorphie): Missbildung der Cochlea mit einem weiten → Aqueductus vestibuli, einem verplumpten →Vestibulum und einer Vereinigung der mittleren und oberen Schneckenwindung, somit nur einer einfachen bis anderthalbfachen basalen Schneckenwindung, verbunden mit Schwerhörigkeit bis Taubheit.

Morbus Meniere : Eine Erkrankung des Innenohrs, verbunden mit einer leichten Hörschädigung. Im Vordergrund der Beschwerden stehen Anfälle von starker Schwerhörigkeit, Drehschwindelgefühl, Brechreiz, sowie Druckgefühl und Ohrgeräuschen ( Tinnitus) des betroffenen Ohres. Die Anfälle treten in der Regel wiederholt auf, auch ohne zwischenzeitliche vollständige Erholung des Gehörs und das Gleichgewichtsorgans. Dazu siehe www.tinnitus-liga.de/morbus.htm   und   www.meniere.de und www.kimm-ev.de

Movietextdecoder : Bei Videos mit Untertiteln sind diese in der Regel beim Abspielen mit einem Videorekorder unsichtbar. Diese Untertitel können nur mit einem Videorecorder in Verbindung mit einem Movietextdecoder gesehen werden. Es gibt auch Videorekorder, in die ein Movietextdecoder integriert ist; siehe deaf-tv.de/videorecorder.htm . Videos mit „versteckten“ Untertiteln erkennt man an besonderen Zeichen auf dem Umschlag, dazu siehe deaf-tv.de/movietext.htm .

Mucotympanon: Schleimiger Paukenerguß

Mumps, eine Viruserkrankung, ist bei einer damit verbundenen Hirnhaut – und Gehirnentzündung nicht selten die Ursache einer Hörschädigung, auch erworbenen Taubheit. Deshalb ist eine Impfung der Kinder gegen Mumps wichtig.

Mundabsehen/ Mundablesen/ Lippenabsehen/ Lippenlesen: Viele Laute unserer Sprache können aus den Lippen- und Zungenbewegungen des Sprechenden erkannt werden, etwa die Laute M, L und O (sogen. „Kineme“)     andere, wie G, K und R, kann man dagegen nicht absehen. Unter günstigen Umständen lassen sich etwa 30% der Sprachlaute vom Munde absehen. Auch aus der Abfolge von Lauten ergeben sich typische Mundbildfolgen, die oft benutzte Worte oder Satzteile kombinieren lassen, wie etwa „Guten Tag“ (dies natürlich auch noch erleichtert durch eine Begrüßungssituation). Schon früh und länger hörbehinderte oder allmählich schwerhörig gewordene besitzen durch langjähriges Training im Alltag im Mundabsehen meistens schon weit gehende Fertigkeiten. Besonders für spät und kurzfristig schwerhörig gewordene oder Ertaubte lohnen sich aber Absehkurse, wie sie von Audiotherapeuten, SH-Vereinen und Reha-Einrichtungen angeboten werden. Zur Absehtaktik gehört, den Sprechpartner möglichst in der Nähe, von vorn und bei guter Beleuchtung im Blick zu haben – ihn stets „ins rechte Licht zu setzen“.  Das Mundabsehen erleichtert besonders die Unterhaltung mit Partnern, die deutlich artikuliert und langsam sprechen; schwer ist dagegen das Absehen bei einem Gegenüber mit Bart, auch von schnell und undeutlich oder sogar nuschelnden Sprechern oder solchen, die übertrieben laut sprechen oder übertrieben artikulieren und damit ein verzerrtes Mundbild bieten. Der Sprecher sollte nicht nur langsam und deutlich, sondern auch in kurzen und einfachen Sätzen sprechen, also keine Schachtelsätze verwenden, sich auf die wesentlichen Aussagen beschränken und nicht vom Thema abschweifen und dabei selten benutzte und Fremdwörter vermeiden. Auch eindeutige Mimik und Gestik erleichtert das Verständnis. Siehe auch www.typolis.de/hear/lippenablesen.htm und www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/WER_NICHT_HOEREN_KANN

Musik hören/ ausüben bei SH siehe taubertundruhe/wielautsollmusiksein.pdf

Mutationen des menschlichen Genoms verursachen eine erbliche Schwerhörigkeit. Alter des Auftretens, Progredienz und Grad der SH können dabei variieren. Dazu siehe  chemgapedia

Nachhallzeit   ist die Zeit in Sekunden, in welcher der Schallpegel eines diffusen Schallfeldes nach Unterbrechung der Energiezufuhr um 60 dB abnimmt. In Audiometrieräumen sollte die Nachhallzeit unter 0,8 Sekunden liegen; in Räumen mit Orchestermusik zum Vergleich bei 2 - 3 Sekunden. Dazu siehe www.hunecke.de/german/infoline/nachhallzeit.htm

Nachteilsausgleich fuer hoergeschaedigte Schueler  ; betr. Studium siehe auch Härtefallregelungen.

Nebengeräusche   Störgeräusche

Neugeborenen-Hörscreening  siehe    Kinder, hörgestörte, Früherkennung

Neurale ( = retrokochleare) Hörstörungen sind bedingt durch Funktionsstörungen der Hörnerven, auch der Hörzentren des Gehirns. Sie führen oft zu schneller Hörermüdung. Im Gegensatz zu cochlearen Schallempfindungsstörungen besteht dabei meistens eine erhöhte Unbehaglichkeitsschwelle und kein Recruitment. Siehe auch  www.dazugehoeren.com/neuraler.html

Neurofibromatose siehe www.neurofibromatose.com ; Selbsthilfegruppe für Neurofibromatose Typ 2-Betroffene: www.nf2.de

Noiser:  = Rauschgeräte

Notfälle/ Notrufnummern bei Hörbehinderung, siehe www.notfall-telefax112.de  und  www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/SERVICE/NOTRUFE ;

Notfall-Ratgeber für Helfer siehe   taubertundruhe/ ratgeber_fuer_rettungskraefte.pdf

NRT (Neural Response Telemetrie): Eine Elektrocochleographie (→ ERA) mit dem Cochlea-Implantat: Eine Elektrode des Implantats wird dabei zur Reizung benutzt, eine andere zur Messung der Reaktion der Hörnervenganglienzellen.

Nutzschall: Nutzschall soll oder will der Hörende hören und nutzen – z.B. Sprache oder Musik. Neben dem Nutzschall ist immer auch Störschall vorhanden – etwa das Umgebungsgeräusch, das Eigenrauschen des Hörgeräts, das Echo des Raumes (Nachhall). Sehr störend sind mehrere gleichzeitige Sprecher, Verkehrs- oder Maschinenlärm. Für die Verständlichkeit ist ein deutliches Überwiegen der Lautstärke des Nutzschalls im Vergleich mit dem Störschall entscheidend wichtig, besonders für den Hörbehinderten.

