Das Schwerhörigen-ABC
soll den
schnellen Internetzugriff auf Wissen aus dem Bereich Schwerhörigkeit
erleichtern, vor allem den Betroffenen. Diesen bin ich als selbst hochgradig
Schwerhöriger und Cochlea-Implantat-Träger verbunden.
Für manche Anregung
danke ich den Teilnehmern am Schwerhörigen-Forum „Pinboard“ - eine der vielen
nützlichen Webseiten des DSB. ( Deutscher Schwerhörigen-Bund )
Über Mitarbeit
– Kritik, Stichworte, Links – würde ich mich freuen und erbitte dazu eine
E-Mail an SH-abc@SHabc.de
Helmut Volkers
Das Zeichen → verweist auf weitere Ausführungen
unter dem bezeichneten Wort. Die Links sind als blau und unterstrichen zu erkennen.
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ABI (Auditory Brainstem Implant) →
Hirnstamm-Implantat
Abkürzungen in der
Hörakustik (DHI-Lexikon)
ABR
(Auditory Brainstem Response),
gleichbedeutend BERA, siehe BERA unter audiometrie
Absehen/ Ablesen → Mundabsehen
Abstandsprüfung des Hörvermögens siehe → Hörweitenprüfung
Ac: Abk. für “ad concham” = “
in die Muschel”; Gehörprüfung ac: mit Abstand vom Ohr von 25 – 100 cm
ADANO →
Arbeitsgemeinschaft
Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen
Adapter bei Elektrogeräten: ein
mehrseitiger Stecker, der zur Anpassung verschiedener elektrischer Geräte mit
unterschiedlichen Steckern dient.
Adaption, auch Adaptation ( lat. adaptare = anpassen) : Wie das Auge
sich an Helligkeit und Dunkelheit anpassen (adaptieren) kann, passt sich auch
das Gehör - in Grenzen - einem gerade vorherrschenden hohen oder niedrigen
Schallpegel an. Außerdem hat es die Fähigkeit, ein Dauer- und
Hintergrundgeräusch, wenn es nicht zu laut ist, durch dessen Unterdrückung
auszublenden. So wird bei normaler Adaptation ein leises Geräusch, welches zu
Beginn etwa 5 bis 10 → dB über der Hörschwelle liegend empfunden wird, nach etwa
einer Minute nicht mehr gehört. Nicht normal dagegen ist die → Hörermüdung
Adenoide (auch adenoide
Vegetationen/ Wucherungen oder „Polypen“ genannt) nennt man vergrößerte
Rachenmandeln bei Kindern, die oft eine starke Einengung des Nasenrachenraumes
und eine Behinderung der Nasenatmung mit Mundatmung bewirken, auch die
Belüftung des → Mittelohres
durch Verlegung der → Eustachischen Röhre behindern und chronische → Paukenergüsse und → Mittelohrentzündungen
verursachen können.
Adenotomie : Operative Entfernung der
Rachenmandeln, besonders bei → adenoiden Vegetationen.
AEP: Abkürzung für
"akustisch evozierte Potentiale", die z.B. bei der → ERA abgeleitet werden. Sie entstehen durch die
Summation der Erregungspotentiale sehr vieler - in der Hirnrinde von Millionen
- gleichzeitig erregter Nervenzellen in den für die Verarbeitung akustischer
Reize zuständigen Hirnarealen. Eingehendes siehe http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00002202/01/Gistl_Michael.pdf
AFESS: Arbeitsgemeinschaft für evangelische
Schwerhörigen-Seelsorge
AGC (Automatic Gain Control):
Automatische Steuerung der Verstärkungsleistung des Hörgeräts, so dass die
übertragene →
Dynamik eingeschränkt (→ Kompression) und der maximale Ausgangsschalldruck herabgesetzt
wird. Siehe auch →Hörgeräte-Leistungsmerkmale; weitergehenderes unter dhi-online/AGC
.
AIED:
→ Autoimmunerkrankung
des Innenohrs
Akademie für
Hörgeräteakustik, Lübeck
Akustik
: Teilgebiet der Physik; die Lehre vom Schall; Grundlagen siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik0.htm
Akustiker
→ Hörgeräte-Akustiker
Akustikusneurinom : Häufige Ursache einer
Hörnervenschädigung, siehe www.netdoktor.at/krankheiten/Fakta/Acusticusneurinom.htm
Akustische
Agnosie: Unfähigkeit
des Gehirns, übermittelte Hörinformationen zu verarbeiten. Der Betroffene hört,
kann aber die Eindrücke nicht zuordnen.
Akzeptanz Schwerhöriger in der Gesellschaft : Siehe PINBOARD
4553
Alport-Syndrom:
Seltene
chronische Erkrankung mit Nierenfunktionsstörungen und Schwerhörigkeit; siehe www.alport.de
Amboss: Eines der drei → Gehörknöchelchem im Mittelohr
American Speech-Language-Hearing Association
AMI: Auditory Midbrain Implant, siehe
unter www.nf2.de/index.php?goto=abi (unten)
Amplitude
einer Schwingung
= Ausmaß/Weite/Höhe, betr. Töne siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik21.htm
AN : Abk. für → auditorische Neuropathie
Anakusis: →
Gehörlosigkeit,
Taubheit
Analoghörgerät
→ Hörgeräte-Leistungsmerkmale/Signalverarbeitung
Anamnese: Die vom Arzt erfragte Krankheitsgeschichte ("Vorgeschichte") mit allen für eine Krankheit wichtigen
Lebensdaten
Antragsformulare
(zum
download) zu Reha-Maßnahmen / Schwerbehindertenausweis/ -fürsorge: www.intakt.info
Apperzeption:
Bewusste Erfassung von Wahrnehmungen
Aquaeductus
vestibuli: Kanälchen
im Felsenbein, enthält den → Ductus endolymphaticus ( → Cochlea); Erweiterung siehe
→ Large
Aquaeductus Syndrome
Arbeitassistenz
für schwer Hörbehinderte: Siehe www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/ratg.asp?inhalt=BERUF/assistenz01 und www.arbeitsassistenz-fuer-behinderte-menschen.de .
Arbeitsgemeinschaft
Deutschsprachiger Audiologen und Neurootologen (ADANO)
Arbeitsgemeinschaft für
evangelische Schwerhörigen-Seelsorge (AFESS)
Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Schwerhörigen-Seelsorge (ÖSS)
Asphyxie
(gr.
asphyxia =Pulslosigkeit): Versagen von Atmung und Kreislauf bei und nach
der Geburt. Der dabei auftretende Sauerstoffmangel kann u.a. besonders die
Hörnerven-Kerne im Gehirn schädigen.
Artikulieren ( lat. articulare = deutlich aussprechen): Die
einzelnen Silben beim Aussprechen deutlich gliedern und hervorheben. Eine gute Artikulation
erfordert bestimmte Stellungen und Bewegungen der Sprechwerkzeuge (Lippen,
Kiefer, Zunge, Gaumen, Kehlkopf) und ist eine Hilfe beim → Mundabsehen.
Artikulationsindex:
Sprachverständlichkeit als Funktion der Frequenz, siehe Abb. (unten) unter www.dhi-online.de/DhiNeu/12_Fachtec/FtHgTec/01_AufgabenHg/Fthgtec_0101.html
Assoziationszentren , Flexibilität
der akustischen bei Gehörlosen: s. www.wissenschaftwissen.de/Gehoerlos.html
AVSR (Audio Visual Speech
Recognition) mit lippenlesenden Algorhythmen: siehe www.heise.de/newsticker/data/wst-29.04.03-003
Audioanschluss
/ Audioeingang:
(von lat. audire = hören) Der Audio-Eingang ist ein winziger
Steckkontakt am Hörgerät oder an einem →
Audio-Schuh, der an
ein HdO-Gerät gekoppelt werden kann. Damit kann das Hörgerät direkt mit einem
winzigen Eurostecker und einem 3,5 mm-Klinkenstecker am anderen Ende eines
dünnen Kabels mit allen schallübertragenden Geräten ( Radio, Kassettengerät, Fernsehgerät,
Videogerät, Telefon,
Mikroport-Empfängern, Infrarotanlagen) verbunden werden. So kann der
Hörbehinderte in bester Qualität und ohne störenden Raumhall oder Störlärm die
Hörsignale empfangen. Auch der kabellose Audio-Anschluß mit direkter
Übertragung über →
FM-Funk ist in manche Hörgeräte mit Hilfe eines Sendegeräts (z.B. →HandyMic), das an die
Audio-Buchse von Radio, -Fernseh- und Video-Geräten angeschlossen wird, über
kürzere Entfernungen möglich.
Audiogramm: Die Aufzeichnung der durch
eine →
Audiometrie erhaltenen Befunde. Im genormten Tonschwellenaudiogramm entspricht
die Nulllinie des Audiogramms etwa den Hörschwellen (= der Hörkurve) eines gut
hörenden Jugendlichen. Darüber werden die durch die Audiometrie ermittelten Hörschwellen in
logarithmischem Maßstab als → Dezibel-Werte eingetragen und verbunden zur → "Hörkurve".
Siehe hoerzentrum-hannover.de
Audiologie : Wissenschaft, die sich
mit dem Hören und den Hörstörungen, besonders der Erforschung der Ursachen,
ihrer Diagnostik und Behandlung befasst sowie der Rehabilitation schwerhöriger
und ertaubter Patienten.
Audiopädagogik: → Audiotherapie, mit
Schwerpunkt Förderung hörbehinderter Kinder
Audiophonologie: Umfassender Wissenschaftsbereich für das Studium des Hörens, der Stimmbildung, des Sprechens und der Sprache, einschl. der Behandlung der Kommunikationsstörungen; siehe Büro International d`Audiophonologie
Audioschuh: Ein Audioschuh ist ein
Ansteckteil an das Hörgerät. Es wird über eine Steckverbindung mit dem
HdO-Hörgerät verbunden und ermöglicht damit einen → Audioanschluß.
Audiotherapeuten sind
Fachleute, die durch eine qualifizierende Fortbildung u.a. in →
Hörtraining,
Absehtraining, → Gebärdensprache, Gesprächsführung (→
Kommunikationstaktik), Arbeitsplatzgestaltung, Techniknutzung und
sozialrechtlichen Fragen zur Rehabilitation von Schwerhörigen befähigt sind.
Weiteres zum Berufsbild siehe unter www.audiotherapie.info Schwerhoerigennetz–Links Audiotherapie und www.audiotherapie-dsb.de
Audiotherapeuten-Homepages siehe
z.B. Maryanne Becker
(Berlin); Petra Blochius (Modautal)
Michael Gerber (Hamburg); Ulrike Rulicke
(Klosterneuburg/ Österreich); Laura
Hüster-Leibbrand (Stuttgart); auch
die → Rehabilitationseinrichtungen
Audiotherapie : Die von →
Audiotherapeuten angebotene Audiotherapie umfasst u.a. Unterweisungen im Umgang
mit der Hörbehinderung wie Hörtaktik, Kommunikationstraining, Hörtraining,
Umfeldberatung. Weiteres unter www.audiotherapie.info Schwerhoerigennetz–Links Audiotherapie und www.audiotherapie-dsb.de
Adressen unter www.audiotherapie.info/index.php?IhreAudiotherapeuten
auditiv
(lat. audire = hören): Das Hören betreffend
auditorische Neuropathie: Seltene Form einer Innenohrtaubheit, bedingt durch gestörte Übertragung der Reizempfindung von den Haarzellen auf die Nervenbahn in der Schnecke. Dabei → OAE registrierbar, → BERA negativ, → CI möglich.
Auditory
Central Processing Disorder → Zentrale
Hörverarbeitungsstörung
Aufblähkurve: Das → Audiogramm bei Verwendung von → Hörgeräten
Auropalpebralreflex
(APR): Lidschlussreaktion
nach plötzlichem Schallreiz; kann bei Säuglingen als Hörtest verwandt werden (oft aber kein APR auch bei hörenden
Kindern)
Ausbildung/
Schule/ Studium/ Berufliche Möglichkeiten für SH : siehe schwerhoerigen-netz
Ratgeber und DSB: Liste der SH-Schulen und Info
Studentenwerke: Studium bei Behinderung
und Bundesarbeitsgemeinschaft
Hörbehinderter Studenten
Ausgangspegel/
Ausgangslautstärke
: Die für das Hören nutzbare Lautstärke nach elektronischer Verstärkung des
Eingangssignals durch das Hörgerät. Gegensatz: Eingangslautstärke
Aussenohr/
äusseres Ohr siehe Ars
auditus
Ausweis
Schwerbehinderung
: → Schwerbehindertenausweis
Autoimmunerkrankungen des Innenohrs (AIED) : siehe german hear-it - page , auch → Cogan-Syndrom
AVWS: Abk. für Auditive Verarbeitungs- und
Wahrnehmungsstörung; siehe schwerhoerigenforum.de
und Pinboard
4073
Babysender/
babyphone:
Gerät, welches das Schreien eines Babys für Schwerhörige optisch darstellt.
Beispiele siehe Hilfsmittel und bei humantechnik.com/babysender
Badewannen-Hörverlust : Hörverlust bei mittleren
Frequenzen. Daraus ergibt sich in der → Hörkurve die Kontur einer Badewanne.
BAHA (Bone Anchored Hearing Aid): Knochenverankertes Hörgerät. Es ist hilfreich, wenn wegen verhinderter Luftleitung - z.B. bei fehlendem Gehörgang oder chronischen Gehörgangs- oder Mittelohrentzündungen - ein Luftleitungshörgerät nicht angepasst werden kann. Beim BAHA wird die Schallenergie über einen elektromagnetischen Wandler über eine im Warzenfortsatzknochen implantierte Titanschraube abgegeben. Sie wird dann über den Knochen direkt ins Innenohr geleitet. Die Titanschraube ragt mit einem Aufsatz durch die Haut nach außen. Daran kann das spezielle Hörgerät sehr einfach angesetzt und wieder abgenommen werden. Weiteres siehe unter klinikum.uni-heidelberg.
Bakke-Horn
→ Hornschlauch
Bahnhöfe und Kommunikationsmittel
für SH siehe taubertundruhe/bahn-programm.pdf
Barrierefreiheit
für
Schwerhörige bedeutet die Beseitigung unnötiger Behinderungen der Kommunikation
für diese Behindertengruppe; siehe dazu http://www.taubertundruhe.de/literatur/text-download und www.schwerhoerigkeit.de/KULTUR/AKTION/UNTERSCHRIFTEN/forderung.htm
Basilarmembran: Basale Membran des Cortischen
Organs, deren „Wanderwellen“ die Sinneszellen (Haarzellen) an
frequenzspezifischem Ort aktivieren. Siehe http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/innenohr3.htm
Batterien : Siehe Hoergeräte-Batterien
Baukonstruktive
und innenarchitektonische Hörhilfen: Bau und Einrichtung von Räumen können so gestaltet
werden, dass sie Hörbehinderten die Verständigung erheblich erleichtern. Siehe → Raumgestaltung.
Behandlung,
ärztliche
: Gute Möglichkeiten HNO-ärztlicher Behandlung gibt es bei einer → Mittelohrschwerhörigkeit.
Ein →
Hörsturz
sollte unverzüglich ärztlich behandelt werden. Bei der chronischen → Schallempfindungs-Schwerhörigkeit
kann der Arzt in der Regel nur zu technischen → Hörhilfen raten und sie
verordnen.
Behindertenausweis für Schwerhörige / Gehörlose, ausgestellt mit dem Merkzeichen RF bzw. GL →
Schwerbehindertenausweis
Behinderung
durch Schwerhörigkeit: Etwa jeder 6. Mensch hat eine deutliche
Einschränkung des Hörvermögens. Damit ist die Hörschädigung die verbreitetste
Form einer Behinderung - mit erheblichen Unterschieden je nach dem → Grad der
Schwerhörigkeit.
Belüftungsbohrung, auch „Zusatzbohrung“: Bohrung durch das
Ohrpassstück, um einen Druckausgleich zwischen dem sonst verschlossenen
Gehörgang und der Außenluft zu gewährleisten. Siehe auch offene und
geschlossene Versorgung bei Otoplastiken
BERA: (Brainstem Evoked Response Audiometry), ein
Verfahren der → ERA
Beratungsangebot
für Schwerhörige Online des DSB
Berlin-Brandenburgische CI-Gesellschaft e.V.
Berufsbildungswerke/
-förderungswerke für
Hörgeschädigte siehe http://www.hoernet.de/karte.htm und www.bma.de/download/broschueren/a714.pdf
Berufsunfähigkeitsversicherung für SH: → Versicherungen
Berufsverband
der Audiologie-Assistenten
Berufsverband
deutscher Hörgeschädigtenpädagogen
Berufsverband der deutschsprachigen
Audiotherapeutinnen und Audiotherapeuten (BdAt eV)
Bewerbungen,
Probleme bei
Schwerhörigkeit/
Schwerbehinderung siehe Pinboard 4483
BiCROS-Versorgung (Binaural Contralateral Routing Of
Signals): Bei größerem Unterschied im Hörvermögen der beiden Ohren wird
u.U.(z.B. einseitiger Taubheit und Schwerhörigkeit des anderen Ohres) ein
Hörgerät nur auf der "besseren" Seite getragen, die Schallsignale
jedoch von Mikrofonen auf beiden Seiten aufgenommen und von der schlechteren
mit einem Kabel auf die besser hörende, mit Hörgerät und einem → Audio-Anschluss
ausgerüstete Seite geleitet. Dadurch
wird die Abschattung einer Seite durch den Kopf vermieden und die Hörsignale
beider Seiten werden gleich gut empfangen. Siehe auch →
CROS-Versorgung.
bilateral: zweiseitig; die Ohren
betreffend wie binaural (beidohrig) gebraucht
Bildtelefon
: Ein
Bildtelefon ermöglicht beim Telefonieren auch das Mundabsehen. Es muss daher
bei beiden Sprechpartnern installiert sein. Ein ISDN-Anschluß ist dazu
erforderlich. Produktübersicht z.B. unter www.deaftec.de/telekommumikation/uebersicht_bifon.htm
Heute wird zum Bild-Telefonieren zunehmend das kostenlose Skype - Angebot über das Internet genutzt.
Bildungsangebote siehe → Schulen und → Berufswahl
bilinguale
Erziehung: Bei
der bilingualen Erziehung lernen die Kinder die → Gebärdensprache (DGS) als
Basissprache und kommen dann darüber leichter zur Lautsprache. Die bilinguale
Erziehung hat sich vor allem bei gehörlosen, frühertaubten und hochgradig
schwerhörigen Kindern bewährt, weil diese die Lautsprache als erste Sprache nur
sehr schwer lernen.
binaural: beidohrig / Binaural
-Test → dichotischer
Test
Biofeedback:
siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/SERVICE/DSBREPORT/ARCHIV/2004-02/biofeed.htm
Blechohr
des Jahres
: Seit 1989 „Auszeichnung“ des Deutschen Schwerhörigenbundes für Prominente,
welche z.B. durch Verordnungen, unpassende/ herablassende/ nachteilige
Bemerkungen(Bsp.: Minister Blüm) oder sehr undeutliche Aussprache (Bsp.: Th.
Gottschalk) offensichtlich wenig Verständnis für Schwerhörige aufbringen.