OAE Otoakustische Emissionen

Obertöne sind ganzzahlige Vielfache eines Grundtones. Sie formen mit dem Grundton den  Klang eines Tones.

Oesterreichischer Bund für Schwerhörige, Spätertaubte, Tinnitus-Betroffene und Sprachbehinderte (ÖSB)

offene Anpassung/ Versorgung  siehe Hoergeräte-Otoplastiken

Ohr : Am Ohr, dem Hörorgan des Menschen, unterscheiden wir das Aussenohr oder äußere Ohr, das der Schallaufnahme dient, das Mittelohr, das die Schallschwingungen für das Innenohr zubereitet, und das Innenohr für die Schallempfindung und Lage-Empfindung. Anatomie, Physiologie und Pathologie:  www.lehn-acad.net/downloads/letter02de.pdf.

Ohrabdruck: siehe unter Hoergeräte-Otoplastiken

Ohrekzem: Entzündliche, juckende Erkrankung der Haut des äußeren Ohres, auch Gehörgangs ( Gehörgangsentzündung), begünstigt durch Feuchtigkeit, mechanische Reizungen (z.B. durch ein Ohrpassstück) und Allergene (z.B. durch Shampoo, Haarspray, Ohrringe, Brillenbügel, Hörgerät, Ohrpassstück oder deren Reinigungsmittel).

Ohrenfluss/ Ohrenlaufen (=Otorrhoe): Seröse, blutige oder eitrige Absonderung aus dem Gehörgang bei Gehörgangsentzündungen, auch nach geöffnetem (geplatztem/ perforiertem)Trommelfell bei Mittelohrentzündungen mit Paukenergüssen.

Ohrenschmalz, auch Cerumen oder Zerumen, bildet im Gehörgang einen natürlichen Schutzfilm. Bei vermehrter Absonderung auch Bildung von Ohrenschmalzpfröpfen, Ceruminalpfropf

Ohrenspiegelung = Otoskopie: Siehe www.netdoktor.de/Ratschlaege/Untersuchungen/otoskopie.htm

Ohrfurunkel siehe www.medizinfo.de/ohren/aussen/ohrfurunkel.shtml

Ohrhaken Induktionsplättchen

Ohrkerzen: Alternative fragwürdige Heilmethode, siehe www.htb.at/user/somo und http://de.wikipedia.org/wiki/Ohrkerzen  und Pinboard 4076

Ohrpassstück:   siehe Hoergeräte-Otoplastiken

Ohrtrompete: Eustachische Röhre

Oldenburger Kinder- Reimtest: Siehe www.hoertech.de

Omnidirektional werden Mikrofone mit gleicher Empfindlichkeit aus allen Einfallsrichtungen des Schalls genannt

Online-Beratung ON_BID für Schwerhörige

On-line-Hörteste siehe unter www.fgh-besserhoeren.de und www.forumbesserhoeren.de/index.php

Optische Rufsysteme Lichtsignalanlagen

OSPL: (Output Sound Pressure Level) : Ausgangs-Schalldruck des Hörgerätes

Otalgie: Ohrenschmerz

Oticon-Hörgeräte

Otitis externa: Entzündung des äußeren Ohres, siehe  www.medizinfo.de/ohren/aussen/otitis_externa.shtml

Otitis media Mittelohrentzündung

Otoakustische Emissionen (OAE): Sehr leise Töne, die vom Innenohr erzeugt werden und im Gehörgang von empfindlichen Mikrofonen aufgenommen werden können. Spontane OAE ( SOAE) lassen sich bei etwa der Hälfte der gut Hörenden nachweisen. Fast immer lassen sie sich bei gut Hörenden - auch schon bei Neugeborenen - durch einen kurzen Hörreiz (Click) als "Transitorisch Evozierte Oto-Akustische Emissionen" – (TEOAE) - hervorrufen und nachweisen. Voraussetzung ist ein normal funktionierendes, belüftetes Mittelohr, was durch ein Tympanogramm vorher nachgewiesen werden muss. Bei einer Schallempfindungsschwerhörigkeit  ab etwa 30 db sind TEOAE nicht mehr zu registrieren. Damit ist schon die Diagnose einer zumindest leicht- bis mittelgradigen Schwerhörigkeit sehr wahrscheinlich, was dann weitergehende audiometrische Prüfungen (z.B. eine ERA) erforderlich macht.

Otologie: Ohrenheilkunde

Otomykose : Infektion des äußeren Gehörgangs durch Pilze, oft begünstigt durch lokale antibiotische Behandlung, auch durch Feuchtigkeit (u.a. durch häufiges Baden; fehlender Belüftung wegen eines Ohrpassstückes). Ärztliche Behandlung mit antimykotischen Salben.

Otoplastik = Ohrpassstück = Ohrmaßstück: Siehe auch   Hoergeraete-Otoplastiken

Otorrhoe =  Ohrenfluß

Otosklerose: Verhärtung der Gehörknöchelchenkette, mit Immobilität der Steigbügelplatte; siehe www.medizinfo.de/ohren/mitte/otosklerose.shtml

Otoskop: Lupenleuchte zur Betrachtung des Gehörgangs und Trommelfells durch auswechselbare Ohrentrichter verschiedener Größe

Otoskopie : Ohrenspiegelung, siehe www.netdoktor.de/Ratschlaege/Untersuchungen/otoskopie.htm

Ototoxische Substanzen sind Stoffe, die das Gehör - vor allem das Innenohr - schädigen können - auch schon im Mutterleib (pränatal). Dazu gehören viele Aminoglykosid-Antibiotika (z.B. Gentamicin, Neomycin, Streptomycin, Tobramycin); Chinin, Salicylsäure (u.a. Aspirin); Etacrynsäure und Furosemid (Entwässerungsmittel), Zytostatica, Cisplatin, Anilin, Arsen, Benzol, Bakterientoxine (z.B. bei Keuchhusten), Quecksilber- und Bleiverbindungen. Umstritten ist eine schädigende Wirkung von Hormonen, z.B. von Oestrogen. Zu ototoxischen Medikamenten siehe http://flexicon.doccheck.com/Ototoxische_Medikamente?PHPSESSID=1fcd9ef5d7714d1a3  und www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/ratg.asp?inhalt=MEDIZIN/medikamente

Ovales Fenster: Verbindungs-Fenster/ -Öffnung vom Mittelohr zum Innenohr, Ansatzstelle der Steigbügelplatte

Pädakustiker: Hörgeräte-Akustikermeister mit spezieller Weiterbildung/Qualifzierung für die Versorgung von Kindern mit Hörsystemen

Pädaudiologie die Audiologie des Kindesalters

Paracentese: Trommelfelleinschnitt zur Entlastung der Paukenhöhle, auch Absaugen eines Paukenergusses

Parakusis: Falsche Hörwahrnehmung, z.B. Diplakusis (Doppelthören) oder Parakusis loci (Schall wird aus falscher Richtung gehört)

Passstück: Siehe Hoergeräte-Otoplastiken

Paukenerguss: Die sonst belüftete Paukenhöhle ganz oder teilweise ausfüllender seröser („Serotympanon“) Erguss, der bei längerem Bestehen auch schleimig („Mucotympanon“, auch „Leimohr“) oder – bei bakterieller Entzündung – auch eitrig sein kann (Pyotympanon). Ein Erguss bewirkt eine Schallleitungsschwerhörigkeit von ca. 20-30 dB des betroffenen Ohres. Verursacht wird er akut meist durch virale („Mittelohrkatarrh“) und/oder bakterielle Mittelohrentzündungen, länger dauernd besonders bei Kleinkindern u.a. durch Verschluss der Eustachischen Röhre durch Wucherungen ( Adenoide) im Rachenraum. Abhilfe u.a. durch Entfernen der Wucherungen (Adenotomie) und/ oder Einsetzen eines Belüftungsröhrchens in das Trommelfell ( Paukenröhrcheneinlage)

Paukenhöhle: Über die Eustachische Röhre belüfteter, mit Schleimhaut ausgekleideter, spaltförmiger Raum für das Mittelohr im Felsenbein. Sein Luft-Inhalt, das Paukenvolumen, beträgt etwa 1 Kubikzentimeter.

Paukenröhrcheneinlage: Einlage eines kleinen Röhrchens aus Kunststoff, Gold oder Platin zur „Paukendränage“ in eine Trommelfelleröffnung, um eine andauernde Belüftung des Mittelohres zu erreichen und den meist schnellen, spontanen Verschluss des Trommelfells zu verhindern. Angezeigt vor allem bei sich wiederholenden langdauernden beidseitigen Paukenergüssen und deutlichen Sprachentwicklungsverzögerungen bei Kleinkindern, auch bei drohenden Innenohrschäden, oft zusammen mit einer Entfernung von adenoiden Wucherungen.

Paukenvolumen   Paukenhöhle

Peak-Clipping (PC) : Hörgeräte, Signalverarbeitung: Die Begrenzung der Lautstärkespitzen des Ausgangssignals bei Hörgeräten durch Abschneiden ("clipping") zu hoher Pegelspitzen. Es werden z.B. bei einer Sinus-Schwingung bzw. -kurve die Spitzen abgeschnitten. Damit wird das Signal in der Form verändert, was zu einer deutlichen Verzerrung des Höreindrucks führen kann. Bei einer Kompression mittels AGC wird dagegen das Signal im Ganzen verkleinert (zusammengedrückt) und die Form des Signals bleibt bestehen.

Pendred-Syndrom: Angeborene hochgradige Hörstörung in Verbindung mit Schilddrüsenauffälligkeiten mit gestörtem Iodidstoffwechsel. Bei 85% dieser Patienten zusätzlich Innenohrmissbildungen, häufig auch die  → Mondini-Dysmorphie.

Perilymphe:  Perilymphe ist die Flüssigkeit, welche Scala vestibuli und die Scala tympani – die beiden äußeren Lymphgänge der Schnecke ( Cochlea) – ausfüllt. Ihre Zusammensetzung entspricht weitgehend der Hirnflüssigkeit. Siehe auch Endolymphe. Eine Perilymphfistel ist ein Perilymph-Leck vom Innenohr ins Mittelohr über ein undichtes Innenohrfenster.

Perzeption :  1. Phase der akustischen Wahrnehmung, die noch nicht ins Bewusstsein gedrungen ist. Perzeptionsschwerhörigkeit: Selten benutzter Ausdruck für eine Schallempfindungsschwerhörigkeit.

Pfeifen des Hörgerätes wird verursacht durch Rückkopplung

Pferdefreundin, hörbehinderte: siehe www.horse-and-westernfriends.com

Phon ist die Einheit der physikalischen Lautheitsbewertung. Bei der Tonhöhe von 1000 Hz decken sich Phon und dB(SPL). Meßgeräte für Lärmmessungen, etwa an einer Straße, messen die physikalische Größe, also den Schalldruckpegel SPL. Um auf Gesundheitsbelastungen schließen zu können, müssen die Werte durch Akustik-Filter in ein Empfindungsmaß umgerechnet werden; siehe Dezibel. Die dB(A)-Skala ist an die Phon-Skala angelehnt. Dazu siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Phon_%28Akustik%29

Phonak-Hörgeräte

Phoneme: Die Schallenergie beschränkt sich bei Vokalen auf charakteristische Frequenz-Bänder, Phoneme genannt. Der Klang der Vokale – die wesentlichen Sprachlaute – unterscheiden sich jedoch in unterschiedlichen Sprachen – auch in Dialekten derselben Sprache -  erheblich. Beim Erlernen einer Sprache müssen die besonderen Phoneme zunächst gut gehört werden, um sie richtig wieder hervorbringen zu können. Kinder hören und lernen Phoneme der Muttersprache im frühen Lebensabschnitt sehr gut – in fortschreitendem Alter – und besonders bei Schwerhörigkeit – wird es erheblich schwerer. Auch wegen der Festigung der Muttersprach-Phoneme werden von älteren Menschen Fremdsprachen kaum noch akzentfrei erlernt.

Phoniatrie: Medizinischer Fachbereich für Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen. Phoniatrie und Pädaudiologie ist ein selbständiges medizinisches Wissens- und Forschungsgebiet. Es umfasst die Diagnose und Behandlung kindlicher Hörstörungen, Störungen der Sprachentwicklung, Sprachmotorik und Lautbildung, der Redefluß-, Sprech-, Sprach- und Stimmstörungen; weiteres siehe www.dgpp.de/clin.htm

Phonophobie : Furcht vor bestimmten Geräuschen, etwa Umweltgeräuschen wie z.B. Verkehrslärm, Türknallen, Luftballon-Reibungsknirschen,   oder Stimmen. Diese Geräusche haben in der Regel keine unverträgliche Lautstärke. Bestimmte komplexe Geräusche erzeugen ein Unbehagen, hingegen werden andere Geräusche selbst bei weit höheren Lautstärken vertragen. Eine Phonophobie kann durch Veränderung der zentralen Hörverarbeitung zu Hyperakusis führen. Umgekehrt kann auch Hyperakusis zu Phonophobie führen. Ein Recruitment kann zusätzlich bestehen.