Blitzlampe, Blitzlichtanlage: → Signalanlagen
Bluetooth:
Übertragungsmodus,
der die Verbindung verschiedener Geräte per Kurzstreckenfunk ermöglicht. Telefon mit Bluetooth s. Pinboard
5896 und Pinboard
5822
Bodenbelag → Raumgestaltung bei Sh
Bogengänge:
Teil
des → Innenohrs. Die drei im Halbkreis verlaufenden Bogengänge liegen
senkrecht zueinander und können so durch die Trägheit der darin befindlichen
Flüssigkeit (Perilymphe) für jede Drehbewegung des Kopfes eine besondere
Empfindung vermitteln. Bei Affektionen des Innenohrs( z.B. Verletzungen/
Entzündungen/ Druckerhöhung im Lymphsystem)
können sie - oft zusammen mit akuten Hörstörungen und Tinnitus -
krankhaften Drehschwindel bewirken. Siehe auch → Gleichgewichtsapparat.
BTE (engl. Behind The Ear) - Hörgeräte = HdO (Hinter dem Ohr)
– Hörgeräte, siehe → Hörgeräte, Bauformen
Buchstabierhilfen: Bewährt sind
bei Schwerhörigen das → Finger-Alphabet sowie - vor allem am Telefon, z.B. für Namen -
eine phonetische Buchstaben - Verdeutlichung. In Gebrauch sind die
Deutsche
Buchstabiertafel (DIN 5009 / in Klammern
Alternativen) : A Anton -
Ä Ärger -
B Berta -
C Caesar - Ch
Charlotte - D
Dora - E Emil
- F Friedrich
- G Gustav -
H Heinrich -
I Ida -
J Julius -
K Kaufmann (Konrad) -
L Ludwig -
M Martha - N Nordpol (Norbert) -
O Otto - Ö
Ökonom -
P Paula -
Q Quelle -
R Richard -
S Samuel (Siegfried) - Sch
Schule -
T Theodor -
U Ulrich - Ü
Übermut (Übel) - V
Viktor - W
Wilhelm - X
Xanthippe (Xaver) - Y
Ypsilon - Z
Zacharias (Zeppelin), außerdem
das Internationale oder auch so genannte
Nato-Alphabet: A Alfa
- B Bravo
- C Charlie
- D Delta
- E Echo
- F Fox(trott)
- G Golf
- H Hotel
- I India
- J Juliet
- K Kilo
- L Lima
- M Mike
- N November
- O Oscar - P Papa
- Q Québec
- R Romeo
- S Sierra
- T Tango
- U Uniform
- V Victor
- W Whiskey
- X X-Ray
- Y Yankee
- Z Zulu
Bücher betr. Hörbehinderung → Literatur
Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte e.V.
Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten
und Absolventen (BHSA) e.V.
Bundesinnung der
Hörgeräteakustiker
Bundesjugend im Deutschen
Schwerhörigenverbund e.V
Bundesverband der Gebärdensprachdolmetscher/ innen
Deutschlands e.V.
Bund Schweizerischer
Schwerhörigen-Vereine (BSSV/ pro audito)
Button
für SH – als Aufforderung zur
Rücksichtnahme – siehe www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/main.asp?inhalt=dsbshop und www.spreadshirt.net/shop.php?sid=115563
C 5 – Senke: Markante „Senke“ im Audiogramm bei
erheblicher → Schallempfindungssschwerhörigkeit im Bereich von ca.
4000 Hz (Bereich des „fünfgestrichenen c“). Eine häufige Ursache ist ein Lärm-
oder → Knalltrauma.
CAMISHA
(Computer Aided Manufacturing of Individual Shells
for Hearing Aids) nennt sich ein von → Widex entwickeltes neues
Verfahren der Herstellung von Otoplastiken und Geräteschalen. Dazu werden -
statt der Ausgüsse - Computer-Scans der Gehörgänge abgenommen und danach
vollautomatisch mit einer stereo-lithographischen Maschine die Passstücke
hergestellt. Siehe www.widex.ch/de/technologie/camisha.php
Canadian Hearing Society mit sehr nützlicher
Homepage (englisch)
Carina: Mittelohr-Implantat, siehe www.otologics.com/de/worldwide.htm
CAPD : = Central Auditory Processing Disorder (→ zentrale Hörverarbeitungsstörung)
CERA (Cortical Evoked
Response Audiometry): Messung der Aktionspotentiale der Gehirnrinde nach
akustischer Reizung; ein Verfahren der → ERA
cerebral (auch: zerebral): Das Gehirn (lat.: cerebrum) betreffend
Cerumen: medizinischer Ausdruck für → Ohrenschmalz
Cerumen-Schutz: Filter-artige Überdeckung
des Schallausgangs, welcher ein Eindringen von Schmutz und Ohrenschmalz in das
Hörgerät verhindert
Ceruminalpfropf
(Ohrschmalzpfropf): Bei
vermehrter Cerumen-Absonderung, engem Gehörgang, stauchendem Gebrauch von
Wattestäbchen zur Ohrsäuberung, auch durch Ohrpassstücke kann es zur
Ansammlung, Verhärtung und Pfropfenbildung von Ohrenschmalz mit Verstopfung des
Gehörgangs kommen. Beseitigung durch Ohrenspülung mit körperwarmem Wasser durch
den HNO-Arzt, Kinderarzt oder Hausarzt.
Bei Neigung zu solchen Ohrschmalzpfropfen wird regelmäßige ärztliche Inspektion
und Säuberung des Gehörgangs empfohlen, zumal auch geringere Ansammlungen von
Ohrenschmalz im Gehörgang die Schallübertragung beeinträchtigen.Siehe auch schwerhoerigenforum
und Pinboard
5076
Charge-Syndrom siehe www.carookee.de/forum/Charge-Kinder
Chat: Forum für Schwerhörige siehe www.schwerhoerigen-netz.de/CHAT
Chirp: Schallsignal mit umfangreichem
Frequenzgehalt (breitbandig), um möglichst viele Sinneszellen der Cochlea
gleichzeitig zu reizen. Damit erhält man bei der → BERA ein deutlicheres
Ergebnis.
Cholesteatom:
Chronische
Mittelohrentzündung mit Knochenzerstörung, bedingt durch einwachsende
Absprengsel der Trommelfellhaut, oft als Folge eines Trommelfelldefekts; siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Cholesteatom
CI: Abk. für → Cochlea-Implantat
CIC-Hörgeräte:
→ Hoergeraete-Bauformen
CNG: = Computer-Nystagmographie
(Gleichgewichtsprüfung), siehe → Elektronystagmographie (ENG)
Cochlea (lat. = Schnecke): Teil des
→ Innenohres. Man
unterscheidet das in das Felsenbein der Schädelbasis eingebettete knöcherne
Gangsystem - die knöcherne Schnecke - von der sich darin befindlichen häutigen
Schnecke. Letztere besteht aus drei aneinander liegenden, mit Flüssigkeit
gefüllten Röhren. Eines dieser Röhren (Scala vestibuli = Vorhoftreppe) steht an
ihrer Basis über das ovale Fenster mit der Steigbügelplatte im Mittelohr in
Verbindung und geht am Ende - über das Schneckenloch = Helicotrema - in das
Ende einer zweiten Röhre (Scala tympani, = Paukentreppe) über, welche dann
wieder an ihrer Basis - mit dem runden Fenster - an der Mittelohrwand aufsitzt.
Auf diese Weise kann die Flüssigkeit, die Perilymphe, in der knöchernen
Schneckenhöhle zwischen 2 elastischen Fenstern schwingen. Die dritte,
dazwischen liegende Röhre(Scala media = Ductus cochlearis) enthält die
Endolymphe und das Schall-sensible → Cortische Organ; sie setzt sich fort im Ductus
endolymphaticus, welcher durch ein Knochenkanälchen in den Saccus
endolymphaticus unter den Hirnhäuten mündet. Siehe dazu www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/innenohr1.htm
Cocktailparty-Effekt bei SH: Behinderung der → Diskrimination im
Umgebungslärm, besonders bei gleichzeitigem Sprechen vieler Personen in einem
Raum.
Cogan-Syndrom: Autoimmunerkrankung, die
besonders die Augen (Hornhautentzündung) und das Innenohr (Schwerhörigkeit,
Schwindel) trifft. Benannt nach Cogan,
David G., Augenarzt, Boston. Siehe und www.intelihealth.com/IH/ihtIH/WSIHW000/9339/35151.html
(engl.)
Connexin-26: Angeborene recessiv
vererbte Innenohrschwerhörigkeit ist häufig bedingt durch eine Mutation im
Connexin-26-Gen
Computerstenograph → Schriftdolmetscher
Cortisches
Organ oder
Corti-Organ: (Alfonso de Corti, Anatom, Wien/Turin,
1822-1876) Als solches wird die
Gesamtheit der nebeneinander angeordneten Corti-Sinneszellen ( →
"Haarzellen") bezeichnet, die zusammen mit ihren Stützzellen das
"Sinnesepithel" der Hörschnecke bilden. Es kann Schallschwingungen
erkennen und die Empfindung in Form von Nervenimpulsen an das Gehirn weiter
vermitteln. Eine Funktionsschwäche dieses Organs ist verantwortlich für eine → Schallempfindungsschwerhörigkeit.
Abbildungen und eingehendere Funktionsbeschreibungen siehe http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/innenohr2.htm
CROS (Contralateral
Routing of Signals) -
Versorgung: Bei einseitiger Taubheit ist wegen der Abschattung durch den Kopf
das taubseitige Hörvermögen erheblich vermindert. Mit einer CROS können die Schallsignale von einem Mikrofon auf dieserSeite des
Kopfes aufgenommen und mit einem Kabel auf die hörende und mit einem Hörgerät
mit → Audio-Anschluß ausgerüsteten Seite umgeleitet werden. Das mit dem
Hörgerät versorgte Ohr hört damit die Schallsignale von der gegenüberliegenden
Seite, und auf seiner Seite, ohne Mikrofon, über eine weit → offene
Versorgung. Dies ist gewöhnungsbedürftig. Bei Schwerhörigkeit auch des hörenden
Ohres verwendet man die sogenannte → BICROS–Versorgung (s.d.).
CRT („Canal Receiver Technology“) →HdO-Hörgeräte mit CRT (auch „Ex-Hörer-Technologie“ genannt)
übertragen den Hörschall nicht über einen Hörschlauch in den Gehörgang. Der
Hörer (=Lautsprecher) dieser Geräte wird direkt im Gehörgang plaziert und über
ein dünnes Kabel mit dem HdO-Gerät verbunden.
DACS (Direct Acustic Cochlear
Stimulation): Mittelohrimplantat mit direkterKopplung an die Cochlea über eine
Schubstange und einen künstlichen Steigbügel
Dämpfungswinkel : Winkelstück
an der Otoplastik, das ein Dämpfungselement enthält. Siehe Otoplastik
dB: Abkürzung für → Dezibel
Deutsche Cochlear
Implant Gesellschaft (DCIG) mit vielen Infos zum CI
Deutsche Gebärden-Sprache (DGS) siehe www.gehoerlosen-bund.de/gebaerdensprache/gebaerdensprache.htm
Deutsche
Gesellschaft für Audiologie (DGA)
Deutsche Gesellschaft
für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und
Pädaudiologie mit
allgemeinverständlichen Infos für die Eltern hör-, sprach- oder stimmgestörter
Kinder
Deutsche Gesellschaft
für Sprachheilpädagogik
Deutsche Gesellschaft der
Hörgeschädigten-Selbsthilfe und Fachverbände e. V. mit
vielen interessanten Downloads
Deutsche
Hörbehinderten-Selbsthilfe
Deutscher
Bundesverband für Logopädie (dbl) mit
Antworten auf Elternfragen und Logopädenverzeichnis
Deutscher
Fachverband für Gehörlosen- und
Schwerhörigenpädagogik (dfgs)
Deutscher Gehörlosenbund (DGB) mit Beantwortung häufig gestellter Fragen zur Gehörlosigkeit
Deutscher Schwerhörigen-Bund (DSB)
Der DSB gibt Schwerhörigen wertvolle Hilfen
und Informationen, u.a. mit der Mitgliederzeitschrift „DSB-REPORT“. Hörbehinderte werden Mitglied des DSB durch
den Eintritt in einen örtlichen Schwerhörigen-Verein oder als Einzelmitglied in
einem Landesverband. Dazu siehe http://www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/intern.asp?inhalt=argumente
Deutsches
Hörgeräte-Institut (DHI) mit
umfangreichen Infos für Fachleute und für Gäste
Dezibel (abgekürzt dB = zehnter Teil eines Bel, nach Graham Bell, einem Pionier des Telefons) Das Dezibel ist eine logarithmische Verhältnisgröße für den Vergleich zweier Schalldruck-Meßwerte (Angabe in SPL = Sound Pressure Level). Auf diese Weise kann man die enorme Spannweite der hörbaren Schalldruckpegel von ca. 0.00001 Pascal (= Hörschwelle bei 4000Hz) bis 10 Pascal (= Schmerzgrenze) überschaubar in Zahlen ausdrücken und darstellen. Für das in der Hörakustik verwendete dB(A) sind die unteren Ausgangswerte für die verschiedenen Tonfrequenzen, die Bezugs-Schalldrucke( = 0 dB), etwa entsprechend der Hörschwelle eines gut hörenden Jugendlichen, international festgelegt. Der Buchstabe A bedeutet, dass ein Frequenzfilter hinter dem Mikrofon geschaltet wird, das die Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs berücksichtigt. Der logarithmische Maßstab bewirkt, dass ein Unterschied von 6 dB schon einem Unterschied des Schalldrucks vom Doppelten entspricht, ein Unterschied von 20 dB dem eines 10-fachen, der Unterschied von 40 dB dem eines 100-fachen. Diese Schalldruck-Unterschiede sind jedoch (besonders im hohen dB-Bereich) erheblich größer als die empfundenen Unterschiede in der → Lautheit. Eingehendes siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik5.htm
DGS → Deutsche
Gebärden-Sprache
DHI: Deutsches Hörgeräte-Institut
Diagnose einer Hörschädigung: Mit → Hörtesten sollte diese, besonders bei
Kindern, frühzeitig durch den HNO-Arzt erfolgen.
Dichotisches
Hören ist
die Fähigkeit, verschiedene Sprachinformationen, die auf beide Ohren
gleichzeitig gegeben werden, zu verstehen. Es wird geprüft durch den → Feldmann-Test.
Digitalhörgeräte
→ Hoergeraete,
Leistungsmerkmale
Diplakusis
("Doppelthören"):
Falsche Hörwahrnehmung, bei der ein Ton auf einem Ohr normal, auf dem anderen
Ohr aber verfremdet - höher oder tiefer - gehört wird. Vorkommen z.B. bei der → Meniere-Erkrankung oder einem → Hörsturz.
Diskrimination: Auditive Diskrimination
ist die Fähigkeit des gesunden Gehörs, Töne oder Geräusche, welche als weniger
wichtig eingestuft werden, weitgehend auszublenden oder in den Hintergrund zu
drängen, und damit in lärmiger Umgebung sich auf jene Gesprächspartner oder
Schallquellen zu konzentrieren, die man zu hören wünscht.
Diskriminationsverlust:
Als
solchen bezeichnet man nach einem Sprachaudiogramm (→ Audiogramm) den Prozentsatz dessen, was
nicht verstanden wurde. Der Diskriminationsverlust (in %) ist das, was an → Verständlichkeit (in %)
fehlt; somit ergeben Diskriminationsverlust + Verständlichkeit 100%. Ein
Diskriminationsverlust von 0 - 5 % bedeutet noch eine volle
Silbenverständlichkeit; 15 - 20 % noch eine volle Wortverständlichkeit; 40 %
nur noch Satzverständnis; 50 % noch Satzverständnis in bekannten Situationen;
bei 60 % ist zusätzliches Absehen notwendig; bei 80 % wird nur noch
Satzrhythmus wahr genommen, ein Verständnis des Inhalts ist nicht mehr möglich.
DSB → Deutscher
Schwerhörigen-Bund (DSB)
DSL (Desired Sensation
Level): Hörgeräte-Anpassformel für Kinder, die von Dr. R.C. Seewald an der
University of Western Ontario entwickelt wurde. Sie berücksichtigt die
Lautheitswahrnehmung so, dass leise Signale zwar als leise, aber noch deutlich
wahrgenommen werden, mittellaute Signale als angenehm, und laute Signale zwar
laut, aber nicht unangenehm empfunden werden.
Ductus
endolymphaticus: Fortsetzung
des inneren Lymphgangs der Hörschnecke(→ Cochlea) zur Hirnbasis Er verbindet
den Ductus utriculosaccularis mit einem erweiterten Blindsack unter der harten
Hirnhaut an der Hinterseite des Felsenbeins. Diese Verbindung, ein
Endolymphgang, durchzieht die knöcherne Hirnschale in einem eigenen
Knochenkanal des Felsenbeins (Aquaeductus vestibuli).
Dynamik
(von gr.
dynamos =Kraft): Die Dynamik ist in der Akustik das Verhältnis zwischen der
geringsten und größten verfügbaren bzw. hörbaren Lautstärke eines Tones. Die
Dynamik einer akustischen Information bezeichnet somit das Verhältnis von
geringster zu größter Lautstärke. Die Dynamik der Umgangssprache umfasst etwa
40 dB. Der gesamte Dynamik-Bereich - von der Hörschwelle bis zur
Unbehaglichkeitsschwelle oder Schmerzgrenze - umfasst bei Guthörenden etwa 100
dB. Bei Hörgeschädigten ist dieser Bereich erheblich eingeengt durch die
Erhöhung der Hörschwelle und meistens auch durch eine Herabsetzung der
Unbehaglichkeitsschwelle. Im Extremfall kann ein Ton schon im
Hörschwellenbereich als unbehaglich empfunden werden, so dass für diesen
Frequenzbereich eine Hörhilfe nicht möglich ist.
Eine
Hörgeräte-Anpassung muss die "Restdynamik", die einem Hörgeschädigten
noch zur Verfügung steht, vor allem in den für das Sprachverständnis wichtigen
Frequenzen so ausnutzen, dass mittellaute Sprachsignale über die betr. Hörschwelle
angehoben, d.h. so verstärkt werden, dass sie damit gehört werden. Andererseits
dürfen laute Signale nicht so verstärkt werden, dass sie die
Unbehaglichkeitsschwelle überschreiten. Dieses "Zusammendrücken" der
gegebenen Eingangs-Dynamik auf die dem Hörbehinderten angepasste
Ausgangs-Dynamik wird → Kompression genannt.
Dysakusis: Jede Störung der Gehörempfindung (→ Anakusis / → Hyperakusis / → Hypoakusis )
ECochG = Elektrocochleographie, ein Verfahren der → ERA
Edulink: Hör-Hilfsgerät der Fa.
Phonak zur Anwendung bei → AVWS, siehe praxispaediatrie.ch
EEG = Elektroencephalogramm,
Aufzeichnung von Spannungsschwankungen in der Hirnrinde, siehe www.anfallskind.de/46.htm
EEG-Audiometrie → ERA
efhoh (European Federation of the Hard of Hearing) ist
ein Zusammenschluss europäischer und nationaler Hörgeschädigtenverbände
Eingangssignal : Bei Hörverstärkern der
ursprüngliche Schall am Eingang eines Hörsystems (z.B. am Mikrofon).
Gegensatz: Ausgangssignal, z.B. am
Lautsprecher (bei Hörgeräten Hörer genannt)
Eingliederungshilfe für Schwerbehinderte: Definition siehe http://behinderung.org/gesetze/Einglhilf.htm
Eingliederungszuschuss für hörbehinderte
Arbeitslose ( sowie bei drohender Arbeitslosigkeit) kann der Arbeitgeber vom Arbeitsamt
erhalten; von Bedeutung sind dabei u.a. das Alter des Betroffenen und der Grad
der Behinderung. Auskunft erteilen die Arbeitsämter.