Postimplantationsmeningitis: Meningitis nach der Implantation bei CI-Trägern: Eingehendes siehe Meningitis

Polypen im Nasen-Rachenraum: volkstümliche (unwissenschaftliche) Bezeichnung für vergrößerte Rachenmandeln (Adenoide)

Postlinguale Schwerhörigkeit (lat. post = nach; lingua = Zunge / Sprache) oder Ertaubung: Nach dem Spracherwerb erworbene SH/GL (= Spätschwerhörigkeit bzw. Spätertaubung); Gegenteil praelinguale SH/GL (Früh-SH bzw. Frühertaubung). Grenze bei 3-5 Jahren.

Potentiometer (Poti): Lautstärkeregler; am Hörgerät zur Handhabung durch den Hörgeräteträger, abgekürzt auch „Poti“ genannt

Power-Hörgeräte: umgangssprachlich die Hörgeräte mit größter Verstärkung, die an Taubheit grenzend Sh noch nutzen können.

Praelinguale (lat. prae = vorher; lingua = Zunge / Sprache) Schwerhörigkeit oder Ertaubung: Schon vor Erwerb der Sprache bestehende/ erworbene Schwerhörigkeit oder Taubheit( auch: Frühschwerhörigkeit/ Frühertaubung); Gegenteil: postlingual

Presbyakusis:   Altersschwerhörigkeit

progrediente Schwerhörigkeit = Fortschreitende Schwerhörigkeit. Besonders bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit gibt es eine Progredienz (ein Fortschreiten) in der Regel bei der Altersschwerhörigkeit und den erblichen und Syndrom-bedingten Formen. Das Fortschreiten kann sehr langsam über Jahrzehnte erfolgen, aber auch in wenigen Jahren bis zur Ertaubung gehen. Eine Verhinderung des Fortschreitens – im Sinne einer Therapie – gibt es bei den o.a. Formen bisher nicht, allenfalls lassen sich zusätzliche ototoxische oder Lärm-Schäden vermeiden. Nicht progredient sind in der Regel durch Verletzungen erworbene Hörschäden, etwa durch ein Knalltrauma oder eine Infektion. Aber auch bei diesen ist mit der hinzukommenden Altersschwerhörigkeit eine leichte Progredienz unvermeidlich.

Promontorium (lat.= Vorgebirge): Rundlicher Vorsprung der Paukenhöhlenwand – hervorgerufen durch die basale Schneckenwindung - zwischen ovalem und rundem Fenster.

Promontoriumstest :    Hörnerventest.

Prophylaxe:  Vorbeugung einer Schwerhörigkeit

Prüfungen , besondere Rechte von SH bei: Siehe Härtefallregelungen und Nachteilsausgleich bei SH

Psychoakustik:  Forschungsrichtung der Psychophysik, welche die Zusammenhänge zwischen den physikalischen Eigenschaften eines Schallsignals und den damit hervorgerufenen Hörempfindungen untersucht. Siehe z.B. http://home.arcor.de/mfiedler/psychoakustik.html  und  www.infodrom.north.de/~muh/Dokumente/Psychologie/Hoeren/hoeren.html  und  http://de.wikipedia.org/wiki/Psychoakustik   und http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/psychoak/vor.gif

Psychophysik : Forschungsbereich, der die Reaktionen der Sinnesorgane auf physikalische Reize untersucht. Auf das Hörorgan bezogen, spricht man von Psychoakustik.

psychosoziale Probleme  sind bei Hörgeschädigten häufig und oft schwerwiegend. Die zwischenmenschliche Kommunikationsstörung bewirkt oft erhebliche soziale Beziehungsstörungen.   Weiteres siehe  http://www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/MEDIZIN/auswirkung.htm   und  www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/hoeren.html und www.schwerhoerigenseelsorge.de/Dokumente/ReferateClaussen/PsychosozialeLeidenText.doc

Publikationen  Literatur betr. Hörschäden

Ratgeber für Hörbehinderte: Sehr hilfreich sind die DSB- Ratgeber-Broschüren   und die  Beratungsstellen für Hörbehinderte, Übersicht nach Bundesländern. Siehe auch unter Literatur

Ratschläge für den Umgang Guthörender mit Schwerhörigen: Siehe www.typolis.de/hear/umgang.htm   // www.mmbg.de/PRESSE/SA02_02/aktuell_03.html

Räumliches Hören vermittelt uns auch bei völliger Dunkelheit eine Vorstellung von der Größe eines Raumes, besonders durch den Nachhall; der verkürzte Nachhall aus einer Richtung lässt sogar ungefähr orten, wo sich eine Wand in der Nähe befindet. Weiteres siehe unter Richtungshören.

Rauchmelder,  gekoppelt mit der Lichtsignalanlage für SH: siehe  www.hgt.de

Raumgestaltung bei SH:  Auf die Wichtigkeit einer Schwerhörigen-gerechten („barrierefreien“) Raumakustik nicht nur in der Wohnung und Arbeitsstätte von Betroffenen, sondern auch in allen öffentlichen kommunikativen Einrichtungen kann nicht oft genug hingewiesen werden. Dazu siehe taubertundruhe/seniorenzentrum.pdf und  taubertundruhe/ Büroräume für Hörgeschädigte.pdf

In großen Räumen mit ihrem Hall und Hintergrundlärm ist die Verständigung für Hörbehinderte oft nur bei sehr nahem und direktem Sprechkontakt möglich. Auch Lautsprecher-Übertragungen sind in großen Räumen oder Hallen für die meisten Hörbehinderten schwer verständlich. Vor allem bei Vorträgen und Konferenzen können induktive Höranlagen, Infrarot-Anlagen oder FM-Anlagen (zur Funkübertragung) eine große Hilfe sein.

Auch mittelgroße und kleine Räume sollten möglichst wenig glatte und harte Oberflächen besitzen, von denen der Schall zurückgeworfen werden kann. Schallschluckende Holzfußböden, noch besser Teppichböden sind den mit Fliesen oder Marmor oder Kunststoff belegten Böden vorzuziehen. Dazu siehe  taubertundruhe/ teppichboden_besser_fuer_allergiker.pdf . Die Wände und Decken können vorteilhaft mit vielen Bildern, strukturierten Tapeten, Textilien oder Textiltapeten versehen sein. Auch Profilholzdecken und -wände sind nützlich. Vorhänge und Gardinen sind hilfreich, besonders vor größeren Fensterflächen. Auch Regale und Polstermöbel im Raum verhindern Hall-Effekte und schlucken Störlärm.  

Rauschgeneratoren/ - geräte (= Noiser oder Masker): Geräte, die ein sogenanntes „weisses Rauschen“ erzeugen, das jedoch wegen seiner Gleichmäßigkeit nicht als störend empfunden wird; sie werden zur Maskierung = Vertäubung des Gegenohres bei der Audiometrie gebraucht. Anwendung auch zur Überdeckung von Ohrgeräuschen bei Tinnitus mit  „physiologischem Rauschen“, dazu siehe  www.innenohr.de/deutsch/cd_info.html

Rechtsfragen bei Hörschäden : siehe www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/RECHT

Recruitment: Die äußeren Haarzellen des Innenohrs können geringen Schall verstärken und starken Schall dämpfen. So kann der gut Hörende wegen der schallverstärkenden Wirkung auch leise Töne wahrnehmen, und empfindet andererseits laute Geräusche nicht so schnell als sehr laut und unangenehm.  Die Schädigung oder der Ausfall dieser Sinneszellen bewirkt daher einerseits wegen Wegfalls der Verstärkung einen Hörverlust bei geringem Schall mit Anstieg der Hörschwelle, andererseits wegen des Wegfalls der Dämpfung bei starkem Schall, dass laute Töne schneller als laut und unbehaglich wahrgenommen werden. Der somit schnellere Lautheitsanstieg im verbliebenen Hörbereich zwischen der Hörschwelle und der Unbehaglichkeitsschwelle wird als „Lautheitsausgleich“ oder Recruitment (engl.,= Rekrutierung) bezeichnet.

Reflexion: Wichtige Eigenschaft des Schalles bei seiner Ausbreitung. Trifft der Schall auf Wände oder Gegenstände, wird er zum Teil geschluckt oder weitergeleitet, zum Teil auch reflektiert (zurückgeworfen) und kommt zeitverzögert zurück (Nachhall). Der Klang wird dadurch verändert. Daher ist die Raumakustik sehr abhängig vom Ausmaß, Bau und Einrichtung eines Raumes. Reflexionsarme Räume vermindern den Gesamt-Schallpegel und können Guthörenden das Hören erschweren, was man etwa bei Unterhaltungen im Freien merkt. Hörbehinderte können jedoch im Freien (ohne Verkehrslärm) und in Räumen mit wenig Nachhall wegen ihrer verminderten Fähigkeit zur Diskrimination sich erheblich besser verständigen.

Rehabilitation (Abk.„Reha“), Ratgeber als Download unter bma.bund.de ; Reha-Einrichtungen für Hörgeschädigte:  In Bad Berleburg baumrainklinik, in Bad Grönenbach/Allgäu klinik-am-stiftsberg , in Bad Nauheim 2007 CI-Seminar Kaiserberg.pdf   in Rendsburg hoergeschaedigt.de . Mutter-Kind-Kuren siehe www.gehoerlosenreha.de. Über diese Adressen erhält man über Email oder Telefon ausführliche Auskünfte; u.a. auch über ReHa-Kostenträger: In der Regel Rentenversicherungsträger (BfA, LVA), auch Beamten-Beihilfe. WeitereLinks siehe Institut Reha-Wiss.Berlin .  Antragsformulare (zum download) zu Reha-Maßnahmen: www.intakt.info

Reinton: „Reiner“ Ton nur einer Frequenz ohne Überlagerung mit anderen Frequenzen;   Reintonaudiometrie  Audiometrie

Rekruitment Recruitment

Reiseangebote für SH mit FM-Anlage

Rente wg. beruflicher Lärmschädigung: Zur Begutachtung siehe „Königsteiner Merkblatt“ unter http://arbmed.med.uni-rostock.de/bkvo/m2301.htm

Restdynamikbereich   Dynamik

Restgehör : Das zum Hören und zur Verstärkung mit einem Hörsystem noch nutzbare Hörvermögen des Hörgeschädigten

Resthörigkeit ist ein (etwas umstrittener, nicht einheitlich definierter) Ausdruck für Gehörreste, die für die Ausbildung einer vom Höreindruck gesteuerten Sprache nicht ausreichen.

retrokochlear  („hinter der Schnecke“) nennt man die neuralen Strukturen des Hörsinns mit den Hörnerven, den Hörkernen und der Hörrinde

Rezessive Vererbung (lat. recedere = zurückweichen) einer Krankheit liegt vor, wenn das verantwortliche Gen zur vollen Ausprägung der Krankheitsmerkmale doppelt (homozygot) vorhanden sein muss. Es muss somit sowohl vom Vater als auch von der Mutter erworben sein. Bei den Eltern dagegen - und auch deren Vorfahren - kann das rezessive Gen durch ein dominantes (beherrschendes) Gen verdeckt sein und damit sich nicht krankheitsausprägend ausgewirkt haben.

Richtmikrofon : Mikrofon mit verstärkter Empfindlichkeit in einer Richtung. Einfache Funktionsweise siehe eth.ch/physik , digitale siehe hoergeraete-siemens

Richtungshören:  Um Schallquellen im Raum zu lokalisieren, nutzt das Gehör des Menschen die Unterschiede von Tausendstel Sekunden der Laufzeit, in der ein Schallsignal beide Ohren erreicht, außerdem die Unterschiede der Lautheit  durch den Schallschatten des Kopfes. Dazu müssen beide Ohren ein gleiches und gutes Hörvermögen haben. Ein Guthörender kann die Richtung, aus der ein Klick-Geräusch kommt, etwa 3 Grad genau lokalisieren. Die Trichterform der Ohren erleichtert zusätzlich die Orientierung, vor allem nach oben und unten. Auch orientierendes räumliches Hören ist möglich. Zur Lokalisation von Schallquellen siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Lokalisation_%28Akustik%29

Ringschleife: Induktionsschleife

Rinnescher Versuch: Eine Stimmgabel wird nach Anschlagen zuerst auf den Warzenfortsatz aufgesetzt. Sobald dort der Ton nicht mehr hörbar ist, wird sie vor das Ohr gehalten. Wird der Ton vor dem Ohr wieder gehört, ist   „Rinne positiv“, wird der Ton auch vor dem Ohr nicht mehr gehört, ist „ Rinne negativ“. Ein positiver Ausfall weist auf ein normales Gehör, ein negativer Ausfall auf eine Schallleitungsschwerhörigkeit.