Einschwingzeit:
Einschwingzeiten
gibt es u.a. bei Hörgeräten mit → AGC.
Es ist die Zeit, die das System benötigt, um bei plötzlicher Änderung der (mit
dem Hörgerät aufgenommenen) Eingangslautstärke eine gewünschte (nach
Verstärkung zu hörende) → Ausgangs-Lautstärke zu erzeugen - also darauf
"einzuschwingen". Bei digitalen Hörgeräten liegt diese Zeit im
Bereich von mehreren Tausendstel Sekunden. Die Werte sind aus den Datenblättern
der Hörgeräte zu entnehmen.
Elektrocochleographie, ein Verfahren der → ERA
Elektronystagmographie
= ENG: Gleichgewichtsprüfung,
heute meist mit digitaler Verarbeitung, Diagnostik und Aufzeichnung als
Computer-Nystagmographie (CNG), siehe u.a. unter www.krillke.de/html/untersuchungen.html
Elternvereine/ -verbände von Eltern hörgeschädigter
Kinder siehe unter→
Kinder, hörgestörte
Encephalitis/ auch Enzephalitis: Entzündung des Gehirns, mögliche Ursache
eines Gehörschadens; siehe auch → Meningitis/Meningo-encephalitis
(gr. Encephalon=Gehirn). Eine Virus-bedingte Hirnentzündung, etwa bei Mumps
oder Masern, kann bei Mitbefall von Innenohr oder Hörnerv zu Taubheit führen,
auch beidseitig.
Endolymphe:
Lymph-Flüssigkeit,
welche weitgehend der Hirnflüssigkeit (Liquor) entspricht und welche sich im → Innenohr in einem
verbundenen Gangsystem befindet. Dieses umfasst den mittleren Gang der Hörschnecke
(Scala media), die Vorhofsäckchen, die Bogengänge und einen Endolymphgang,
welcher in einem eigenen Knochenkanal das Felsenbein durchbricht und in einem
Säckchen unter der harten Hirnhaut endet. Auf diesem Wege können Entzündungen
des Labyrinths auf die Hirnhäute fortgeleitet werden und zu einer
Hirnhautentzündung führen. Als endolymphatischer
Hydrops bezeichnet man eine Druckerhöhung im Endolymphsystem durch
gesteigerte Produktion der Endolymphe oder gestörten Abfluss (eine Ursache des →Morbus Meniere). Vgl. auch → Perilymphe
ENG → Elektronystagmographie
Entlüftungsbohrung
= Belüftungsbohrung = Zusatzbohrung, siehe
offene und geschlossene Versorgung bei → Hörgeräte-Otoplastiken
ERA (Evoked Response Audiometry)
Unter ERA versteht man unterschiedliche Verfahren, mit der
Nervenzellen-Potentiale, die durch einen Schall-Reiz ausgelöst werden
(=akustisch evozierte Potentiale, → EAP), registriert werden. Diese können - in kurzem
zeitlichen Abstand nacheinander - aus dem Innenohr, der Hörbahn, dem Hirnstamm
und der Hirnrinde aufgezeichnet werden. Mit der
1. Elektrocochleographie (auch „Promontoriumstest“) wird die Funktion
des → Cortischen Organs im Innenohr geprüft. Das kann
z.B. notwendig sein vor einem → CI. Sie ist technisch aufwändig, weil dazu eine
Elektrode durch das anästhesierte Trommelfell in die → Paukenhöhle und an das → Promontorium eingeführt
wird. Sie wird daher i. d. R. in spezialisierten Kliniken durchgeführt. Dies
kann auch unter Beruhigungsmittel oder in Narkose erfolgen. Der Schallreiz ist
ein "Click", die Ganglien in der Schnecke antworten darauf - bei
positivem Ausfall der Untersuchung - innerhalb von 4 Tausendstel Sekunden mit
evozierten Potentialen. Siehe auch → Promontoriumstest. Weiteres siehe http://de.wikipedia.org/wiki/ECochG Die
2. BERA (Brainstem Evoked
Response Audiometry) kann ebenfalls im Schlaf oder in Narkose durchgeführt
werden. Die Untersuchung ist schmerzlos und völlig ungefährlich. Die evozierten
Potentiale werden dabei - ohne unangenehme Eingriffe - nach einem Click
innerhalb einer hundertstel Sekunde von Elektroden an der Kopfhaut abgeleitet.
Mit dieser Untersuchung kann die Funktion des Innenohrs, der Hörnerven und der
Hörganglien des Hirnstamms geprüft werden. Eine frequenzspezifische Prüfung ist
nur in engen Grenzen möglich. Die sogenannte NN-BERA
(Notched-Noise-BERA) ist heute eine übliche Untersuchungsmethode vor
einer Hörgeräteanpassung im Säuglings– und Kleinkindesalter. Dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChe_akustisch_evozierte_Potenziale
Bei der
3. CERA (Cerebral Evoked Response Audiometry) wird die Ankunft und Verarbeitung der Höreindrücke in der Hirnrinde nachgewiesen. Nach Eingabe eines kurzen Tons können die so evozierten Potentiale innerhalb einer halben Sekunde registriert werden. Die CERA setzt jedoch eine Wachheit des Patienten voraus und kann dadurch bei Kleinkindern technisch schwierig sein. Sie ist auch abhängig von der Hirnreifung. Im übrigen entspricht der Untersuchungsvorgang etwa dem der BERA. Ein Vorteil der CERA ist, dass eine bessere frequenzspezifische Prüfung der Hörschwellen erfolgen kann.
Erbleiden
als
Ursache einer Hörschädigung → Ursachen einer Hörschädigung
Esteem: Hörimplantat (Mittelohr) der Firma Envoy
siehe http://www.envoymedical.de/esteem.htm
Eustachische
Röhre: Benannt
nach Bartolomeo EUSTACHIO, 1520-1574. Die Eustachische Röhre wird auch
"Ohrtrompete" oder "Tube" genannt und bildet eine
belüftende Verbindung des → Mittelohrs
mit dem Rachen, damit der Luftdruck auf beiden Seiten des Trommelfells
ausgeglichen bleibt. Sie öffnet sich in der Regel nur beim Schlucken, was als
Klickgeräusch bei einem Druckausgleich gelegentlich hörbar ist, besonders bei
Infekten der oberen Luftwege, weil dann die Belüftung durch Schwellungen
behindert wird. Auch Wucherungen im Rachenraum („Polypen“) können die Belüftung
verlegen und damit die Mittelohr-Funktion erheblich beeinträchtigen.
Ex-Hörer-Technologie: siehe CRT
Facialis, nervus: Gesichtsnerv, 7. Hirnnerv, versorgt motorisch die
Gesichtsmuskulatur (damit die Mimik).
FAEP:
Frühe auditorisch evozierte Potentiale, die bei der →
BERA registriert werden
Fehlhörigkeit
besagt
verfälschtes Hören, wie häufig bei der → Schallempfindungsschwerhörigkeit. Vom Gehörten fehlen z.B. die
hohen → Frequenzen; demzufolge wird
etwas gehört, aber nicht verstanden.
FELDMANN-Test:
Test zur
Prüfung der → dichotischen
Diskrimination. Dabei wird geprüft, wie viel verstanden wird, wenn beiden Ohren
gleichzeitig mit Kopfhörern verschiedene Testworte angeboten werden
Fernbedienung : → Hoergeraete-Zusatzausstattungen
Fernsehhilfen sind Zusatzgeräte, welche
den Fernsehton für den Hörgeschädigten nicht nur lauter, sondern vor allem auch
verständlicher übertragen, ohne dass mithörende Angehörige dadurch gestört
werden. Dies können → Kopfhörer
sein - am besten mit gesonderter Regulierung der Lautstärke und einem
zusätzlichen "Equalizer" für mehrere Frequenzkanäle, die individuell
der Hörschädigung angeglichen werden können. Bei einer Hochton-Schwerhörigkeit
werden z.B. sonst die Störgeräusche der unteren Frequenzen sehr störend mit
verstärkt. Besser sind → Induktionsanlagen, wenn
das Hörgerät eine leistungsstarke T-Spule besitzt. Damit können auch die
Hörgerät-Programmierungen genutzt werden. Eine weitere gute Möglichkeit ist
eine → Infrarotanlage, dessen
Sender an das Fernsehgerät angeschlossen wird. Die Infrarotwellen erreichen
(nur auf direktem Weg, in Sichtverbindung) einen kleinen Empfänger, der mit dem
Audio-Eingang der Hörgeräte verbunden wird. Als behelfsmäßige Lösung bieten
sich Hörbügel-Infrarotempfänger vor allem für diejenigen an, welche noch kein
Hörgerät besitzen. Eine direkte Übertragung in manche Hörgeräte ist auch mit → FM-Anlagen (z.B. HandyMic)
möglich. Internetadressen mit eingehenden Beschreibungen siehe bei → Hilfen.
Festbeträge sind die festgelegten
Beträge, bis zu denen die deutschen gesetzlichen Krankenkassen Hörgerätekosten
übernehmen. Näheres siehe unter http://www.aok-gesundheit.pdf
und http://www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/HOERGERAETE/news96.htm
. Siehe auch Hörgeräte-Kostenträger.
Fingeralpabet,
deutsches siehe schwerhoerigen-netz.de und visuelles-denken.de
FLETCHER-MUNSON-Kurven zeigen
"Isophone", das sind die Verbindungslinien der Punkte des gleichen
subjektiven Lautheitseindrucks auf dem → Hörfeld.
Flüstern und Verständnis mit Hörgerät: Siehe Pinboard
5103
Flugreisen : Bei geschlossener Versorgung (→ Hörgeräte/ 11.Otoplastik) sollten wegen der
Luftdruckschwankungen im Flugzeug die Hörgeräte vor Start und Landung
herausgenommen werden. Andernfalls kann es zu schmerzhaftem Luftdruck auf das
Trommelfell kommen. Während des Reiseflugs auf gleicher Höhe und dabei in der
Regel konstantem Luftdruck können sie
wieder eingesetzt werden.
FM-Anlagen
(FM
für Frequenz-Modulation) können in großen Räumen (Hörsälen, Kirchen,
Schulen, Kindergärten) oder bei Führungen das Verstehen erheblich verbessern,
oft überhaupt erst ermöglichen. Sie bestehen in der Regel jeweils aus einem Sender,
einem Empfänger und einem Ladegerät. Der Sprecher
benutzt ein Mikrofon (das evtl. auch an der Kleidung befestigt wird), welches
das Schallsignal aufnimmt und über eine kleine Sendeanlage mit Kurzstreckenfunk
an die mobilen Empfänger überträgt. Der Funkempfang ist als Direktempfang über
Induktionsschleifen oder die Audioeingänge der Hörgeräte möglich (→MicroLink),
oder über mobile Empfangsgeräte mit Kabelanschluss an Kopfhörer (→Mikroportanlage).
Einzelheiten und Preise bei
Akustikern oder →
Hilfsmittel . Siehe auch phonak
(ML9i) , oticon
(amigo) und zu mini-FM bei CI-Trägern . Vergleich SmartLink und Campus siehe Pinboard
4095
Fördermöglichkeiten , berufliche,
bei Hörbehinderung: Siehe → Berufliche Eingliederung und unter www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/ratg.asp?inhalt=BERUF/uebersicht
Fördergemeinschaft
gutes Hören (FGH) bietet umfangreiche
Informationen von Hörakustikern
Formanten:
Die Sprache enthält
für die Sprachlaute (Vokale=Selbstlaute, Konsonanten=Mitlaute)
charakteristische Formanten, das sind Frequenzbereiche mit verstärkten
Teilschwingungen. Am wichtigsten für die Verständlichkeit der Sprache sind die
Formanten für die Mitlaute im Bereich 2000 bis 3000 Hertz. Siehe www.dhi-online.de/DhiNeu/12_Fachtec/FtHgTec/01_AufgabenHg/Fthgtec_0101.html (unten).
Fowler-Test:
Vergleich
der Lautheitsempfindung beider Ohren bei einseitiger Schwerhörigkeit. Dabei
werden leise Töne mit dem schlechthörenden Ohr nicht oder viel leiser gehört
als auf dem guthörenden Ohr, sehr laute Töne jedoch auf dem schlechthörenden
Ohr gleich laut oder auch lauter empfunden. Ein solcher positiver Ausfall des
Testes beweist ein → Recruitment
und damit eine Schallempfindungsschwerhörigkeit. Bei negativem Ausfall des
Testes kann man eine Hörnerven-Schädigung annehmen.
Franceschetti-Syndrom: Betroffene leiden - neben anderen Gesichtsfehlbildungen
im Jochbein-Kiefer-Gaumen-Bereich – unter einer Fehlbildung (Dysplasie),
gelegentlich auch dem Fehlen (Aplasie) der Ohrmuscheln und der Gehörgänge.
Frauen
hören
etwas besser als Männer. Die Hörschwellen von Frauen liegen im Durchschnitt
deutlich unter denen der Männer, besonders bei hohen Frequenzen. Die
altersbedingte Absenkung der Empfindlichkeit des Gehörs verläuft bei Frauen
langsamer.
Freiburger
Sprachverständnistest: Der FreiburgerTest ermittelt den Hörverlust des Schwerhörigen
für Sprache, den →
Diskriminationsverlust,
die Lautstärke der besten Verständlichkeit und die Unbehaglichkeitsschwelle für
Sprache. Der Hörverlust für Sprache beschreibt, um wie viel lauter Sprache beim
Betroffenen gegenüber Guthörenden sein muss, um 50 % des Gesprochenen zu
verstehen. Das Testmaterial ist phonetisch und lautstärkemässig ausgeglichen.
Es besteht aus 10 Reihen mehrsilbiger Zahlen und 20 Reihen einsilbiger Wörter.
Freifahrtscheine
für den
öffentlichen Nahverkehr kann ein Hörbehinderter erhalten – in der Regel ab 80 %
GdB (→
Grad der Behinderung) – der auf die 50%-Steuerermäßigung für Kfz verzichtet und
noch einen geringen Pauschalbetrag entrichtet (z.B. 60 Euro/Jahr; örtliche
Unterschiede). Übersicht über unentgeltliche Beförderung Schwerbehinderter
siehe www.oepnv-info.de
Freifeldaudiometrie/ Freifeldmessung siehe unter → Audiometrie
Frequenz
: In der
Akustik die Zahl der Schwingungsperioden eines Tones pro Sekunde, bezeichnet
mit → Hertz,
abgekürzt Hz. Der menschliche Hörbereich liegt zwischen 20 und 20 000 Hertz (=
20 Kilohertz, abgekürzt kHz) Die für das
→ Sprachverständnis
wichtigsten Frequenzen liegen zwischen 100 und 3000 Hz. Dazu siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik2.htm
Frequenzblenden
= Tonblenden → Hörgeräte/ Leistungsmerkmale
Frequenzgang : Die
Verstärkung eines Hörgerätes kann man für jede Frequenz graphisch aufzeichnen.
Die so gewonnene Kurve wird als akustische Wiedergabekurve oder auch als
Frequenzgang bezeichnet.
Frequenzgruppe:
Umschriebener hörbarer Frequenzbereich zur Signalverarbeitung. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzgruppe
Freizeitangebote:
Siehe
unter → Fernsehen mit UT, → Kino mit UT, → Reiseangebote, → Video
Frühschwerhörigkeit: Schon vor dem Spracherwerb
bestehende/ erworbene SH (= praelinguale Schwerhörigkeit)
Führerschein: Die
Fahrerlaubnis-Regelungen für Schwerhörige und Gehörlose werden örtlich
unterschiedlich - oft willkürlich - gehandhabt. Oft werden die Führerscheine
von Hörbehinderten ohne Auflagen erworben. Eine Hörbehinderung ist anzugeben,
wenn im Führerschein-Antragsformular danach gefragt wird. Meistens muss dann
vom HNO-Facharzt ein Attest beigebracht werden dahingehend, dass gegen die
Erteilung einer Fahrerlaubnis keine medizinischen Bedenken bestehen. In der
Regel wird dann zumindest der Führerschein für Pkw erlaubt. Als Auflagen können
verboten werden das Fahren von Lkw und die berufsmäßige Personenbeförderung.
Auch ein 2. Außenspiegel wird gelegentlich vorgeschrieben. Manche Auflagen
erscheinen fragwürdig, zumal auch Guthörende sich im Verkehrslärm fast nur
visuell und kaum akustisch orientieren. Deswegen werden Führerscheine ja auch
Gehörlosen ausgestellt. Fahrzeuge mit Martinshorn fallen im Verkehr meist eher
durch das Blaulicht auf. Die Motorfunktion des eigenen Wagens kann vom
Schwerhörigen weitgehend über die Vibrationen des Wagens empfunden werden.
Betr. ärztliches Gutachten siehe Pinboard 5270
.
Funkübertragungsanlagen (mobile) → FM-Anlagen
Garantie und Gewährleistung bei Hörgeräten: Siehe unter
Hörgeräte, Reparaturen
GdB : → Grad der Behinderung
Gebärden/ Gebärdensprachen: Gebärdensprachen sind die Sprachen der
Gehörlosen; im deutschen Sprachraum ist es die Deutsche Gebärdensprache (DGS).
In der Gebärdensprache findet die Gemeinschaft der Gehörlosen und Ertaubten ein
der Lautsprache ebenbürtiges visuelles Verständigungsmittel. Auch für hochgradig Schwerhörige wird das Erlernen der DGS empfohlen,
wenn sie an dieser Sprachgemeinschaft teilhaben wollen. Als Zwischenlösung
bieten sich die → Lautsprache-begleitenden Gebärden an. Siehe www.visuelles-denken.de .und Pinboard
5929 .
Gebärdensprachkurse:
Einführungen
siehe www.gehoerlosen-bund.de
und www.bgdbb.de
und www.bgn-ev.de/info/gebaerdensprache.html
, und www.kestner.de , einen
"Schnupperkurs" siehe www.visuelles-denken.de/Schnupperkurs2.html
Gebärdensprachdolmetscher :
Gebärdensprachdolmetscher: Berufsbild/ Ausbildung siehe www.links-guide.ru/sprachen/translation/gebaerden-dolmetschen.html
Bundesverband siehe www.dgs-gebaerdensprache.de ;
außerdem www.kestner.de/dolmetschen/frameset03.html
; www.gsel.com/sgw ;
Gebührenbefreiung
bei SH mit
→
Schwerbehindertenausweis und Merkmal RF
Gehirnstamm-Messung
→ BERA
Gehör:
Schallempfindungs-Organ;
zur Anatomie und Physiologie siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik0.htm
Gehörgang : Teil des → äußeren Ohres, siehe www.medidesign.de/Seiten/anato014.html
. Der äußere Gehörgang ist
auch bei der Hörgeräteversorgung ein wichtiges Glied in der Kette der
Schallvermittler. Er besitzt eine natürliche und individuelle
Resonanzverstärkung. Das Ohrpassstück mit seinem Zapfen, auch die
Im-Ohr-Geräte, können diese natürliche Gehörgangsresonanz verändern, besonders
mit der geschlossenen Hörgeräteanpassung (→ Hörgeräte, 11.Otoplastik).
Gehörgangsatresie:
Angeborener
Verschluss, auch Fehlen des äußeren Gehörgangs.
Gehörgangsdysplasie:
Mißbildung
des äußeren Gehörgangs, z. B. beim → Franceschetti-Syndrom.