Röteln: Röteln im ersten Drittel der Schwangerschaft führen u.a. häufig zu Gehörschäden beim Kind; daher ist eine Rötelnimpfung wichtig

Rückkopplung/Rückkopplungspfeifen : Durch ein Wiedereintreten des mit dem Hörgerät verstärkten Signals in das Hörgerät-Mikrofon kommt es zu einer akustischen Rückkopplung mit einem „Aufschaukeln“ von Schwingungen, was einen Pfeifton erzeugt. Dies ist wegen der Nähe von Mikrofon und Hörer bei Im-Ohr-Geräten leichter und eher der Fall; bei HdO-Geräten kann es begünstigt werden durch eine notwendige große Verstärkung, eine   „offene Versorgung“ (Otoplastik) , oder hervorgerufen durch ein undichtes oder nicht richtig eingesetztes Ohrpassstück oder einen defekten Schallschlauch. Auch Gegenstände in der Nähe des Mikrophons, z.B. eine Hand  oder eine Kappe, mit der das Hörgerät abgedeckt wird – auch Wände - die ein Echo erzeugen, können eine Rückkopplung bewirken. Außer zu dieser häufigsten, akustischen, „externen“ Rückkopplung kann es – meist durch fehlerhaft konstruierte oder gebaute Geräte – zu mechanischen Rückkopplungen innerhalb des Hörgerätes kommen, sowie zu einer induktiven („magnetischen“) Rückkopplung bei der Einstellung „T“. Besonders bei zu schwacher Batterieleistung kommt es gelegentlich auch zu einer meist tieffrequenten elektrischen Rückkopplung(„Motorbootbrummen“).

Eine externe, akustische Rückkopplung verschwindet, wenn man den Hörerausgang (beim HdO das Winkelstück) zuhält. Ihre Beseitigung ist dann Aufgabe des Hörgeräteakustikers. Der Hörbehinderte muss darauf bestehen, dass der Akustiker die Ursache für ein häufiges Pfeifen findet und diese abstellt. Mechanische und induktive Rückkopplungen müssen in der Regel vom Hersteller behoben werden. Eingehenderes siehe unter DHI-online .

Rüttelwecker = Vibrationswecker, siehe Wecker

Rundes Fenster : Von elastischer Membran verschlossene runde Öffnung der knöchernen Schnecke zum Mittelohr, um so freie Schwingungen der Perilymphe in den verbundenen äußeren Lymphgängen der Schnecke zu ermöglichen (Eingang ovales Fenster, Ausgang rundes Fenster).

Rundfunkgebührenbefreiung Gebührenbefreiung

Schall  wird durch mechanische Schwingungen hervorgerufen. Mit der Luft werden diese Schwingungen (bei 1 Bar Luftdruck, 20 Grad C) mit einer Geschwindigkeit von 343m/sec weiter geleitet. Das menschliche Ohr empfindet sie bei Frequenzen zwischen 16 und 20 000 Hertz. Schwingungen unterhalb unserer Hörgrenze werden Infraschall, solche darüber Ultraschall genannt. Siehe auch www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik1.htm und Beschallungsanlagen für SH.

Schallausbreitung im Schallfeld / Schalldruck : Schallschwingungen üben auf ihre Umgebung einen Druck aus . Dieser Schalldruck ist die Abweichung des Luftdruckes, gemessen über dem mittleren Luftdruck der ruhenden Luft. Heute wird dieser Druck meist mit der Einheit Pascal (Pa) beschrieben, früher mit bar. Das mit diesen Einheiten definierte Dezibel berücksichtigt die Hörschwelle des menschlichen Ohres und baut sich auf dieser auf. Der Bereich des Schalldruckes zwischen Hörschwelle und Schmerzgrenze umfasst bei 1000 Hz sieben Zehnerpotenzen – das heißt, das Ohr empfindet im Bereich von Druckunterschieden des 10-Millionen-fachen.

Schallempfindungsschwerhörigkeit = Innenohrschwerhörigkeit = sensorineurale Schwerhörigkeit : Zu etwa 90 % Ursache einer Hörbehinderung und meist bedingt durch eine Funktionsstörung des Cortischen Organs, selten der Hörnerven oder des Gehirns. Dabei wird meistens nicht nur die Schallempfindung herabgesetzt – das heißt,  zum Hören bedarf es einer höheren Lautstärke – sondern auch verfälscht (=Fehlhörigkeit/ Andershörigkeit), indem ein Teil des Schalls – meistens der hochfrequente Teil und damit die Mitlaute - besonders schlecht oder gar nicht mehr gehört wird. Durch solch bruchstückhaftes Hören wird Sprache unverständlich. Hinzu kommt meistens eine vermehrte Schmerzempfindung bei großer Lautstärke. Von einem Schallempfindungs-Schwerhörigen kann daher oft Sprache laut und sogar (besonders, wenn angeschrieen!) schmerzhaft empfunden, aber trotzdem nicht verstanden werden. Die ärztliche Behandlung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Verordnung von technischen Hörhilfen. Wenn Hörgeräte nicht ausreichen, kann oft ein → Cochlea-Implantat noch ein gutes Sprachverständnis ermöglichen. Siehe auch  nibis.ni.schule.de/~lbzh/allelbz/drhajo/hoerschaedigung.htm

Schallleitungsschwerhörigkeit (auch: Konduktive Schwerhörigkeit) : In nur 5-10 Prozent Ursache einer chronischen Schwerhörigkeit. Schon im äußeren Ohr kann die Schallleitung durch Fehlbildungen, Tumoren oder Entzündungen, einen Fremdkörper oder Ohrschmalzpfropfen im Gehörgang behindert sein. Öfter sind Erkrankungen des Mittelohres eine Ursache, wie z.B. Mittelohrentzündung, Mittelohrerguss, Otosklerose Cholesteatom, Trommelfelldefekte. Dabei kommt es – im Gegensatz zur Schallempfindungsschwerhörigkeit – im Wesentlichen zu einem „Leiser-Hören“ aller Schallfrequenzen (mit jedoch vermehrter Abschwächung der tiefen Frequenzen), und nicht zu einem erheblichen   „Anders-Hören“ (einer Fehlhörigkeit), außerdem besteht nur ein gering- bis mittelgradiger Hörverlust. Oft kommen tiefe, niederfrequente Ohrgeräusche hinzu ( Tinnitus). Eine ärztliche Behandlung ist oft mit der Beseitigung der Ursachen erfolgreich. Bei anhaltend gestörter Schallleitung wird mit besonderen Hörhilfen, z.B.  einem BAHA – ein weitgehend normales Hören ermöglicht, es sei denn, dass durch eine Mittelohrerkrankung auch ein Innenohrschaden entstanden ist, und damit eine Schallempfindungsschwerhörigkeit hinzukommt (= kombinierte Schwerhörigkeit).

Schallpegel : Die gemessene Lautstärke in Dezibel. Eingehendes siehe http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik5.htm

Schallpegelmessgerät siehe www.sonicshop.de/De/Plugs/Schallpegelmesser.htm

Schallschlauch: Der Schall-leitende Schlauch zwischen HdO-Hörgerät und Otoplastik. Siehe Hörgeräte-Otoplastik/Schallschlauch

Schirmchen aus Plastik als Ausgang eines dünnen Schallschlauches können statt einer Otoplastik bei offener Versorgung im Gehörgang plaziert werden; dazu Pinboard 5908

Schmerzgrenze/ Schmerzschwelle: Schallpegel, bei dem Schall schmerzhaft empfunden wird. Diese Schwelle liegt bei etwa 120 dB,  bei höheren Frequenzen etwas höher als bei niedrigen. Oberhalb dieser Schmerz-Schallpegel wird das Ohr unmittelbar geschädigt. Zu unterscheiden sind davon die Grenzwerte der Pegel, welche das Gehör bei längerer Einwirkung schädigen können. Eingehendes siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Schmerzschwelle und  www.ikp.uni-bonn.de/dt/lehre/materialien/spwahr/spw_1f.pdf . Außerdem wird noch eine Unbehaglichkeitsschwelle definiert, die je nach Frequenz zwischen 90 und 110 dB liegt. Diese - wie auch die Schmerzschwelle - liegt bei Schwerhörigen oft erheblich niedriger als bei Guthörenden.

Schmuck–Hörgeräte   siehe  unter www.heba.de

Schmuck-Otoplastiken   siehe www.pahl-otoplastik.de/Otoplastikformen/Otoplastikformen.html  und www.bachmaier-labor.de/deu/otoplastik/design-formenreich.php und http://egger-labor.de/enplace/1101/de/productlistcolorcollection.jsp und www.heba.de (unter Formen und Materialien)

Schnecke = Hörschnecke Cochlea  

Schreibtelefon : Ein Schreibtelefon ist mit einer Tastatur ausgestattet und erlaubt es, geschriebene Mitteilungen per Telefonverbindung an ein anderes Schreibtelefon zu übermitteln. Es wird heute kaum noch verwendet, weil entsprechende Verbindungen heute über Faxgeräte oder per E-Mail einfacher und billiger hergestellt werden können.

Schriftdolmetscher oder Schriftmittler (auch Schreibdolmetscher oder Computerstenograph genannt) helfen den hochgradig Schwerhörigen oder Ertaubten, welche keine Gebärden verstehen. Bei wichtigen Anlässen (z.B. Sitzungen, Arztgesprächen, vor Gericht) können sie mit einer wörtlichen Mitschrift in ein Notebook (evtl. mit gleichzeitiger Wiedergabe über einen separaten Bildschirm) das Gehörte für den Schwerhörigen sofort lesbar machen.  Schriftdolmetscher entsprechen somit dem Gebärdendolmetscher für gebärdende Gehörlose, wobei noch der Vorteil besteht, dass das Gehörte zugleich schriftlich bewahrt (gespeichert) werden kann. Berufs-Schriftmittler gibt es leider nur wenige, und ihre Hilfe ist sehr teuer. Bei besonderer Notwendigkeit können sie über das Integrationsamt  finanziert werden. Ausbildungsmöglichkeit zum Schriftdolmetscher siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/BERICHTE/bericht05.htm Vermittlung siehe leipzig@schriftdolmetscher.de

Schüler, hörgeschädigte, in der Regelschule siehe www.in-ohr.de

Schulen und schulische Bildungseinrichtungen (auch Frühförderung, Schulvorbereitung, Berufsvorbereitung) für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche siehe schwerhoerigenforum/schulen . Zu integrativer Beschulung siehe biap.Empfehlung 151 und  biap.Empfehlung 152 . SH-Probleme an Regelschulen siehe Pinboard 4786 (Lehrer ohne Verständnis) und www.in-ohr.de . Klassenraumgestaltung für hörgeschädigte Kinder siehe taubertundruhe/klassenraumakustik.pdf   An Hörgeschädigten-Schulen kann man in der Regel den Haupt- und Realschulabschluss machen, außerdem das Abitur z. B. in  Berlin , Essen , Freiburg und Hamburg . Dazu auch  schulberatung.bayern.de   und Hörgesch.-Schulen Baden-Württemberg und www.hoerbehinderte-lbz-hbs.de (Sachsen-Anhalt) und www.lbzhbs.de  (Niedersachsen) Für die Schweiz  www.zgsz.ch . Berufliche Ausbildung siehe unter Berufswahl. Weiteres siehe Kinder, hörgestörte

SCHUTZVERBAND DER SCHWERHÖRIGEN ÖSTERREICHS (Vox)

Schweizerische Schwerhörigen-Vereine/ pro audito (BSSV, Bund Schweizerischer Schwerhörigenvereine)

Schweizerische Tinnitusliga

Schweizerische Vereinigung der Eltern Hörgeschädigter Kinder" (SVEHK)

Schwerbehinderte: Behinderte mit einem ausgewiesenen Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent.

Schwerbehinderung / Schwerbehindertenausweis : SB-Ausweis, ausgestellt in Deutschland für Schwerhörige mit dem Merkzeichen RF ab einem Grad der Behinderung von 50 % . Damit zu erwerben u.a. Steuerfreibeträge;  teilweiser Erlass der Telefongebühren (dazu siehe www.telekom.de/dtag/faq2/frage/0,10303,626-1867-1,00.html); Erlass der Gebühren für Rundfunk und Fernsehen; Arbeitnehmer-Sonderurlaub; gering erweiterter Kündigungsschutz; Übersicht siehe  http://www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/schwerb.asp  und http://anhaltspunkte.vsbinfo.de/nr/26/26.5.1.htm  über unentgeltliche Beförderung im ÖPNVSchwerbehinderter siehe  http://www.seh-netz.info/ausweis/seite2.php   zur Altersrente bei Schwerbehinderung siehe www.deutsche-rentenversicherung. Auch für Arbeitgeber (ab 20 Beschäftigten) können sich Vorteile ergeben, da sie bei Einstellung von Schwerbehinderten die Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe einsparen können. Zur Stellenbewerbung siehe auch http://arbeits-abc.de/forum/lebenslauf/info-bei-schwerbehinderung-und-arbeitssuche-3057  Antragsformulare zum Download siehe www.intakt.info;  für NRW   www.huerth.de/formular/50mschwa.pdf , für Berlin www.berlin.de/sengessozv/lageso/antrag.html  Zum Ausweis-Antrag s. auch Pinboard 5933

Schwerbehindertengesetze im Wortlaut unter  www.schwerbehindertengesetz.de und sozialgesetzbuch.de/gesetze .