Gehörgangsentzündung : Juckende und schmerzende
Entzündungen der Haut des äußeren Gehörgangs; oft ist auch die Ohrmuschel
beteiligt. Ursache kann eine Haarbalgentzündung (ein „Pickel“) sein, oft ist es
– beim Gehörgangsekzem - eine Allergie gegen das Otoplastik-Material
oder -Pflegemittel, von Bedeutung kann auch der Druck und Stau durch das
Ohrpassstück sein und die fehlende Belüftung des Gehörgangs, was auch eine
Infektion durch Pilze oder Bakterien begünstigt. Eine ärztliche Behandlung
sollte umgehend erfolgen. Die Belüftung des Gehörgangs kann durch eine offene –
oder vermehrt offene – Versorgung (→ Hörgeräte/ 11.Otoplastik) verbessert werden, was
bei HdO-Geräten besser als bei IdO – Geräten gelingt. Bei Allergie gegen das
Material kann man harte Otoplastiken mit einer Schicht Glas, Gold oder Titan
überziehen. Im Notfall - bei andauernder Unverträglichkeit - kann auf ein → BAHA oder teilimplantierte
Hörgeräte ausgewichen werden, wie z.B. das RetroX ( www.retrox.info ), was jedoch einen
chirurgischen Eingriff erfordert.
Gehörknöchelchen : Die Gehörknöchelchenkette
Hammer-Amboß-Steigbügel im → Mittelohr verstärkt durch ihre Hebelwirkung die
vom Trommelfell aufgenommene Schallenergie und überträgt sie weitgehend
reflexionsarm auf die → Perilymphe
des →
Innenohrs. Einzelheiten siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/mittelohr.htm
, und www.bzga.de/bzga_stat/lug/kap2/abb3ac.html
Gehörlosengeld:
Gehörlose
(→ GL) können in einigen
Bundesländern beim Sozialamt die Auszahlung eines Gehörlosengeldes beantragen,
das in der Regel unabhängig vom Einkommen und Vermögen gewährt wird. Die
Bestimmungen und die Beträge richten sich nach - unterschiedlichen -
Landesgesetzen.
Gehörlosenhund: Hund, der darauf dressiert
wird, seinen gehörlosen oder schwerhörigen Besitzer auf bestimmte
Schallereignisse aufmerksam zu machen, z.B. auf das Klingeln von Wecker,
Telefon oder Haustürklingel, oder z.B. auf eine Ansprache mit seinem Namen.
Siehe www.sam-deutschland.de/sh_sub_signalhoerhund.htm und www.podenco-in-not.de/html/body_prima_partner.html
und www.hoerhunde.ch und www.ferdinand.ch
Gehörlosigkeit : Das Fehlen einer
Hörempfindung; nach amtlicher Auslegung das Fehlen eines für das
Sprachverständnis verwertbaren Gehörs, wobei noch ein wenig Restgehör vorhanden
sein kann. M siehe www.hoerhunde.ch und www.ferdinand.ch an unterscheidet die praelingual
Gehörlosen („Frühertaubte“, noch vor dem Spracherwerb ertaubte) von den → postlingual Gehörlosen („Spätertaubte“). Die
Grenze zwischen „an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit“ und der Gehörlosigkeit
wird meist bei einer Hörschwelle von 90-100 dB im Sprachbereich gezogen, ist
jedoch umstritten, zumal heutige "Power"-Hörgeräte ein entsprechendes Restgehör noch zu einem
Sprachverständnis nutzen können. Auch die Zuordnung der CI-Träger ist umstritten.
Siehe auch →
Grad der Hörschädigung und Merkzeichen → GL. Weiteres unter www.gehoerlose.de
und www.wir-gehoerlosen.de
und www.visuelles-denken.de
.
Gehörschädigung:
Eine
Schädigung des Gehörs durch Schall-Einwirkung betrifft im wesentlichen die
Haarzellen des →
Cortischen Organs des Innenohrs und ist abhängig von der Schallintensität und
seiner Dauer. Siehe auch weitere → Ursachen einer
Schwerhörigkeit.
Gehörschutz:
Ein
Gehörschutz kann vom Hörgeräteakustiker angefertigt werden. Man hört damit
leiser, kann sich aber noch verständigen. Gebraucht wird ein Gehörschutz z.B.
von Arbeitern in Montagehallen oder Sägewerken, auch von Berufsmusikern.
Verschiedene Ausführungen siehe z.B. bei www.sonicshop.de
. Auch ein Hörgerät kann als Gehörschutz dienen, siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/BERICHTE/berichte.asp?artikel=12
Genetik nicht-syndromaler Hörstörungen siehe www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=48891
Geräteschale: An den Gehörgang angeformte Kunststoff-Umhüllung
des →
Im-Ohr-Gerätes
Geräusch:
Schall mit
nicht periodischer Mischung zahlreicher Frequenzen. Siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik31.htm
Gerichtssprache/
Verständigung
mit dem Gericht bei SH: Siehe http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/gvg/__186.html
Gesamtwortverstehen – zur Ermittlung des prozentualen Hörverlustes - siehe www.uwendler.de/ahp/nr/26/26.5.a.htm
Geschichte der
Hörhilfsmittel/ Hörhilfen/ Hörgeräte siehe www.aha-luebeck.de/index.php?module=pagesetter&func=viewpub&tid=2&pid=9
geschlossene
Versorgung →
Hörgeräte, 10. Otoplastik
Gesetze zur Minderung der Benachteiligung von Behinderten; siehe www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/politik.asp
GL : Abkürzung für
"gehörlos" oder "Gehörlose(r)", auch Merkzeichen im → Schwerbehindertenausweis. Amtlich gelten
in Deutschland als "gehörlos" Personen, die beiderseits taub oder an
Taubheit grenzend schwerhörig sind( siehe → Grad der Hörschädigung) und außerdem schwere Sprachstörungen
haben, also sich in der Öffentlichkeit und am Telefon schwer verständigen können
und sich überwiegend nicht mit Lautsprache, sondern in der Gebärdensprache
verständigen. Dabei gibt es in Grenzfällen – je nach Amt und Bundesland –
erhebliche Unterschiede in der Auslegung. Dazu siehe Pinboard
4066 sowie www.global-help.de/merkzeichen-abhaenige-nachteilsausgleiche/9-cm.shtml
Gleichgewichtsapparat
(=Vestibularorgan): Zum
→ I nnenohr gehört auch der
Gleichgewichtsapparat, der aus zwei kleinen Bläschen, dem Sacculus (lat. = Säckchen) und dem
Utriculus (lat. = kleiner Beutel), sowie drei → Bogengängen besteht. Sacculus und Utriculus enthalten
winzige Kalksteinchen, deren Druckrichtung sich – bedingt durch die Schwerkraft
der Erde – entsprechend der Lage des
Kopfes verändert , was von besonderen Sinneszellen empfunden wird. Die
Bogengänge sind drei ringförmige Kanäle, die nach den drei senkrecht zueinander
stehenden Ebenen des Raumes ausgerichtet
und mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Die Härchen der Sinneszellen
ragen in das Innere der Kanäle, die auf die Bewegung der Flüssigkeit bei
Lageänderung oder Körperbeschleunigung reagieren und Impulse an das Gehirn
senden. Das Gehirn entschlüsselt diese und reagiert reflektorisch darauf, so
dass das Gleichgewicht unwillkürlich gewahrt wird.
Gleichgewichtsprüfung (=ENG) siehe www.krillke.de/html/untersuchungen.html
(ganz unten)
Gleichgewichtsstörungen
und
Schwindelgefühle treten oft im Zusammenhang mit akuten Hörstörungen auf (→ Hörsturz), bedingt u.a. durch die enge
Verbindung des Hörsinnesorgans ( → Corti-Organ)
mit dem Gleichgewichtsorgan über das → Endolymphsystem.
Reha siehe http://www.pitzer-kliniken.de
Gleichstellung :
Bei einem Grad der Behinderung (GdB) von 30 % (bis unter 50 %) können Personen
auf Antrag schwerbehinderten Menschen zum Teil gleichgestellt werden. Näheres
siehe www.schwbv.de/gleichstellung1.html und Pnboard
4946
Gleichstellungsgesetze : Gesetze zur Minderung der
Benachteiligung von Behinderten; siehe www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/politik.asp
Grad
der Behinderung (GdB), frühere Bezeichnung: Minderung der Erwerbstätigkeit (MdE): Der
GdB ist eine für Hörbehinderte wichtige amtliche Feststellung nach Maßgabe
eines ärztlichen Gutachtens. Zur Ermittlung des GdB/MDE–Grades siehe schwerhoerigenforum
. Formular-Download zum Antrag siehe www.intakt.info
. Siehe auch Pinboard
4352 .
Grad
der Hörschädigung: Die
Einteilung richtet sich nach dem Hörverlust im → Hauptsprachbereich des → Hörfeldes im
"besseren Ohr" in
Über Häufigkeiten der Schweregrade und die
Altersverteilung siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/STELLUNG/bbgg.htm
.
Nach dem Grad der Hörschädigung richtet sich
weitgehend der amtliche → Grad
der Behinderung. Doch kann auch hochgradig Schwerhörigen u.a. durch → Hörhilfen und → Hörtaktiken eine weit
gehende lautsprachliche Verständigung gelingen, andererseits können
mittelgradig Schwerhörige - auch mit Hörhilfen - oft schon erhebliche
Kommunikationsprobleme haben.
Grundtöne: Als Grundtöne der Sprache
bezeichnet man die tiefen Töne im Bereich von 100 - 300Hz. Die Grundtöne
weiblicher und männlicher Sprecher liegen etwa eine Oktave auseinander; Männerstimmen liegen zwischen 125 und 250 Hz,
Frauenstimmen zwischen etwa 250 und 500 Hz. Sie sind für den Sprecher besonders
kennzeichnend. So erklärt sich, dass Hochton-Schwerhörige am Telefon anrufende
Personen oft an der Stimme erkennen können,
auch wenn sie ihre Worte nicht verstehen. Dazu siehe www.dhi-online.de/DhiNeu/12_Fachtec/FtHgTec/01_AufgabenHg/Fthgtec_0101.html
Gusher-Phänomen:
Schwallartiger Austritt von Perilymphe während
der zur CI-Implantation
notwendigen Bohrung vom Mittelohr in die Schnecke (Cochleostomie), meist bei Missbildungen
der Schnecke.
Haarzellen:
Im → Corti-Organ des Innenohres
sind die „inneren Haarzellen“ die Sinneszellen, welche die Schallsignale in
Nervenimpulse umwandeln. Die „äußeren Haarzellen“ dienen zur Verstärkung des
Schallsignals. Eingehendes siehe http://www.sinnesphysiologie.de/gruvo03/gehoer/aussen.htm
und http://www.sinnesphysiologie.de/haar/haar01.htm
Härtefallantrag/
Härtefallregelungen
: Für Hörbehinderte sind u.a. für die Zulassung zum Studium, Wartezeiten,
Wohnraumbeschaffung sowie Prüfungs-Umstände (z.B. Prüfungszeitverlängerung,
auch beim Abitur oder bei Meisterprüfungen) - Härtefallregelungen auf Antrag
möglich; siehe z.B www.studentenwerke.de/main/default.asp?id=06100 und
uni-essen.de/Studieren_mit_Behinderung
und uni-duesseldorf/BehBeauftr. Entsprechende Regelungen bei Schülern siehe
auch unter → Nachteilsausgleich.
Hammer: Im Mittelohr das mit dem Trommelfell verbundene → Gehörknöchelchen
Handy
für SH →Telefonieren/ Mobiltelefone
HandyMic:
→ MicroLink-Anlage
Hannoversche
Cochlear-Implant-Gesellschaft
Hauptfürsorgestelle : Früher für Behinderte die Anlaufstelle für
Beratung und Hilfe; nach dem neuen SBG werden diese Aufgaben jetzt für
Berufstätige vom →
Integrationsamt wahr genommen.
Hauptsprachbereich: Frequenz- und
Dynamikbereich, in dem Sprache vorwiegend stattfindet. Innerhalb des → Hörfeldes ist es ein annähernd Nieren- oder
Bananen-förmiger Bereich (= Sprachniere/Sprachbanane).Siehe www.dhi-online.de/DhiNeu/12_Fachtec/FtHgTec/01_AufgabenHg/Fthgtec_0101.html
HdO-
Geräte: Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte
(engl. BTE= Behind the Ear), → Hörgeräte,
Bauarten
Heilmittel-
und Hilfsmittel-Richtlinien für Hörhilfen zur Versorgung über die
gesetzlichen Krankenkassen; Rechtsprechung siehe http://db1.rehadat.de/rehadat/Reha.KHS
Hereditäre Schwerhörigkeit = vererbte SH, → Ursachen
Hertz: Einheit der Frequenz =
Zahl der Schwingungen pro Sekunde, abgekürzt Hz, benannt nach dem Physiker
Heinrich Hertz (1857-1892).
Hilfen/ Hilfsmittel für Schwerhörige sind
1. Das Hören
verbessernde technische Hilfen: Hörsysteme wie → Hörgeräte, → Hörverstärker, → BAHA, → CI ;
Übertragungsanlagen wie → Konferenzmikrophone,
→FM-Anlagen,
→
Induktionsanlagen, → Infrarotanlagen; hörverbessernde Raumgestaltung
2. Das Hören
ersetzende Hilfen: „Sehen statt
Hören" mit →
Gebärden, → Bildtelefon, → Lichtsignalanlagen; dazu gehört auch Schrift
statt Sprache mit E-Mail, Fax, →Schreibtelefon, → Schriftdolmetschern, → Movie-Text-Decodern,
→ Fernseh-und Film-Untertiteln, Fernseh-Videotext.
Ausserdem kann man „Fühlen statt
Hören“ z.B. mit dem → Vibrationswecker und → vibro-taktilen Hörhilfen .
Dazu technische Einzelheiten und Preise bei Hörgeräte-Akustikern und im Fachhandel;
über das Internet siehe www.hoerhelfer.de
/ www.hoershop.com
/ www.hgt.de / www.humantechnik.com / www.reha-com-tech.de / http://hoergeraete24.com Hörhilfen-Finanzierung siehe unter → Kostenträger; Weiteres unter www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/TECHNIK
Hilfsmittel-Richtlinien zur Verordnung von
Hörhilfen: www.physio.de/zulassung/richtlinien_hoerhilfen.htm
; Rechtsprechung zur Erstattung durch
gesetzl. Krankenkassen/ Literatur / Beratung
: http://db1.rehadat.de/rehadat/Reha.KHS
; Hilfsmittelverzeichnis der Kr.kassen siehe rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS
Hilfsmittelverzeichnis der Ersatzkrankenkassen: www.vdak.de/hilfsmittelverzeichnis.htm
Hintergrundgeräusch → Störgeräusch/
Störlärm
Hirnstamm-Implantat,
auch Hirnstammprothese Bei Taubheit durch beidseitigen Ausfall des Hörnerven kann eine
Hirnstammprothese implantiert werden. In diesen - seltenen - Fällen kann durch
direkte Reizung von Hörnervenkernen im Hirnstamm (=ABI: Auditory Brainstem Implant ) oder Mittelhirn (→ AMI) mit Elektroden noch
eine Hörempfindung vermittelt werden. Weiteres siehe www.nf2.de/index.php?goto=abi
HNO-Kliniken/
Uni-kliniken -Adressen
Hochpassfilter
im
Hörgerät blenden tiefe Frequenzen aus, um bevorzugt die für die
Sprachverständlichkeit notwendigen höheren Frequenzen zu übermitteln.
Hochtonschwerhörigkeit:
Sonderfall
der →
Schallempfindungsschwerhörigkeit, bei der vor allem der Hochtonbereich über
3000 Hz betroffen ist; behndert besonders die → Sprachverständlichkeit.
Hochton-Steilabfall → Steilabfall
Hörbahn und Hörzentren: Schema siehe www.almeda.de/almeda/roche/0,1086,15871,00.html
Hörbehinderung:
Jede
vorübergehende oder andauernde Einschränkung der Hörfähigkeit, von der leichten
Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit.
Hörbereich:
Frequenzbereich,
der vom menschlichen Ohr wahrgenommen werden kann. Er liegt bei Guthörenden
zwischen 16 Hz und 20 000 Hz – geht ausnahmsweise bei Kindern bis 30 000
Hz.
Hörbrillen/
Hörbügel: HdO-Geräte
können an eine ständig getragene Brille gekoppelt werden. Mit der zunehmenden
Hörgeräte-Miniaturisierung sind Hörbrillen heute kaum noch gefragt, zumal
HdO-Geräte auch einfach mit Brillenadaptern am Brillenbügel befestigt werden
können. Besonders in Verbindung mit → Knochenleitungshörgeräten
oder bei einer →
Cros-Versorgung ist eine Hörbrille oder ein Hörbügel jedoch vorteilhaft.
Hörempfindlichkeit:
Das
menschliche Gehör hat seine größte Empfindlichkeit im Frequenzbereich von 2000-
4000 Hz. Sehr hohe und sehr tiefe Töne sind schwerer wahrnehmbar. Die → Lautheit der Sprache wird
jedoch vorwiegend im Frequenzbereich unter 1000 Hz empfunden – hier werden auch
die Vokale (= Selbstlaute wie a e i o u) gehört – während die Verständlichkeit
der Sprache mehr durch die Konsonanten (= Mitlaute wie f k s t ) vermittelt
wird, die im Frequenbereich von 2000-4000H gehört werden.
Hörempfindungs-Schwerhörigkeit:
= → Schallempfindungsschwerhörigkeit, auch
Innenohrschwerhörigkeit
Hörempfindung bei Schwerhörigkeit,
akust. Beispiele zur Demonstration für Gut-Hörende: Siehe
www.german.hear-it.org/forside.dsp?forside=yes&area=244
Hören, verzerrtes siehe Pinboard
4079
Hörentwicklung bei Kindern: www.ci-centrum.de/Hoeren/Hoerentwicklung.pdf
Hörer
im
Hörgerät: Die Bezeichnung für die (winzigen) Lautsprecher; siehe unter
Hörgeräte, Leistungsmerkmale
Hörermüdung: Im Gegensatz zur normalen → Adaptation bedeutet eine
Hörermüdung eine krankhafte rasche Absenkung des Hörvermögens bei einer
andauernden Hörempfindung, z.B. eine Absenkung um 30 dB innerhalb einer Minute.
Mit dem Schwellenschwundtest nach CARHARt kann man
feststellen, ob eine echte Hörermüdung vorliegt durch eine Schädigung
der Hörnerven.
Hörfeld/
Hörfläche des Menschen Der Wahrnehmungsbereich des Gehörs wird einerseits begrenzt von
der niedrigsten und höchsten wahrnehmbaren Frequenz (ca. 16 Hz bis ca. 20 000
Hz, bei Kleinkindern bis 30 000 Hz), andererseits vom niedrigsten
wahrzunehmenden bis zum höchsten verträglichen Schallpegel (0 bis ca. 130 dB).
Zwischen diesen Grenzen liegt das „Hörfeld“ oder die „Hörfläche“, Darstellungen
siehe www.dhi-online.de/DhiNeu/12_Fachtec/FtHgTec/01_AufgabenHg/Fthgtec_0101.html und http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rfl%C3%A4che
und http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/psychoak/vor.gif
Hörgeräte–Beratung,
unabhängige:
Per E-mail über das Hörgeräte-Kompetenzzentrum des DSB; siehe www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/HOERGERAETE/kteam.htm
Hörgeräte-Bauformen und Design
Hörgeräte-Hersteller und Hörgeräte-Vergleich
Hörgeschädigte:
Von einer
chronischen Beeinträchtigung des Hörvermögens Betroffene
Hörgeschädigten-Vereine:
Gehörlosen-Vereine
siehe www.taubenschlag.de und a.a.O. → Schwerhörigen- Vereine/Vereinigungen und → SH-Gruppen.
Hörhilfen/ Hörhilfsmittel → Hilfen, Hilfsmittel, auch → baukonstruktive Hörhilfen;
siehe auch www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/ratgeber.asp?inhalt=1
Hörhilfen,
Geschichte
siehe www.aha-luebeck.de/index.php?module=pagesetter&func=viewpub&tid=2&pid=9
Hörhunde → Gehörlosenhund
Hörimplantate = implantierte Hörhilfen
siehe unter →
BAHA, →
Cochlear Implant , → Vibrant Soundbridge
Hörkapsel:
siehe www.autec.de/index182.htm
Hörkerzen: Alternative sehr fragwürdige
Heilmethode, siehe www.htb.at/user/somo
und Pinboard
4076
Hörkurve
= Audiogramm: Die
durch Verbindung der Hörschwellenwerte sich ergebende Kurve, das
Tonschwellenaudiogramm (→ Audiometrie). Zwischen ihr und der Kurve
der Unbehaglichkeitsempfindungswerte liegt das → "Hörfeld" oder
"Resthörfeld". Die sich so darstellende restliche → Dynamik
(„Restdynamik") ist die Grundlage für eine Hörgeräteanpassung.
Problematische Formen ergeben sich z.B. bei einem → Steilabfall der Hörkurve im → Sprachbereich oder bei einem engen
Restdynamikbereich. Beispiel siehe hoerzentrum-hannover.de
Hörnerv:
Der
Hörnerv (Nervus cochlearis) enthält etwa 20-30 000 Nervenfasern, welche die
Sinnesempfindungen des → Corti-Organs bioelektrisch an das Gehirn vermitteln. Er zieht
durch einen Knochenkanal (Meatus acusticus internus) und erreicht als 8.
Hirnnerv den Kleinhirnbrückenwinkel, wo er über die Brücke (Pons) in den
Hirnstamm eintritt und die Cochlea-Kerne (Nuclei cochleares) erreicht. Diese
vermitteln die Empfindungen weiter über die → Hörbahn an das → Hörzentrum im Gehirn. Die Schädigung bzw.
Unterbrechung der Hörnerven ist z.B. durch Verletzung oder Tumordruck möglich
und führt dann zu einer neuralen oder → retrokochleären Hörschädigung.
Hörnerventest: Prüfung der Reizbarkeit
der Sinnes-Nervenzellen der Hörschnecke und die Weiterleitung der Reize über
den intakten Hörnerv. Diese kann durch
Reizimpulse über Mini-Elektroden am → Promontorium erfolgen.
Hörorgan: das →
Ohr, Anatomie und Physiologie: Siehe http://www.qeswhic.eu/downloads/letter02de.pdf
Hörphysiologie: Wissenschaft von
den biologischen Vorgängen bei der Hörempfindung; dazu http://home.arcor.de/mfiedler/psychoakustik.html
Hörrest → Resthoerigkeit
Hörrohr : Älteste Form einer
Hörhilfe: Ein Schalltrichter, der in ein Rohr mündet, das den so gesammelten
und verstärkten Schall ins Ohr leitet.
Hörschädigung/
Hörschaden : Allgemein
jede andauernde, nicht nur akute Funktionsbeeinträchtigung des Hörsinns, von
leichter Schwerhörigkeit bis zur Gehörlosigkeit. Klassifizierung nach Graden
siehe www.aaonline.dkf.de/bb/p339.htm
Hörschlauch : → Hörgeräte-Otoplastik/
Schallschlauch
Hörschwelle : Die untere
Empfindungsgrenze (= Hörschwelle) des menschlichen Gehörs liegt bei einer
Frequenz von etwa 4000 Hz bei = 10[-15] Pascal. Weiteres unter http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rschwelle
Hörscreening → Kinder,
hörgestörte, Früherkennung
Hörsprachschädigung : Defizite/Schäden des
sprachlichen Ausdrucksvermögens wie des Sprechvermögens als Folge mangelhaften
Hörens von Sprache wie auch fehlender Kontrolle des selbst Gesprochenen. Dazu
kommt es – fast unvermeidlich – bei andauernder hochgradiger Schwerhörigkeit.
Hörspule → Telefonspule
Hörsturz: Ein plötzlich auftretender Hörverlust auf einem Ohr, selten auf beiden Ohren, wobei die → Innenohrfunktion gestört ist. Eine umgehende Konsultation eines HNO-Arztes ist anzuraten. Der Hörsturz wird meistens von Ohrgeräuschen (→ Tinnitus), oft von einem Druckgefühl im Ohr und/oder von Schwindelgefühl begleitet. Der Schwindel vergeht gewöhnlich, der Tinnitus kann unter Umständen auch nach Wiederherstellung des Hörvermögens bestehen bleiben. Kinder unter 14 Jahren sind fast nie von einem Hörsturz betroffen Siehe www.medizinfo.de/ohren/innen/hoersturz.shtml
Hörsysteme : Alle Formen
elektronischer Hörhilfen, u.a. → Hörgeräte, → Baha, → Cochlea Implant (CI), →
Envoy und → Vibrant Soundbridge
Hörtaktik → Kommunikationstaktik
Hörteste : Die Frage, ob überhaupt
eine erhebliche Hörbeeinträchtigung besteht, beantworten die qualitativen
Teste: siehe → Hörscreening, → Fragebogenteste, → Telefonteste, → Online-Hörteste. Um auch Art und Sitz der
Schädigung festzustellen ist z.B. der → Stimmgabeltest und die → Hörweitenprüfung nützlich. Die Frage nach dem Ausmass des
Hörverlustes beantworten quantitative Teste, siehe → audiometrische Verfahren.
Umfangreicher Überblick: www.biap.org/biapallemand/Rec23-1all.htm
Hörtraining : Ein "Hörtraining" wird von → Reha-Instituten, → Audiotherapeuten und einigen Akustikern
angeboten; meist umfasst es neben Mundablese-Übungen weitere Anweisungen und
Übungen auf der Grundlage der individuellen Hörschädigung, sich auf besondere
Hörsituationen einzustellen und Hörhilfen verschiedener Art auszunutzen. Das
akustische Hörvermögen ist damit jedoch nicht zu verbessern.
Hörtraining nach Tomatis siehe www.neuropaediatrie.com/fileadmin/user_upload/pdfs/Tomatis_lang.pdf und www.dgpp.de/cons_tomat.pdf
Hörverlust, Anzeichen: Erste Hinweise auf einen
erheblichen – Hörgeräte-bedürftigen - Hörverlust sind u.a.: Schwierigkeiten des
Sprachverständnisses beim Telefonieren – etwa bei unvertrauten Namensangaben;
außerdem in Räumen, in denen mehrere Personen gleichzeitig laut sprechen, auch
bei Diskussionen, vor allem in größeren Räumen. Überhören von Vogelgezwitscher,
Haustür-, Telefon- und Weckerklingeln, desTickens einer Uhr. Radio oder
Fernseher werden – nach Meinung Guthörender - zu laut eingestellt. Häufiges
Nachfragen beim Gesprächspartner.
Hörverlust,
mittlerer: Der mittlere Hörverlust wird meistens bestimmt als
Dezibel-Durchschnittswert der Hörschwellen-Messwerte bei 500, 1000 und 2000 Hertz, also im wichtigsten
→ Sprachfrequenzbereich.
Hörverlust, prozentualer: Bei Begutachtungen wird heute zur Beurteilung
einer Hörschädigung vorwiegend der Hörverlust in Sprachaudiogrammen
hinzugezogen, z.B. im → Freiburger Sprachverständnistest. Der Hörverlust wird danach als
Prozentwert angegeben.
Hörverstärker
: Behelfsmäßige Hörhilfen, siehe www.test.de
Hörweitenprüfung:
Bei der
Hörweitenprüfung wird die Schallwahrnehmung geprüft, indem viersilbige Zahlen
entweder geflüstert (zur Prüfung hoher Frequenzbereiche) oder (zur Prüfung mehr
der tiefen Frequenzen) in Zimmerlautstärke aus verschiedener Entfernung
gesprochen werden. Jedes Ohr wird einzeln geprüft und die Hörweite in Metern
angegeben. Wird Flüstern aus 6-8 m verstanden, ist das Hörvermögen normal. Bei
einer Schallleitungsschwerhörigkeit werden besonders die tiefen Tonlagen, bei
einer Schallempfindungsschwerhörigkeit vorwiegend die höheren Frequenzbereiche
schlechter gehört.
Hörwinkel:
Das
Verbindungsstück zwischen dem HdO-Gerät und dem Schallschlauch des
Ohrpassstückes. Durch seine Krümmung hält sich das HdO-Hörgerät auf und hinter
dem Ohr. Seinen Schallkanal kann man im Durchmesser und damit in seiner
Resonanz verändern und auch mit Filtern und Dämpfungselementen
(="Damping-Winkel") versehen.
Hörzentrum : Über die → Hörnerven und die zentrale
→
Hörbahn gelangen die Gehörsinnespotentiale zum
Sprachverständniszentrum im Schläfenlappen (Wernickesches Hörzentrum). Im
Grenzbereich Schläfen-Scheitellappen gibt es den Brocaschen Bereich, das
Zentrum für Sprache und Artikulation. Eingehendes siehe www.biokurs.de/skripten/12/bs12-42.htm
.
Hornschlauch:
Trompetenförmige
End-Erweiterung des in die Otoplastik eingezogenen Schallschlauchs (→ Hörgeräte/Otoplastik).
Eine Erweiterung von ca. 2 mm Innendurchmesser auf 3 mm (Bakke-Horn) oder 4 mm
(Libby-Horn) verbessert die Wahrnehmung hoher Frequenzen; dazu siehe
DHI-online und Otoplastik-Labor
Müller
HSM-Satztest:
Neuer
deutscher Satztest zur Anpassung von Cochlear Implants und Hörgeräten,
entwickelt von der Univ.-HNO-Klinik Würzburg. 630 verschiedene Sätze. Editiert
auf CD.
Hund
als Helfer für Gehörlose
→
Gehörlosenhund ; Hundesteuerbefreiung
siehe www.haceige.de/component/option,com_joomlaboard/Itemid,68/func,view/catid,14/id,1737/#msg1741
Hyperakusis:
Hyperakusis
ist eine Schall-Überempfindlichkeit. Sie entsteht durch eine veränderte
Verarbeitung der Höreindrücke im Gehirn. Das Innenohr ist dabei meist intakt.
Eine HNO-ärztliche Behandlung mit Normalisierung ist möglich mit
Geräuschgeneratoren. Auch → Phonophobie
kann eine Hyperakusis durch Veränderungen in der zentralen Hörverarbeitung
bewirken - wie umgekehrt auch eine Hyperakusis eine Phonophobie. Ein → Recruitment kann zusätzlich bestehen. Dabei
besteht ebenfalls eine Lärm-Überempfindlichkeit, verursacht durch eine
Innenohrschädigung. Hypoakusis: Schall-Unterempfindlichkeit,
→ Schwerhörigkeit
Hz: Abk. für → Hertz, die Einheit für die
Frequenz, bezeichnet die Zahl der Schwingungen eines Tons pro Sekunde
HZH: Hörzentrum Hannover
Identitätskrisen bei SH → psychosoziale Probleme. Literatur: Maryanne
Becker : Hörverlust und
Identitätskrise
IFD = Integrations-Fachdienst
IFHOH : International Federation of Hard of Hearing People; siehe www.ifhoh.org
Impedanz : Widerstand/ Abschwächung/
Dämpfung
Impedanzaudiometrie/
Impedanzmessung:
Messung der Schalldämpfung durch das Trommelfell, siehe www.krillke.de/html/untersuchungen.html
Die Impedanzmessung am Cochlea-Implantat misst den Widerstand zwischen
der gereizten Elektrode zu einer Referenzelektrode und damit den
intracochleären Widerstand.
Implantat : In den Körper
eingebrachtes (lat. plantatus =
gepflanzt) körperfremdes Material zum
Ersatz körpereigener Gewebe oder Organe. Zu Hör-Implantaten siehe www.thieme-connect.de/ejournals/html/lro/doi/10.1055/s-2005-861131#N67428
und Cochleares
Implantat (bei Funktionsausfall der Hör-Sinneszellen in der Schnecke) → Cochlea-Implant (CI); extracochlear siehe www.elmic.de/elmic/develop/ohr.htm
und → Hirnstamm-Implantat.
Implantierte Hörsysteme zur Schallübertragung
siehe → BAHA, → Retrox-Hörsystem, → Vibrant
Soundbridge, → Envoy-System, →
Carina → DACT, auch www.thieme-connect.de/ejournals/html/lro/doi/10.1055/s-2005-861131#N67428
Impfungen schwerhöriger Kinder: www.gesundeskind.de/gsk/schutzimpf/schutzimpf_a_z.htm
Incus: (lat.) = Amboss; mittleres der 3→ Gehörknöchelchen im
Mittelohr
Induktion: Erzeugung einer elektrischen Spannung in einem Leiter durch
Magnetfeldveränderungen
Induktionsanlagen
/ Induktive Höranlagen können weitgehend störschallfrei die von elektron. Geräten
aufgenommenen Signale u.a. über → Induktionsschleifen in ein mit einer → Induktionsspule
ausgestattetes Hörgerät übertragen; dazu siehe taubertundruhe/Flyer_Induktive_Hoeranlagen.pdf; für Pkw siehe www.acs-akustik.at/newsletb.htm
; für den Hausgebrauch (z.B. zum Fernsehen) Bezug über Akustiker oder Internet
(→Hilfsmittel),
u.a.. www.hoerhelfer.de/fernsehen-musik/induktionsanlagen und Pinboard
5518: Induktionsanlagen im Hörsaal und http://floville.blogspot.com
Induktionskissen
enthalten
induktive Leiter und werden über Kabel mit → Induktionsanlagen
verbunden; zum induktiven Empfang kann man sie unter das Kopfkissen oder auf
die Sitzfläche legen oder an einer Sitzlehne befestigen.
Induktionsplättchen
(auch
„T-Links“ oder „Ohrhaken“) werden z.B. für das induktive Hören über
Telefonverstärker oder die Empfänger von Mikroportanlagen angeboten. Es sind
platte Winkel in Form eines HdO-Gerätes, die man zusätzlich hinter dem Ohr
platziert („an das Ohr hakt“ - daher auch
„Ohrhaken“ genannt).
Induktionsschleifen sind ringförmig um den
Aufenthaltsort von Schwerhörigen installierte Kabel zur induktiven
Signalübertragung, die an den Induktionsverstärker einer → Induktionsanlage
angeschlossen werden und sowohl größere Räume umschließen können wie auch als
kleine Ringschleife, z.B. zum Gebrauch von Handys, um den Hals gelegt werden
können.
Induktionsspule
=
Telefonspule, auch Telespule: In der Regel sind HdO-Geräte mit einer
Induktionsspule versehen. Damit können die vom Telefonhörer von analogen
Anschlüssen oder auch von speziellen → induktiven Höranlagen ausgehenden
Magnetfelder empfangen werden. Spezielle Telefonhörer mit stärkerer Induktion(→ Telefon) vermitteln einen
lauteren und deutlicheren Höreindruck.
Informationsangebote
für
Schwerhörige siehe unter → Internet, → Literaturlisten, → Ratgeber
Infrarotanlagen siehe http://www.schwerhoerigen-netz.de/ratgeber/TECHNIK/PLANUNG/infrarot_anlagen.htm
Innenohr:
Das Innenohr
vermittelt die Empfindungen des Hörens und der Statik. Es wird wegen seiner
komplizierten Gangstruktur auch Labyrinth genannt und ist in das Felsenbein
eingebettet. Eingehendes über Anatomie und Funktion siehe medizinfo
Innenohrschwerhörigkeit , auch sensorineurale
Schwerhörigkeit, → Schallempfindungsschwerhörigkeit
In-situ: (lat.: am natürlichen Ort) ; etwa gleichbedeutend In-vivo (lat.: im Lebenden): Beispiel: Eine In-situ-Messung des vom getragenen
Hörgerät abgegebenen Schalls erfolgt mittels eines Sondenmikrofons unmittelbar
vor dem Trommelfell.
Integrationsamt/
Integrationsfachdienste Nach dem neuen → Schwerbehindertengesetz
hat das Integrationsamt seit dem 01.07. 2001 (davor
war das Hauptfürsorgeamt zuständig) die Aufgabe, → Schwerbehinderte
(ab → GdB 50 %- und nur diese! ) im Berufsleben zu unterstützen. Dies
erfolgt durch Beratung, aber auch durch finanzielle Hilfen, z.B. für besondere berufliche→ Hörhilfen,
welche von der
Krankenkasse oder sonstigen → Kostenträgern
nicht oder nicht vollständig bezahlt werden. Für teuere digitale Hörgeräte sind
heute jedoch i.d.R. – bis auf Ausnahmen - allein die Krankenkassen zuständig.
Anträge für weitere Hilfsmittel müssen vor der Beschaffung der Geräte gestellt
werden und für den Beruf - und nur für den Beruf (!) - notwendig sein – z.B. eine teuere
Mikroportanlage. Sehr nützlich sind dabei Bescheinigungen des Arbeitgebers,
wozu diese Hilfen im Beruf notwendig sind( z. B. für Telefonate, Information
unter Arbeitskollegen, Gruppenbesprechungen, Fortbildungsveranstaltungen usw.);
auch eine Testung des Gerätes sollte der Antragstellung vorausgehen mit dem
Ergebnis, dass es sich als unverzichtbar erwiesen hat. Weiteres sowie Adressen
siehe www.integrationsaemter.de/webcom/show_article.php?wc_c=500&wc_id=1&wc_lkm=695
International
Federation of Hard of Hearing People
siehe www.ifhoh.org
Internet-Informationen für SH gibt es unter www.schwerhoerigen-netz.de und http://www.gut-hoeren.ch und www.hoeren-heute.de und www.taubenschlag.de und www.forumbesserhoeren.de und für Eltern lautsprachlich erzogener
Kinder Spektrum-hoeren ; für Patienten und Eltern hör-, sprach- oder stimmgestörter Kinder
http://www.dgpp.de ;
zur Technik der Hörgeräte www.dhi-online.de
und http://floville.blogspot.com
.In englischer Sprache unter www.hearingloss.org und www.nchearingloss.org und www.hohadvocates.org
.