Schwerbehindertenrechte: siehe www.rp-giessen.de/me_in/medien/versorgung/haevs/b_behschwbr.htm

Schwerhörigen-Internet-Foren und Homepages   Internet-Foren/ Internet-homepages

Schwerhörigkeit (SH): Jede Hörbehinderung mit Ausnahme der Gehörlosigkeit. Sie tritt sowohl vorübergehend (besonders als Schallleitungs-Schwerhörigkeit) als auch chronisch als Hörschädigung, in Erscheinung. In letzterer Form meist als Schallempfindungs-Schwerhörigkeit.

Schwerhörigkeit, Häufigkeit   siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/STELLUNG/bbgg.htm

Schwerhörigkeit, Schweregrade, subjektive Bewertung: Umgangssprache wird verstanden bei leichter/ geringgradiger (10-40%) SH aus mehr als 4 Meter, bei mittelgradiger (40-60%) SH aus 1-4 Meter, bei hochgradiger (60-80%) SH aus  0,25-1 Meter, bei „an Taubheit grenzender SH“ (80-95%) aus weniger als 0,25Meter. Klinische Bewertung: leichte SH: Mittlerer Hörverlust (MH) auf dem besseren Ohr kleiner oder gleich 30 dB ; mittelgradige SH: Mittl. HV auf bess. Ohr 30-60 dB; hochgradige SH: Mittl. HV   60-90 dB. Siehe auch Grade der Hörschädigung und Grade der Behinderung.

Schwerhörigennetz : Umfangreiche Internet-Informationen des DSB

Schwerhörigenpädagogik: Fachrichtung der Lehrer an Sonderschulen für hörbehinderte Kinder

Schwerhörige, prominente und historische: Ludwig van Beethoven, Thomas A. Edison; zeitgenössische: Roberto Blanco, Rudi Carrel, Bill Clinton; Jürgen von der Lippe, Ronald Reagan, Helmut Schmidt, Sylvester Stallone, Sting,

Schwerhörigen-Vereine und Selbshilfegruppen: Regionale und örtliche DSB-Vereine siehe www.schwerhoerigkeit.de/VEREINE , Elternvereine hörbehinderter Kinder siehe Kinder, hörgestörte. Überregionale Vereinigungen: Bund Schweizerischer Schwerhörigen-Vereine (SSV) siehe www.bssv.ch ;  DSB (Deutscher Schwerhörigen-Bund) www.schwerhoerigen-netz.de/DSB ;    SCHUTZVERBAND DER SCHWERHÖRIGEN ÖSTERREICHS (Vox) ; Eltern hörgeschädigter Kinder www.bundesgemeinschaft.de oder www.ich-hoere.de/links.htm ; Bundesjugend im Deutschen Schwerhörigenverbund e.V. siehe www.schwerhoerigen-netz.de/bundesjugend/default.asp ; Liga für Hörgeschädigte e.V. www.liga-fuer-hoergeschaedigte.de ; Verein LKHD   Lautsprachlich Kommunizierende Hörgeschädigte www.lkh-deutschland.de ;  Verein LKH Schweiz   www.lkh.ch  ;

Schwindel   Gleichgewichtsstörungen 

Screening = orientierenderTest/ Suchtest/ Siebtest; Hörscreening zur Früherkennung einer Sh  Kinder, hörgestörte

Selbsthilfegruppen, überregionale: http://mmh-ev.de  (vorwiegend Betroffene mit teilimplant. Hörsystemen); siehe auch Schwerhörigen-Vereine. örtliche: Niesky: www.hoergeschaedigte-ny.de , Reutlingen: www.raatzfatz.de/ohr/schwerhoerig.html   

Selektivität/ selektives Hören: Die Fähigkeit, aus komplexen Schallereignissen sprachliche Information zu entnehmen und zu verstehen

Sennheiser - Electronic

sensorineurale (auch: „sensoneurale“) Schwerhörigkeit:  SH durch Ausfall der Haarzellen (=Innenohrschwerhörigkeit)  und/oder der neuralen Fortleitung der Empfindungen zum Gehirn

Sensorische Integration: Geordnete, harmonische zentrale Verarbeitung aller Sinneseindrücke mit sinnvoller Reaktion; weiteres siehe www.sensorischeintegration.de

Serotympanon: Dünnflüssiger (seröser)    Paukenerguss

SH / Sh / sh: Abkürzung in entspr. Foren - je nach Zusammenhang - für Schwerhörige(r), Schwerhörigkeit , schwerhörig

Siemens Audiologische Technik

Signalanlagen für Hörgeschädigte : Eine Signalanlage besteht aus einem Empfänger akustischer Signale (wie Türklingel, Telefonläuten, Babyweinen) , der diese über Kabel oder Funk an einen oder mehrere Empfänger überträgt, der die akustischen Signale in optische Signale oder Vibrationsimpulse umsetzt und so dem Hörbehinderten erkennbar macht. Angebote, Preise, Anbieter siehe unter Hilfsmittel.

Sinneshaare   Haarzellen

Sinus-Schwingung: Harmonische Schwingung

SISI-Test (Short Increment Sensitivity Index): Prüft die Fähigkeit,  kurzzeitige Lautstärke-Intensitätserhöhungen zu erkennen, was dazu dient, eine   Innenohr- von einer  Hörnervenschwerhörigkeit zu unterscheiden.

SmartLink SX:  FM-System für Hörgeräte von Phonak

Solaris FM-Empfänger

Sonderurlaub für Schwerbehinderte erhalten – in allen deutschen Bundesländern - alle Hörbehinderten mit Schwerbehindertenausweis, unabhängig vom Grad der Behinderung (§47 SchwbG in Verbindung mit §7 Bundesurlaubsgesetz). Der Sonderurlaub muss am 31.12. eines Kalenderjahres beantragt sein, sonst verfällt er. Der volle Anspruch auf eine Woche Sonderurlaub besteht mit dem ersten Arbeitstag des Kalenderjahres. Wird z. B. zur Jahresmitte der Arbeitsplatz gekündigt, besteht Anspruch auf nur die Hälfte des Tarifurlaubs, aber auf den vollen Sonderurlaub.

Sone: Maß für die Lautheit 

Soundbridge : Vibrant-Soundbridge

Soundfield-System: Elektroakustisches System für Klassenräume, mit dem die Lehrerstimme leicht verstärkt und über mehrere im Klassenraum verteilte Lautsprecher ausgegeben wird. Hierdurch erhält man an allen Schülerplätzen eine verbesserte Sprachverständlichkeit. Siehe www.djmart.com/sesosy.html 

Soziale Ängste psychosoziale Probleme

Sozialtarif Telekom:  siehe www.telekom.de/dtag/agb/dokument/pdf/0,1384,874,00.pdf

Soziakusis:  Verlust der Hörfähigkeit durch alltägliche Lärmbelastung im sozialen Umfeld (nicht berufsbedingt)