Internet-Foren
für
Schwerhörige:
www.schwerhoerigen-netz.de/PINBOARD / für Eltern hörbehinderter Kinder: www.schwerhoerigenforum.de /
besonders für Gehörlose: www.taubenschlag.de/phpBB/index.php4 /
für CI: www.haceige.de/component/option,com_fireboard/Itemid,90/ / für
CI-Kinder: www.kleine-lauscher.de
/ für sh Kinder in Regelschulen: sommercamp2004.de/spinnen/forum/index.php
. Selbsthilfegruppen bieten ein Forum über www.hoer-werk.de
Internet-homepages von SH - Betroffenen: www.ohrenseite.de // www.typolis.de/hear // www.michael-gerber.de // www.moeller-art.de // Maryanne Becker// www.harle-auma.de // www.tinnitus-taube.de
ITC-Hörgeräte: → Hörgeräte-Bauformen
Kanal: → Hörgeräte-Funktionselemente
Kernikterus: Durch
übermäßige Gelbsucht des Neugeborenen (heute selten, da Vorbeugung möglich) verursachte
Stammhirnschädigung (Bilirubinencephalopathie), führt u.a. auch zu zentraler
Hörstörung
Kfz-Steuerermäßigung
für
schwerbehinderte SH, wahlweise statt → Freifahrten, siehe → Steuererklärung
KHz: Abkürzung
für Kilo-Hertz = 1000 Hertz: → Frequenz
Kinder, hörgestörte: Zur ersten Hilfe siehe schwerhoerigenforum Übersicht kindliche periphere Hörstörungen
siehe www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/049-010k.htm
Früherkennung
frühkindlicher Hörstörungen durch ein Hörscreening (engl. screen =Sieb):
Suchtest/Siebtest für Neugeborene und Säuglinge zur Früherkennung einer
Hörschädigung, welche notwendig ist, um das durchschnittliche Diagnose-Alter
einer angeborenen – schon bei Geburt bestehenden - Schwerhörigkeit vorzuverlegen. Ein bis zwei von Tausend
Kindern werden mit einer → Innenohrschwerhörigkeit
geboren. Der günstigste Zeitpunkt bei reifen Neugeborenen für das Screening ist
der 3. bis 4. Lebenstag. Zunehmend angewandt wird dabei die Ableitung von TEOAE
(→ Otoakustische Emissionen)
, auch wenn sie nur in etwa 83% (Angaben zwischen 67 und 99 %) der Fälle eine
Entdeckung der Hörstörung ergibt und in
etwa 5 % auch falsch-positive Ergebnisse.
Ein positiver TEOAE-Ausfall darf daher Eltern noch nicht in
völligerSicherheit wiegen, ein negativer Ausfall ist noch keine Diagnose,
sondern nur die Verpflichtung zur besonderen Beobachtung des Kindes durch die
Angehörigen und Fachärzte und zu weiteren Hörtesten, i.d.R. zunächst durch
Überweisung testauffälliger Kinder von der Geburtsklinik oder vom Kinderarzt an
eine pädaudiologische Spezialeinrichtung. Hier kann eine Schwerhörigkeit
ausgeschlossen oder gesichert werden, um möglichst gegebenfalls vor Ablauf von
6 Monaten die Anpassung von Hörgeräten zu ermöglichen. Diese Altersgrenze wird
oft angegeben als die, bei der noch ein ungestörter Spracherwerb möglich ist,
sie ist jedoch umstritten. Weiteres siehe Neugeborenenhoerscreening.de .
Die
Frühversorgung frühkindlicher Innenohr-Hörstörungen
(Schallempfindungsstörungen) ist operativ nicht möglich und sollte
baldmöglichst durch Hörgeräte erfolgen oder bei Hörbehinderungen hohen Grades,
wenn Hörgeräte zum Spracherwerb nicht ausreichen, mit einem Cochlea-Implantat. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte die Hörgeräteversorgung durch einen →
Pädakustiker
vorgenommen werden.
Ursachen, Vorbeugung und Früherkennung
frühkindlicher Hörstörungen siehe auch kinderaerzte im netz und www.hoeren-heute.de/kinder/kinder.htm;
zu Auswirkungen auf die Sprachentwicklung
biap-Empfehlung
24-2; Untersuchungsmethoden bei Kindern siehe www.fb-hoersysteme.de/html/hoerpruefungen.html
Hörhilfen für Kinder und begleitende Förderung ihrer Entwicklung: www.ich-hoere.de/index.htm und www.schwerhoerigenforum.de
; betr. CI-Kinder www.kleine-lauscher.de und www.ci-kids.de
;
BIAP-Empfehlungen siehe biap-Empfehl. 25-1 .
Weitere Links siehe → Schulen und → Klassenraumgestaltung. Zu Telefonierenlernen siehe
Pinboard
4440.
Literatur: Diagnose
hörgeschädigt. Weitere unter www.typolis.de/hear/buecher.htm#erziehung
Bilderbücher /Literatur für hörbehinderte Kinder: www.verlag-hk.de /Texte zum Vorlesen für
schwerhörige Kinder www.sos-halberstadt
Internet-Forum für Eltern von Kindern mit Hörschaden: www.schwerhoerigenforum.de
Elternvereine/ Selbsthilfegruppen der Eltern hörgestörter
Kinder siehe www.bundesgemeinschaft.de; regionale Vereine u.a.
für Berlin
, Bodensee/Oberschwaben , Dresden, Hessen
, Minden , Oberfranken , Rheinland , Stuttgart , Unna , in der Schweiz http://www.svehk.ch
, in Österreich www.elternundfreunde.at
. CI-Kinder: www.ci-kids.de und www.ci-kinder.org .und www.kleine-lauscher.de
Kindernetzwerk Umfangreiche Datenbank mit Informationen über auch
seltene chronische Erkrankungen, die u.a. mit Hörbehinderung einhergehen.
Kineme: Mit → Mundabsehen absehbare Laute, z.B. M, F, O
Kinnbügelhörer zum Empfang von Radio- und
Fernsehton können bei geringer bis mittlerer Schwerhörigkeit
geeignet sein. Auch Infrarotsignale können mit Kinnbügelgeräten empfangen
werden, wenn ein passender Sender an Fernsehgerät oder Radio angeschlossen
wird.
Kirchen und
Höranlagen: Siehe unter → Raumgestaltung
Klang: Ein Schallreiz, bestehend
aus mehreren Frequenzen; einem Grundton mit Obertönen (periodische Schwingung).
Siehe dazu www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik32.htm
Klassenraumgestaltung
für
hörgeschädigte Kinder siehe taubertundruhe/klassenraumakustik.pdf
Knalltrauma ist eine Verletzung von
Trommelfell, → Mittelohr und/ oder des → Cortischen Organs durch Knallgeräusche, besonders
von Feuerwaffen oder Knallkörpern; siehe hbo-freiburg betr. Kinder siehe auch kinderaerzte
im netz
Knochenhörer (auch Knochenleitungshörer) : Ein in Tonhöhe
vibrierender Stift (→ Vibrator),
der zum →
Knochenleitungshören dient. Er überträgt den Schall in einer Form, die dem
Schwingungsverhalten des menschlichen Schädels angepasst ist und muss dem
Schädel eng ansitzen und an ihm andrücken. Dazu wird er meist mit einem
Brillenbügel oder mit einem Klemmbügel an Hörgeräten befestigt; zur
Knochenleitungsaudiometrie auf dem Knochenvorsprung hinter dem Ohr, dem
"Warzenfortsatz". Auf diese Weise überbrückt der Schall das → Mittelohr und gelangt
direkt über den Knochen an das → Innenohr. Eine noch bessere Knochenleitung, ohne
Druck am Kopf, ist möglich durch ein → BAHA
.
Knochenleitungsaudiometrie siehe unter → Audiometrie
Knochenleitungshören
ist dann
angebracht, wenn die Schallleitung über Gehörgang und → Mittelohr stark erschwert
oder nicht möglich ist und umgangen werden muss. Das → Cortische Organ wird mittels eines → Knochenhörers direkt über die Schädelknochen
mit Schallschwingungen angeregt. Eine noch bessere Knochenleitung (ohne Druck
am Kopf) ist möglich durch ein → BAHA
.
Knochenleitungs-Telefon: → "Mirafone" von → Humantechnik
Knochenverankerte
Hörgeräte → BAHA
Kochlea: (oder → Cochlea) die Hörschnecke; kochleär = der Hörschnecke
zugeordnet
kombinierte
Schwerhörigkeit: Mischform
von→ Schalleitungs- und → Schallempfindungsschwerhörigkeit.
Kommunikation: Verständigung
untereinander, d.h. gegenseitig – z.B. mit Sprache, Gebärden, Mimik, Schrift,
Zeichen.
Kommunikationshilfeverordnung siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/PRESSE/presse.asp?artikel=12
Kommunikationstaktik: Verhaltensweisen, die dem
Schwerhörigen helfen, trotz seiner Hörbehinderung eine befriedigende
Kommunikation zu erreichen, z.B. durch → Mundabsehen, dazu bei Unterhaltungen das
Aufsuchen einer ruhigen Umgebung und einer Licht-günstigen Sitzposition, auch
durch das sichtbare Tragen von Hörgeräten, um den Gesprächspartner ständig an
die Hör-Mühe zu erinnern. Falls dieser nicht geübt darin ist, sich mit dem
Schwerhörigen zu unterhalten, sollte man zu Beginn einige Hinweise geben, etwa:
„Bitte sprechen Sie zu mir in kurzen Sätzen, langsam und deutlich, aber nicht -
oder nur etwas - lauter“. Oder das gezielte Nachfragen, wenn nur ein Teil des
Satzes verstanden wird. Ein weiterer wesentlicher Teil des Verständnisses wird
aus Gesprächsthema, Gestik und Mimik kombiniert. Weitere
Tips siehe www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/KOMMUNIKATION und www.chs.ca/info/es/commtips.html
(engl.)
Kommunikationstrainer: Veralteter, früher mehr benutzter Ausdruck für → Audiotherapeut
Komplexe
Signalverarbeitung: Die
wichtigsten veränderlichen Einstellungen bei der Anpassung des Hörgerätes sind
eine frequenzabhängige → Verstärkung, eine frequenzabhängige → Kompression, und eine frequenzabhängige
Begrenzung der Verstärkung. Die Aufgabe des Hörgerätes ist damit in der Regel
nicht eine einfache Verstärkung des Sprachsignals, sondern eine solche
„komplexe Signalverarbeitung“.
Kompression : Bei Hörgeräten die
Anpassung der →
Dynamik des →
Eingangssignals auf die Restdynamik des Hörgeschädigten. Eine solche
Kompression ist oft unumgänglich, um eine laute Umgebung für den
Hörgeräteträger erträglich zu machen. Weil aber leiser Schall dadurch erheblich
mehr verstärkt wird, hört der Hg-träger auch Nebengeräusche oft ungewohnt und
störend laut. Weil lauter Schall weniger verstärkt wird, verschmilzt er oft mit
anderen lauten Umgebungsgeräuschen zu einem schwer verständlichen Klangbrei.
Als Einstellungsprinzip einer Kompression gilt daher: So viel wie nötig und so
wenig wie möglich, also noch erträglich. Die Alternative zu einer Kompression
ist die →
lineare Verstärkung. Dazu Fachliches unter dhi-online.de/DhiNeu
Kompressionsverhältnis nennt man das Verhältnis
der Dynamik des Eingangssignals (z.B. Sprache umfasst den Bereich von ca. 50-80
dB = 30 dB) zur Dynamik des Ausgangssignals (dieses kann z.B. einer Restdynamik
von 10 dB angepasst sein). Bei einer Kompression von 30 auf 10 dB beträgt das
Kompressionsverhältnis 30/10 = 3.
konduktive
Schwerhörigkeit =
→
Schallleitungsschwerhörigkeit
Konferenzmikrofon:
Kleines
→ omnidirektionales
Tischmikrophon, das über ein Kabel oder → FM-Funk mit dem Hörgerät verbunden wird.
Kopfhörer gibt es für Hörgeschädigte
zum Anschluss an elektronische Geräte
(Mikrofon/Radio/Fernsehgerät/Telefonverstärker), auch mit Lautstärkeregelung,
zur Übertragung mit Kabel, über Funk oder Infrarotlicht. Beispiele siehe www.sennheiser.com Zu „Kopfhörer und Hörgeräte – geht das“ siehe Pinboard
4072 zu „Kopfhörer und
Telefon“ Pinboard
4490 und Pinboard
5054 und betr. Induktionsheadset Pibo 5779
Kostenträger für Hilfsmittel und
berufliche Förderung: Für Hörgeräte übernehmen in Deutschland die → Krankenkassen bei Vorlage
einer HNO-ärztlichen Verordnung einen → "Festbetrag". Kosten für Hörgerätebatterien werden nur für Kinder bis zum
18. Lebensjahr übernommen. Für Kinder, so lange sie noch die Schule besuchen,
zahlt die Krankenkasse auch notwendige teurere Hilfsmittel (Mikroportanlagen,
digitale HG).Technische Hilfsmittel sind sonst
nicht im Heil- und Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen verzeichnet, doch kann
in besonderen Fällen bei ärztlicher Bescheinigung der Notwendigkeit die
Kostenübernahme durch die Krankenkassen auf der Grundlage mehrerer Urteile vom
Bundessozialgericht erfolgen, siehe schwerhoerigen-netz.
Aktuelle
Orts-spezifische Informationen erhält man auch vom Hörgeräte-Akustiker, bei
örtlichen Beratungsstellen
für Behinderte oder beim → VdK.
Falls
Berufsunfähigkeit aufgrund nicht vorhandener technischer Hilfen droht und vorzeitige Berentung – besonders bei
fortschreitender Hörbehinderung - kann
die Rentenversicherungskasse (z.B. die BfA/ LVA) helfen.. Auch → Reha-Kosten werden von dort
übernommen. Voraussetzung ist jedoch, dass solche Berufstätige schon mindestens
15 Jahre sozialversichert tätig gewesen sind.
Als Berufstätiger
mit anerkannter → Schwerbehinderung wende man sich sonst für alle besonderen
Hörhilfen, die im Beruf erforderlich sind,
an das örtlich zuständige → Integrationsamt.
Bei Beamten
kann die Beihilfe einspringen. Falls sich keine Behörde findet, welche die Restkosten trägt,
kann man sie bei der → Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung eintragen. Das
lohnt sich jedoch erst, wenn die Summe dieser- und evtl. noch anderer -
Belastungen einen bestimmten (geringen) Prozentsatz des steuerpflichtigen
Einkommens übersteigt.
Berechtigte Anträge auf
Kostenerstattungen werden von Ämtern nicht selten abgelehnt. Betroffene dürfen
sich damit nicht abfinden und sollten immer fristgerecht Widerspruch einlegen, notfalls
die Begründung nachreichen, und dazu auch die o.g. Beratungsstellen in Anspruch
nehmen. Begründungen sind mit Messergebnissen von Akustikern und/oder Attesten
von Ärzten zu belegen.
Krankenkassen: Hörgeschädigte interessiert vor allem das Verhalten
der gesetzlichen Kassen als → Kostenträger
von Hörhilfen. Dafür gibt es allgemeinverbindliche Richtlinien, siehe www.physio.de/zulassung/richtlinien_hoerhilfen.htm Es bleibt jedoch ein unterschiedlich
ausgelegter Ermessens-Spielraum; auch
regional gibt es Unterschiede, auch je nach Sachbearbeiter - selbst bei gleichen Kassen. Vor einem
Wechsel der Kasse empfiehlt es sich somit, darüber Erkundigungen bei örtlichen
Akustikern, HNO-Ärzten oder → Schwerhörigen-Vereinen
einzuholen. Siehe auch → Kostenträger, Zuzahlungen. Private Krankenkassen erstatten Hörgerätekosten – je nach Vertrag –
unterschiedlich. Bei Abschluss eines Vertrages bei schon bestehender
Hörbehinderung müssen zur Erstattung, besonders von höherwertigen
Hörgeräten, i.d.R. erhebliche
Zusatzbeiträge – Risikozuschläge - gezahlt werden. Dazu siehe Pinboard 5211
Kuppler nennt der
Hörgeräte-Akustiker das zylinderförmige Verbindungsstück zwischen Hörgerät und
Messmikrofon einer Messanlage, welches das Restvolumen zwischen Ohrpassstück
und Trommelfell simuliert. Je nach Größe des Gehörgangs werden verschieden
große, genormte Kuppler gebraucht..
Labyrinth =
→ Innenohr
mit Schnecke und Gleichgewichtsorgan; die Bezeichnung deutet auf die
Labyrinth-artig komplizierte Gangstruktur
Lärm: Belästigender Schall; Lärmempfindlichkeit → Hyperakusis; Lärmarbeitsplatz → Gehörschutz
Lärmschwerhörigkeit : Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit,
hervorgerufen durch längere und/oder wiederholte Einwirkung zu hoher
Schalldrücke – z.B. am Arbeitsplatz oder in der Disco – gelegentlich auch durch
eine kurze überstarke Schallwirkung (→ Knalltrauma)
– auf die Sinneszellen des → Cortischen Organs. Hohe Töne schädigen diese dabei
eher als tiefe; auch gibt es individuelle Unterschiede der Empfindlichkeit.
Über Lärmschutz an Arbeitsplätzen
siehe www.biap.org/biapallemand/Rec09103all.htm
. Die Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit; siehe dazu Pinboard
5181, zur Begutachtung für Berufsgenossenschaften
siehe „Königsteiner Merkblatt“ unter http://arbmed.med.uni-rostock.de/bkvo/m2301.htm
Landau-Kleffner-Syndrom : Erkrankung bei Kindern
mit Verlust des Sprachverständnisses, siehe www.anfallskind.de/108_.htm
Large Aquaeductus
Syndrome
siehe content.karger.com
(englisch) und http://www.egms.de/static/de/meetings/dgpp2005/05dgpp040.shtml
und http://www.egms.de/static/en/meetings/hnod2006/06hnod178.shtml
Lautdifferenzierung
bezeichnet
die Fähigkeit, Sprachlaute und Lautverbindungen sicher zu erkennen und zu
unterscheiden. Klangähnliche Laute und Wörter werden bei mangelhafter
Lautdifferenzierung häufig verwechselt.
Lautheit: Subjektive
Lautstärkeempfindung, welche durch ein bestimmtes Schallsignal hervorgerufen
wird. Vor allem die Stärke des niedrigen Frequenz-Anteils eines Schallsignals
– bis etwa 1000 Hz – ist entscheidend für die Lautheitsempfindung.
Gleiche Schalldruckpegel können bei verschieden hörenden Personen
unterschiedliche Lautheiten hervorrufen.( → Recruitment). Maß für die Lautheit ist das Sone (von lat sonare = tönen/ rauschen). Die Lautheit 1 sone entspricht bei Guthörenden (!) etwa 40
dB. Diese 40 dB(A) hat man - willkürlich - zu 1 sone gesetzt, und davon
ausgehend kann man bei Guthörenden die anzunehmende
Lautheit aus den physikalischen Eigenschaften des Signals berechnen, da
oberhalb von 40 dB(A) von diesen i.d.R. eine Steigerung um 10 dB als
Verdoppelung empfunden wird; also 50 dB(A) zu 2 sone, 60 dB(A) zu 4
sone, 70 dB(A) zu 8 sone usw. Unterhalb von 40 dB(A) = 1 sone trifft diese
Aussage nicht mehr zu, weil bei geringen Lautstärken das Ohr empfindlicher ist.
Es genügen dann auch 5 oder sogar nur 3 dB Unterschied, um Schall halb bzw.
doppelt so laut zu empfinden. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Lautheit
Lautheitsskalierung : Erfassung der
individuellen Lautheits-Empfindung. Dabei werden dem Hörgeschädigten
Testsignale (Rauschsignale, auch sprachähnliche Laute) verschiedener
Schallpegel angeboten, welche von diesem in Kategorien einer Skala, z.B. als
„sehr leise", "leise", "mittellaut", "laut",
"sehr laut" und „unangenehm laut“
bewertet werden. So kann eine notwendige Dynamik-Kompression ermittelt
und der Erfolg einer Hörgeräte-Anpassung überprüft werden. Siehe www.hoertech.de/cgi-bin/wPermission.cgi?file=/web/produkte/messverfahren/skalierung.shtml
Lautsprachebegleitende
Gebärden (LBG) erleichtern
eine Verständigung in der Lautsprache, indem sie das gesprochene Wort
verdeutlichen. Es ist keine reine Gebärdensprache, denn die Lautsprache bleibt
Grundlage der Verständigung. LBG-Kurse werden von → ReHa-Einrichtungen
angeboten.
Lautsprachlich Kommunizierende
Hörgeschädigte Deutschland - e.V .
Lautsprachlich
Kommunizierende Hörgeschädigte Schweiz
Lautstärke: siehe → Schalldruck
oder →
Schallpegel oder http://de.wikipedia.org/wiki/Lautst%C3%A4rke
Lautstärkentabelle – Laustärken im täglichen Leben – siehe www.dazugehoeren.com/lautstaerketabelle.html
LAV-Syndrom (enlarged vestibular aqueduct syndrome) →
Large Aquaeductus Syndrome
LBG: Abkürzung für → Lautsprachebegleitende Gebärden
Lehrtätigkeit (Unterrichten) als schwerhöriger Lehrer
siehe Pinboard
4682
Leimohr: Siehe → Paukenerguss und www.german.youth.hear-it.org/page.dsp?page=1856
Leuchtstoffröhren können elektromagnetisch
auf Hörgeräte einwirken, besonders bei Benutzung einerTelefonspule. Der
Hörgeräteträger hört dabei – oder empfindet nur dumpf und unangenehm – einen
Brummton in der Wechselstromfrequenz von 50Hz .
Lexis → FM-Anlagen
Libby-Horn: → Hornschlauch; www.otoplastik.de/Akustische_Ergaenzungen.htm
Lichtsignalanlagen helfen Hörgeschädigten,
wichtige Umweltlaute wahr zu nehmen, etwa den Wecker, die Türklingel, das
Telefon, das Babyweinen. Eine Anlage besteht heute in der Regel aus einem
Sender, gekoppelt an einen Sensor für das zu hörende Signal, welcher in eine
Strom-Steckdose gesteckt wird. Über das Stromnetz können dann über einen
Empfänger (auch mehrere Empfänger) – ebenfalls in eine Steckdose gesteckt -
überall in der Wohnung Lichtsignale – etwa Lichtblitze – empfangen werden.
Bezug über Hörgeräte-Akustiker, weitere Adressen bei → Hilfsmittel. Hersteller siehe www.humantechnik.com und www.hgt.de/lsa.htm
. Lichtsignalanlagen werden im Hilfsmittelkatalog aufgeführt und bei
attestierter Notwendigkeit von der Krankenkasse bezahlt. Bei Ablehnung der KK
siehe www.gehoerlosen-bund.de/download/pdf/lichtsignalanlagen_03_05.pdf
Lichtwecker: Blinklicht in Verbindung
mit einem Wecker(→
Hilfsmittel)
oder einer Zeitschaltuhr.
liga für Hoergeschaedigte e. V.
lineare
Verarbeitung/Verstärkung : Verstärkung ohne → Kompression.
Damit verstärkt das Hörgerät die einkommenden Hörsignale proportional (leisen
und lauten Schall in gleichem Maße) und unverzerrt, so weit nicht eine nötige
Begrenzung – in der Regel dann mit → „Peak-Clipping“ - die sehr
lauten Signale nur unvollkommen wiedergibt. Dies kann besonders bei geringeren
Hörverlusten ein ausreichendes und gutes Verfahren sein.
lineare Hörkurve:
Weitgehend
geradlinig-waagerechte Hörkurve, wenn die Hörverluste aller Frequenzen im
Sprachbereich in etwa gleichem Maße betroffen sind.
Links → Internet-Informationen für SH
Lippenablesen/
Lippenabsehen → Mundabsehen
Lisa-Anlage:
Lichtsignalanlage, siehe www.humantechnik.com
Literatur/
Literaturlisten betr.
Hörschädigung:
siehe www.schwerhoerigen-netz.de/KULTUR/LITERATUR/BUECHER
und www.typolis.de/hear/buecher.htm#komunikation
Logopäde/
Logopädie
: Heilberuf für Diagnostik und Behandlung
von Stimm-, Sprech-, Sprach- und Hörstörungen. Weiteres siehe Deutscher Bundesverband für
Logopädie (dbl) , dort auch Adressen
Lormen: Tast-Alphabet; Verständigungsmittel
fürTaubblinde; siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Lormen
Lüscher-Test: Bestimmung des
Unterscheidungsvermögens für Lautstärkenänderungen bei verschiedenen Frequenzen
im Bereich von 10 dB oberhalb der individuellen Hörschwellen. Bei Recruitment
werden Lautstärkeschwankungen verstärkt wahrgenommen, was Hinweise gibt auf den
erforderrlichen →
Kompressionsfaktor
bei der Hörgeräteanpassung.
Marburger Satzverständlichkeitstest: Ein Test mit phonetisch
ausgewogenem Sprachmaterial zur Ermittlung des → Diskriminationsverlustes
und der → Sprachverständlichkeitsschwelle.
Margarethe von
Witzleben: Gründerin
der deutschen Schwerhörigenbewegung, siehe www.witzleben-stiftung.de
Maskierung: Ein Ton kann durch einen gleichzeitig zu
hörenden lauteren Ton maskiert ( „verschleiert“, „verdeckt“, „übertönt“) werden, so dass er nicht wahr
genommen wird. Weiteres siehe www.german.hear-it.org/page.dsp?page=747
Masking (= Vertäubung) wird die Ausschaltung des
Gegenohres zur isolierten Messung des Prüfohres genannt. Dabei wird das Gegenohr
mit einem „weißen Rauschen“ so hoch belastet, dass der übergeleitete Teil des
Prüfsignals unterschwellig bleibt; → Audiometrie Dazu zu gebrauchte → Rauschgeräte werden Masker genannt
Maßohrstück: → Hörgeräte-Otoplastiken
MdE: Minderung der
Erwerbsfähigkeit; ein Begriff, der bei der Neufassung des SchwbG durch den
Begriff → Grad der Behinderung (GdB)
ersetzt wurde
MDK: Abk. für Medizinischer Dienst der Krankenkassen,
trifft z.B. Entscheidungen bei Fragen betr. → Zuzahlungen
Medikamente zur Behandlung einer Schwerhörigkeit können bei
akuten Hörstörungen – etwa im Rahmen eines → Hörsturzes, eines
Paukenhöhlenergusses oder einer → Mittelohrentzündung oder eines → Morbus Meniere – oft
erfolgreich vom Arzt verordnet werden. Durchblutungs-fördernde Mittel, Antiarteriosklerotika wie
Cholesterinspiegelsenker, Vitamine und Hormone mögen einer Arteriosklerose,
einem Vitamin- oder Hormonmangel wirksam begegnen, können in der Regel bei
chronischer Schallempfindungsschwerhörigkeit aber keine Besserung bringen.
Siehe auch www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/NEWS/POLYTAMIN
Medikamente,
gehörschädliche:
→
ototoxische Substanzen, tabell. Übersicht siehe http://www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/MEDIZIN/tabelle.htm
mel: Einheit
der Tonheit; siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Tonheit
Meniere: → Morbus Meniere
Meningitis: Hirnhautentzündung,
verursacht durch Bakterien oder Viren. Dabei entzünden sich oft auch die durch
die Hirnhäute in das Gehirn eintretenden Kopfnerven, u.a. die Hörnerven (= Neuritis) und das
darunter liegende Gehirn (= Encephalitis), seltener auch das Innenohr, das über
einen →
Endolymphgang mit der Hirnhaut in Kontakt steht. Umgekehrt kann – selten - auch
eine Innenohrentzündung eine Hirnhautentzündung bewirken.
Eine bakterielle Meningitis
wird heute im Frühstadium meist erfolgreich mit Antibiotika behandelt. Die
frühe Diagnose ist dabei entscheidend. Keuchhusten-Bakterien bewirken i.d.R.
keine Meningitis, sondern können Gehirn und Nerven fernwirkend über Gifte
schädigen (= toxische Encephalopathie). Eine Virus-bedingte Hirnhaut- und
Hirnentzündung (Meningo-encephalitis), z.B. bei Mumps oder Masern, kann bei
Mitbefall von Innenohr oder Hörnerv zu vollständigerTaubheit führen, auch
beidseitig. Zusätzliche Gleichgewichtsstörungen bestehen dabei oft nur
vorübergehend.
Für eine Meningitis besteht
bei CI-Trägern ein höheres Risiko (etwa 1 Fall auf Tausend Implantate), in
einigen Fällen ausgehend von einer → Mittelohrentzündung. Eine frühzeitige
antibiotische Behandlung jeder Mittelohrentzündung ist daher wichtig. Gegen
einige Erreger wie Pneumokokken und Hämophilus influenzae ist eine Impfung
möglich. Weiteres zur Mengitisgefahr bei CI-Trägern siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/STELLUNG/meinung.asp?artikel=stellgn005
und www.fda.gov/cdrh/safety/cochlear.html
(engl.). Zu vorbeugenden Impfungen siehe aerzteblatt.de
. Eine Meningitis beginnt meist mit Kopfschmerzen und Fieber, auch Apathie,
Berührungs- und Lichtempfindlichkeit. Auch Krampfanfälle können auftreten. Der
wichtigste Hinweis ist eine Nackensteife ("Meningismus"). Das Nicken
nach vorn im Stehen oder Anheben des Kopfes aus der Rückenlage ist dann
schmerzhaft – der Kopf wird daher ungewöhnlich steif - oft nach rückwärts gebeugt
– gehalten. Auch eine ungewöhnliche und zunehmende Bewusstseinstrübung ist ein
Hinweis.
Merkzeichen siehe http://www.global-help.de/merkzeichen-abhaenige-nachteilsausgleiche/9-cm.shtml
RF → Schwerbehindertenausweis; GL unter
→ GL,
Messbox: Eine Messbox benötigt der Hörgeräteakustiker,
um die tatsächlichen akustischen Daten der Hörgeräte zu ermitteln. Sie werden
dazu über genormte → Kuppler mit der Messbox verbunden. Zur Ausrüstung der Messbox gehört auch ein →
Rauschgenerator.
Messsonden dienen zur Vermessung des
Schallfeldes vor dem Trommelfell mit und ohne Hörgerät. Das Messergebnis
ermöglicht eine Bewertung des Ergebnisses einer Hörgeräteanpassung unter
Einschluss der gesamten Schallzuführung vom Hörgerät über die Otoplastik.
MicroLink-System : → FM-Anlage von Phonak mit handlichem Mikrophon +
Sender. Der Sender (das „HandyMic“) kann der sprechenden Person umgehängt oder
davor auf einen Tisch oder Pult gestellt werden, oder über ein Verbindungskabel
an Fernseher/TV/HI-FI Anlagen/Telefonadapter angeschlossen werden Der kleine
Empfänger in einem → Audioschuh kann an die Hörgeräte mehrerer Hersteller (Phonak,
Oticon, GN ReSound, Siemens, Unitron, Widex) gekoppelt werden. Dies ermöglicht
eine bequeme und direkte und Störgeräusch-arme Übertragung. Siehe www.phonak.com/microlink/start_d.htm
Mikroport: →FM-Anlage von
Sennheiser siehe
www.sennheiser.com/sennheiser/icm.nsf/root/products_audiology_mikroport
MIO → modulare Im-Ohr-Hörgeräte
(IO-Geräte)
Mittelohr, Anatomie und Funktion siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/mittelohr.htm
Mittelohrentzündung:
Auftreten
besonders im Kindesalter; verursacht durch aus dem Nasenrachenraum über die → Eustachische Röhre aufsteigende
bakterielle Infektionen. Verbunden mit pochendem Ohrenschmerz, Fieber, →
Schalleitungs-Schwerhörigkeit auf dem betr. Ohr, gelegentlich Ohrgeräuschen.
Man sieht das Trommelfell gerötet, oft vorgewölbt durch einen serösen oder
eitrigen Erguss in der → Paukenhöhle. Gelegentlich Eiterentleerung nach
Trommelfelldurchbruch; selten ist eine Trommelfelleinschnitt dazu nötig.
Behandlung mit Schmerz- und Fiebermitteln, Antibiotika, Nasentropfen.
Folgeschäden mit →
Schallleitungsschwerhörigkeit in der Regel nur bei chronischer oder
häufiger Entzündung. Siehe kinderaerzteimnetz.de/bvkj/krankheit/show.php3?id=27&nodeid=60
Mittelohr-Implantate:
→ Tica und → Vibrant-Soundbridge
Mittelohrmuskeln: Zwei kleine
Muskeln im →
Mittelohr, der Trommelfellspanner (M. tensor tympani)
und der Steigbügelmuskel (M. stapedius). Sie erhöhen oder verringern
reflektorisch – je nach Stärke des Schallreizes – die Schallübertragung zum
Innenohr und bewahren es damit weitgehend vor zu lauten Schallen. Siehe www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/physiologie/mittelohr3.htm
Mobiltelefon für Schwerhörige siehe → Telefonieren, Mobiltelefone
Modulation: Bei grafischer Darstellung
eines Sprachsignals erkennt man in der Abfolge von Worten, Silben und Phonemen
in der einhüllenden Kurve eine zeitliche Struktur (= Modulation). Die
Geschwindigkeit, mit der laute und leise Anteile aufeinander folgen, heißt
Modulationsfrequenz.
monaural: einohrig; Gegensatz → binaural
Mondini-Dysplasie (auch –Dysmorphie):
Missbildung der → Cochlea mit einem weiten →
Aqueductus vestibuli, einem verplumpten →Vestibulum und einer Vereinigung
der mittleren und oberen Schneckenwindung, somit nur einer einfachen bis
anderthalbfachen basalen Schneckenwindung, verbunden mit Schwerhörigkeit bis
Taubheit.
Morbus Meniere : Eine Erkrankung des Innenohrs,
verbunden mit einer leichten Hörschädigung. Im Vordergrund der Beschwerden
stehen Anfälle von starker Schwerhörigkeit, Drehschwindelgefühl, Brechreiz,
sowie Druckgefühl und Ohrgeräuschen ( → Tinnitus) des betroffenen Ohres. Die Anfälle treten in der
Regel wiederholt auf, auch ohne zwischenzeitliche vollständige Erholung des
Gehörs und das Gleichgewichtsorgans. Dazu siehe www.tinnitus-liga.de/morbus.htm und www.meniere.de und www.kimm-ev.de
Movietextdecoder : Bei Videos mit Untertiteln
sind diese in der Regel beim Abspielen mit einem Videorekorder unsichtbar.
Diese Untertitel können nur mit einem Videorecorder in Verbindung mit einem
Movietextdecoder gesehen werden. Es gibt auch Videorekorder, in die ein
Movietextdecoder integriert ist; siehe deaf-tv.de/videorecorder.htm .
Videos mit „versteckten“ Untertiteln erkennt man an besonderen Zeichen auf dem
Umschlag, dazu siehe deaf-tv.de/movietext.htm
.
Mucotympanon: Schleimiger → Paukenerguß
Mumps, eine Viruserkrankung, ist
bei einer damit verbundenen Hirnhaut – und Gehirnentzündung nicht selten die
Ursache einer Hörschädigung, auch erworbenen Taubheit. Deshalb ist eine Impfung
der Kinder gegen Mumps wichtig.
Mundabsehen/
Mundablesen/ Lippenabsehen/ Lippenlesen: Viele Laute unserer Sprache können aus den
Lippen- und Zungenbewegungen des Sprechenden erkannt werden, etwa die Laute M,
L und O (sogen. „Kineme“) – andere, wie G, K und R, kann man dagegen
nicht absehen. Unter günstigen Umständen lassen sich etwa 30% der Sprachlaute
vom Munde absehen. Auch aus der Abfolge von Lauten ergeben sich typische
Mundbildfolgen, die oft benutzte Worte oder Satzteile kombinieren lassen, wie
etwa „Guten Tag“ (dies natürlich auch noch erleichtert durch eine
Begrüßungssituation). Schon früh und länger hörbehinderte oder allmählich
schwerhörig gewordene besitzen durch langjähriges Training im Alltag im
Mundabsehen meistens schon weit gehende Fertigkeiten. Besonders für spät und
kurzfristig schwerhörig gewordene oder Ertaubte lohnen sich aber Absehkurse,
wie sie von Audiotherapeuten, SH-Vereinen und Reha-Einrichtungen angeboten
werden. Zur Absehtaktik gehört, den Sprechpartner möglichst in der Nähe, von
vorn und bei guter Beleuchtung im Blick zu haben – ihn stets „ins rechte Licht
zu setzen“. Das Mundabsehen erleichtert
besonders die Unterhaltung mit Partnern, die deutlich artikuliert und langsam
sprechen; schwer ist dagegen das Absehen bei einem Gegenüber mit Bart, auch von
schnell und undeutlich oder sogar nuschelnden Sprechern oder solchen, die
übertrieben laut sprechen oder übertrieben artikulieren und damit ein
verzerrtes Mundbild bieten. Der Sprecher sollte nicht nur langsam und deutlich,
sondern auch in kurzen und einfachen Sätzen sprechen, also keine Schachtelsätze
verwenden, sich auf die wesentlichen Aussagen beschränken und nicht vom Thema
abschweifen und dabei selten benutzte und Fremdwörter vermeiden. Auch
eindeutige Mimik und Gestik erleichtert das Verständnis. Siehe auch www.typolis.de/hear/lippenablesen.htm
und www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/WER_NICHT_HOEREN_KANN
Musik hören/
ausüben bei SH
siehe taubertundruhe/wielautsollmusiksein.pdf
Mutationen des menschlichen Genoms
verursachen eine erbliche Schwerhörigkeit. Alter des Auftretens, Progredienz
und Grad der SH können dabei variieren. Dazu siehe chemgapedia
Nachhallzeit ist die Zeit in Sekunden, in welcher der
Schallpegel eines diffusen Schallfeldes nach Unterbrechung der Energiezufuhr um
60 dB abnimmt. In Audiometrieräumen sollte die Nachhallzeit unter 0,8 Sekunden
liegen; in Räumen mit Orchestermusik zum Vergleich bei 2 - 3 Sekunden. Dazu
siehe www.hunecke.de/german/infoline/nachhallzeit.htm
Nachteilsausgleich
fuer hoergeschaedigte Schueler ; betr.
Studium siehe auch → Härtefallregelungen.
Nebengeräusche → Störgeräusche
Neugeborenen-Hörscreening siehe → Kinder, hörgestörte,
Früherkennung
Neurale ( = → retrokochleare)
Hörstörungen sind
bedingt durch Funktionsstörungen der Hörnerven, auch der Hörzentren des
Gehirns. Sie führen oft zu schneller Hörermüdung. Im Gegensatz zu → cochlearen Schallempfindungsstörungen
besteht dabei meistens eine erhöhte Unbehaglichkeitsschwelle und kein → Recruitment. Siehe
auch www.dazugehoeren.com/neuraler.html
Neurofibromatose siehe www.neurofibromatose.com ; Selbsthilfegruppe für Neurofibromatose Typ
2-Betroffene: www.nf2.de
Noiser: = → Rauschgeräte
Notfälle/ Notrufnummern
bei Hörbehinderung, siehe www.notfall-telefax112.de und www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/SERVICE/NOTRUFE
;
Notfall-Ratgeber
für Helfer siehe taubertundruhe/
ratgeber_fuer_rettungskraefte.pdf
NRT (Neural Response Telemetrie): Eine Elektrocochleographie (→ ERA) mit dem Cochlea-Implantat: Eine Elektrode des Implantats wird dabei zur Reizung benutzt, eine andere zur Messung der Reaktion der Hörnervenganglienzellen.
Nutzschall: Nutzschall soll oder will der
Hörende hören und nutzen – z.B. Sprache oder Musik. Neben dem Nutzschall ist
immer auch Störschall vorhanden – etwa das Umgebungsgeräusch, das Eigenrauschen
des Hörgeräts, das Echo des Raumes (Nachhall). Sehr störend sind mehrere
gleichzeitige Sprecher, Verkehrs- oder Maschinenlärm. Für die Verständlichkeit
ist ein deutliches Überwiegen der Lautstärke des Nutzschalls im Vergleich mit
dem Störschall entscheidend wichtig, besonders für den Hörbehinderten.
OAE
→
Otoakustische Emissionen
Obertöne sind ganzzahlige Vielfache
eines Grundtones. Sie formen mit dem Grundton den → Klang
eines Tones.
offene Anpassung/ Versorgung siehe Hoergeräte-Otoplastiken
Ohr : Am Ohr, dem Hörorgan des
Menschen, unterscheiden wir das → Aussenohr
oder äußere Ohr, das der Schallaufnahme dient, das → Mittelohr, das die Schallschwingungen
für das Innenohr zubereitet, und das → Innenohr für die Schallempfindung und
Lage-Empfindung. Anatomie, Physiologie
und Pathologie:
www.lehn-acad.net/downloads/letter02de.pdf.
Ohrabdruck: siehe unter Hoergeräte-Otoplastiken
Ohrekzem: Entzündliche, juckende
Erkrankung der Haut des äußeren Ohres, auch Gehörgangs (→ Gehörgangsentzündung),
begünstigt durch Feuchtigkeit, mechanische Reizungen (z.B. durch ein
Ohrpassstück) und Allergene (z.B. durch Shampoo, Haarspray, Ohrringe,
Brillenbügel, Hörgerät, Ohrpassstück oder deren Reinigungsmittel).
Ohrenfluss/ Ohrenlaufen (=Otorrhoe): Seröse,
blutige oder eitrige Absonderung aus dem Gehörgang bei → Gehörgangsentzündungen,
auch nach geöffnetem (geplatztem/ perforiertem)Trommelfell bei → Mittelohrentzündungen mit → Paukenergüssen.
Ohrenschmalz, auch Cerumen oder Zerumen, bildet im Gehörgang
einen natürlichen Schutzfilm. Bei vermehrter Absonderung auch Bildung von
Ohrenschmalzpfröpfen, → Ceruminalpfropf
Ohrenspiegelung = Otoskopie: Siehe www.netdoktor.de/Ratschlaege/Untersuchungen/otoskopie.htm
Ohrfurunkel siehe www.medizinfo.de/ohren/aussen/ohrfurunkel.shtml
Ohrhaken → Induktionsplättchen
Ohrkerzen: Alternative fragwürdige Heilmethode, siehe www.htb.at/user/somo und http://de.wikipedia.org/wiki/Ohrkerzen und Pinboard
4076
Ohrpassstück: siehe Hoergeräte-Otoplastiken
Ohrtrompete: → Eustachische Röhre
Oldenburger Kinder- Reimtest: Siehe www.hoertech.de
Omnidirektional werden
Mikrofone mit gleicher Empfindlichkeit aus allen Einfallsrichtungen des Schalls
genannt
Online-Beratung
ON_BID für Schwerhörige
On-line-Hörteste siehe unter www.fgh-besserhoeren.de und www.forumbesserhoeren.de/index.php
Optische
Rufsysteme →
Lichtsignalanlagen
OSPL: (Output Sound Pressure
Level) :
Ausgangs-Schalldruck des Hörgerätes
Otalgie: Ohrenschmerz
Otitis externa: Entzündung des äußeren
Ohres, siehe www.medizinfo.de/ohren/aussen/otitis_externa.shtml
Otitis media → Mittelohrentzündung
Otoakustische
Emissionen (OAE): Sehr leise Töne, die vom Innenohr
erzeugt werden und im Gehörgang von empfindlichen Mikrofonen aufgenommen werden
können. Spontane OAE ( SOAE) lassen
sich bei etwa der Hälfte der gut Hörenden nachweisen. Fast immer lassen sie
sich bei gut Hörenden - auch schon bei Neugeborenen - durch einen kurzen
Hörreiz (Click) als "Transitorisch Evozierte Oto-Akustische
Emissionen" – (TEOAE) -
hervorrufen und nachweisen. Voraussetzung ist ein normal funktionierendes,
belüftetes → Mittelohr, was durch ein → Tympanogramm vorher
nachgewiesen werden muss. Bei einer → Schallempfindungsschwerhörigkeit ab
etwa 30 db sind TEOAE nicht mehr zu registrieren. Damit ist schon die Diagnose
einer zumindest leicht- bis mittelgradigen Schwerhörigkeit sehr wahrscheinlich,
was dann weitergehende audiometrische Prüfungen (z.B. eine → ERA) erforderlich macht.
Otologie: Ohrenheilkunde
Otomykose : Infektion des äußeren
Gehörgangs durch Pilze, oft begünstigt durch lokale antibiotische Behandlung,
auch durch Feuchtigkeit (u.a. durch häufiges Baden; fehlender Belüftung wegen
eines Ohrpassstückes). Ärztliche Behandlung mit antimykotischen Salben.
Otoplastik = Ohrpassstück = Ohrmaßstück: Siehe auch → Hoergeraete-Otoplastiken
Otorrhoe = → Ohrenfluß
Otosklerose: Verhärtung der
Gehörknöchelchenkette, mit Immobilität der Steigbügelplatte; siehe www.medizinfo.de/ohren/mitte/otosklerose.shtml
Otoskop: Lupenleuchte zur
Betrachtung des Gehörgangs und Trommelfells durch auswechselbare Ohrentrichter
verschiedener Größe
Otoskopie : Ohrenspiegelung, siehe www.netdoktor.de/Ratschlaege/Untersuchungen/otoskopie.htm
Ototoxische
Substanzen
sind Stoffe, die das Gehör - vor allem das Innenohr - schädigen können - auch
schon im Mutterleib (pränatal). Dazu gehören viele Aminoglykosid-Antibiotika
(z.B. Gentamicin, Neomycin, Streptomycin, Tobramycin); Chinin, Salicylsäure
(u.a. Aspirin); Etacrynsäure und Furosemid (Entwässerungsmittel), Zytostatica,
Cisplatin, Anilin, Arsen, Benzol, Bakterientoxine (z.B. bei Keuchhusten),
Quecksilber- und Bleiverbindungen. Umstritten ist eine schädigende Wirkung von
Hormonen, z.B. von Oestrogen. Zu ototoxischen Medikamenten siehe http://flexicon.doccheck.com/Ototoxische_Medikamente?PHPSESSID=1fcd9ef5d7714d1a3 und www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/ratg.asp?inhalt=MEDIZIN/medikamente
Ovales Fenster: Verbindungs-Fenster/
-Öffnung vom → Mittelohr zum → Innenohr, Ansatzstelle der Steigbügelplatte
Pädakustiker:
Hörgeräte-Akustikermeister mit spezieller Weiterbildung/Qualifzierung für die
Versorgung von Kindern mit Hörsystemen
Pädaudiologie die → Audiologie des
Kindesalters
Paracentese: Trommelfelleinschnitt zur
Entlastung der →
Paukenhöhle,
auch Absaugen eines → Paukenergusses
Parakusis: Falsche Hörwahrnehmung,
z.B. →
Diplakusis (Doppelthören) oder Parakusis loci (Schall wird aus falscher
Richtung gehört)
Passstück: Siehe Hoergeräte-Otoplastiken
Paukenerguss: Die sonst belüftete
Paukenhöhle ganz oder teilweise ausfüllender seröser („Serotympanon“) Erguss,
der bei längerem Bestehen auch schleimig („Mucotympanon“, auch „Leimohr“) oder
– bei bakterieller Entzündung – auch eitrig sein kann (Pyotympanon). Ein Erguss
bewirkt eine Schallleitungsschwerhörigkeit von ca. 20-30 dB des betroffenen
Ohres. Verursacht wird er akut meist durch virale („Mittelohrkatarrh“) und/oder
bakterielle Mittelohrentzündungen, länger dauernd besonders bei Kleinkindern
u.a. durch Verschluss der → Eustachischen
Röhre durch Wucherungen (→ Adenoide)
im Rachenraum. Abhilfe u.a. durch Entfernen der Wucherungen (Adenotomie) und/
oder Einsetzen eines Belüftungsröhrchens in das Trommelfell ( → Paukenröhrcheneinlage)
Paukenhöhle: Über die Eustachische Röhre
belüfteter, mit Schleimhaut ausgekleideter, spaltförmiger Raum für das → Mittelohr im Felsenbein.
Sein Luft-Inhalt, das Paukenvolumen, beträgt etwa 1 Kubikzentimeter.
Paukenröhrcheneinlage:
Einlage
eines kleinen Röhrchens aus Kunststoff, Gold oder Platin zur „Paukendränage“ in
eine Trommelfelleröffnung, um eine andauernde Belüftung des Mittelohres zu
erreichen und den meist schnellen, spontanen Verschluss des Trommelfells zu
verhindern. Angezeigt vor allem bei sich wiederholenden langdauernden
beidseitigen → Paukenergüssen und
deutlichen Sprachentwicklungsverzögerungen bei Kleinkindern, auch bei drohenden
Innenohrschäden, oft zusammen mit einer Entfernung von → adenoiden Wucherungen.
Paukenvolumen → Paukenhöhle
Peak-Clipping
(PC) : → Hörgeräte, Signalverarbeitung: Die
Begrenzung der Lautstärkespitzen des Ausgangssignals bei Hörgeräten durch
Abschneiden ("clipping") zu hoher Pegelspitzen. Es werden z.B. bei
einer Sinus-Schwingung bzw. -kurve die Spitzen abgeschnitten. Damit wird das
Signal in der Form verändert, was zu einer deutlichen Verzerrung des
Höreindrucks führen kann. Bei einer → Kompression
mittels → AGC wird dagegen das Signal
im Ganzen verkleinert (zusammengedrückt) und die Form des Signals bleibt
bestehen.
Pendred-Syndrom:
Angeborene hochgradige Hörstörung in Verbindung mit Schilddrüsenauffälligkeiten
mit gestörtem Iodidstoffwechsel. Bei 85% dieser Patienten zusätzlich
Innenohrmissbildungen, häufig auch die →
Mondini-Dysmorphie.
Perilymphe: Perilymphe ist die Flüssigkeit, welche Scala
vestibuli und die Scala tympani – die beiden äußeren Lymphgänge der Schnecke (→ Cochlea) – ausfüllt. Ihre
Zusammensetzung entspricht weitgehend der Hirnflüssigkeit. Siehe auch → Endolymphe. Eine Perilymphfistel ist ein
Perilymph-Leck vom Innenohr ins Mittelohr über ein undichtes Innenohrfenster.
Perzeption : 1. Phase der akustischen Wahrnehmung, die noch nicht ins Bewusstsein gedrungen ist. Perzeptionsschwerhörigkeit: Selten benutzter Ausdruck für eine → Schallempfindungsschwerhörigkeit.
Pfeifen des Hörgerätes wird
verursacht durch →
Rückkopplung
Pferdefreundin, hörbehinderte: siehe www.horse-and-westernfriends.com
Phon ist
die Einheit der physikalischen Lautheitsbewertung. Bei der Tonhöhe von 1000 Hz
decken sich Phon und dB(SPL). Meßgeräte für Lärmmessungen, etwa an einer
Straße, messen die physikalische Größe, also den Schalldruckpegel SPL. Um auf
Gesundheitsbelastungen schließen zu können, müssen die Werte durch
Akustik-Filter in ein Empfindungsmaß umgerechnet werden; siehe → Dezibel. Die dB(A)-Skala
ist an die Phon-Skala angelehnt. Dazu siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Phon_%28Akustik%29
Phoneme: Die Schallenergie
beschränkt sich bei Vokalen auf charakteristische Frequenz-Bänder, Phoneme
genannt. Der Klang der Vokale – die wesentlichen Sprachlaute – unterscheiden
sich jedoch in unterschiedlichen Sprachen – auch in Dialekten derselben Sprache
- erheblich. Beim Erlernen einer Sprache
müssen die besonderen Phoneme zunächst gut gehört werden, um sie richtig wieder
hervorbringen zu können. Kinder hören und lernen Phoneme der Muttersprache im
frühen Lebensabschnitt sehr gut – in fortschreitendem Alter – und besonders bei
Schwerhörigkeit – wird es erheblich schwerer. Auch wegen der Festigung der
Muttersprach-Phoneme werden von älteren Menschen Fremdsprachen kaum noch
akzentfrei erlernt.
Phoniatrie: Medizinischer Fachbereich
für Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen. Phoniatrie
und Pädaudiologie ist ein selbständiges medizinisches Wissens- und
Forschungsgebiet. Es umfasst die Diagnose und Behandlung kindlicher Hörstörungen,
Störungen der Sprachentwicklung, Sprachmotorik und Lautbildung, der Redefluß-,
Sprech-, Sprach- und Stimmstörungen; weiteres siehe www.dgpp.de/clin.htm
Phonophobie : Furcht vor bestimmten
Geräuschen, etwa Umweltgeräuschen wie z.B. Verkehrslärm, Türknallen,
Luftballon-Reibungsknirschen, oder
Stimmen. Diese Geräusche haben in der Regel keine unverträgliche Lautstärke.
Bestimmte komplexe Geräusche erzeugen ein Unbehagen, hingegen werden andere
Geräusche selbst bei weit höheren Lautstärken vertragen. Eine Phonophobie kann
durch Veränderung der → zentralen Hörverarbeitung zu → Hyperakusis führen. Umgekehrt kann auch
Hyperakusis zu Phonophobie führen. Ein → Recruitment kann zusätzlich bestehen.
Postimplantationsmeningitis:
Meningitis
nach der Implantation bei CI-Trägern: Eingehendes
siehe →
Meningitis
Polypen im
Nasen-Rachenraum: volkstümliche (unwissenschaftliche) Bezeichnung für
vergrößerte Rachenmandeln (→ Adenoide)
Postlinguale
Schwerhörigkeit
(lat. post = nach; lingua = Zunge / Sprache) oder
Ertaubung: Nach dem Spracherwerb erworbene SH/GL (= Spätschwerhörigkeit bzw.
Spätertaubung); Gegenteil → praelinguale SH/GL (Früh-SH bzw. Frühertaubung).
Grenze bei 3-5 Jahren.
Potentiometer
(Poti): Lautstärkeregler;
am Hörgerät zur Handhabung durch den Hörgeräteträger, abgekürzt auch „Poti“
genannt
Power-Hörgeräte: umgangssprachlich die
Hörgeräte mit größter Verstärkung, die an Taubheit grenzend Sh noch nutzen
können.
Praelinguale (lat. prae = vorher; lingua = Zunge
/ Sprache) Schwerhörigkeit oder Ertaubung: Schon vor Erwerb der Sprache
bestehende/ erworbene Schwerhörigkeit oder Taubheit( auch: Frühschwerhörigkeit/
Frühertaubung); Gegenteil: → postlingual
Presbyakusis: → Altersschwerhörigkeit
progrediente Schwerhörigkeit = Fortschreitende Schwerhörigkeit.
Besonders bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit gibt es eine Progredienz
(ein Fortschreiten) in der Regel bei der Altersschwerhörigkeit und den
erblichen und Syndrom-bedingten Formen. Das Fortschreiten kann sehr langsam
über Jahrzehnte erfolgen, aber auch in wenigen Jahren bis zur Ertaubung gehen.
Eine Verhinderung des Fortschreitens – im Sinne einer Therapie – gibt es bei
den o.a. Formen bisher nicht, allenfalls lassen sich zusätzliche ototoxische
oder Lärm-Schäden vermeiden. Nicht progredient sind in der Regel durch
Verletzungen erworbene Hörschäden, etwa durch ein Knalltrauma oder eine
Infektion. Aber auch bei diesen ist mit der hinzukommenden → Altersschwerhörigkeit eine leichte
Progredienz unvermeidlich.
Promontorium (lat.= Vorgebirge): Rundlicher Vorsprung der
Paukenhöhlenwand – hervorgerufen durch die basale Schneckenwindung - zwischen → ovalem und → rundem Fenster.
Promontoriumstest : →
Hörnerventest.
Prophylaxe: → Vorbeugung einer
Schwerhörigkeit
Prüfungen , besondere Rechte von SH bei: Siehe → Härtefallregelungen und
Nachteilsausgleich bei SH
Psychoakustik:
Forschungsrichtung
der →
Psychophysik, welche die Zusammenhänge zwischen den physikalischen Eigenschaften
eines Schallsignals und den damit hervorgerufenen Hörempfindungen untersucht. Siehe z.B. http://home.arcor.de/mfiedler/psychoakustik.html und www.infodrom.north.de/~muh/Dokumente/Psychologie/Hoeren/hoeren.html und http://de.wikipedia.org/wiki/Psychoakustik und http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/psychoak/vor.gif
Psychophysik :
Forschungsbereich, der die Reaktionen der Sinnesorgane auf physikalische Reize
untersucht. Auf das Hörorgan bezogen, spricht man von → Psychoakustik.
psychosoziale
Probleme sind bei Hörgeschädigten
häufig und oft schwerwiegend. Die zwischenmenschliche Kommunikationsstörung
bewirkt oft erhebliche soziale Beziehungsstörungen. Weiteres siehe http://www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/MEDIZIN/auswirkung.htm und www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/hoeren.html
und www.schwerhoerigenseelsorge.de/Dokumente/ReferateClaussen/PsychosozialeLeidenText.doc
Publikationen → Literatur betr.
Hörschäden
Ratgeber für
Hörbehinderte: Sehr
hilfreich sind die DSB-
Ratgeber-Broschüren und die Beratungsstellen für
Hörbehinderte, Übersicht nach Bundesländern. Siehe auch unter → Literatur
Ratschläge für den Umgang Guthörender mit
Schwerhörigen: Siehe www.typolis.de/hear/umgang.htm // www.mmbg.de/PRESSE/SA02_02/aktuell_03.html
Räumliches Hören vermittelt uns auch bei völliger Dunkelheit
eine Vorstellung von der Größe eines Raumes, besonders durch den Nachhall; der
verkürzte Nachhall aus einer Richtung lässt sogar ungefähr orten, wo sich eine
Wand in der Nähe befindet. Weiteres siehe unter → Richtungshören.
Rauchmelder, gekoppelt mit der Lichtsignalanlage für SH:
siehe www.hgt.de
Raumgestaltung
bei SH: Auf die Wichtigkeit einer
Schwerhörigen-gerechten („barrierefreien“) Raumakustik nicht nur in der Wohnung
und Arbeitsstätte von Betroffenen, sondern auch in allen öffentlichen
kommunikativen Einrichtungen kann nicht oft genug hingewiesen werden. Dazu
siehe taubertundruhe/seniorenzentrum.pdf
und taubertundruhe/
Büroräume für Hörgeschädigte.pdf
In großen Räumen mit ihrem
Hall und Hintergrundlärm ist die Verständigung für Hörbehinderte oft nur bei
sehr nahem und direktem Sprechkontakt möglich. Auch Lautsprecher-Übertragungen
sind in großen Räumen oder Hallen für die meisten Hörbehinderten schwer
verständlich. Vor allem bei Vorträgen und Konferenzen können → induktive Höranlagen, → Infrarot-Anlagen oder → FM-Anlagen (zur
Funkübertragung) eine große Hilfe sein.
Auch mittelgroße und kleine
Räume sollten möglichst wenig glatte und harte Oberflächen besitzen, von denen
der Schall zurückgeworfen werden kann. Schallschluckende Holzfußböden, noch
besser Teppichböden sind den mit Fliesen oder Marmor oder Kunststoff belegten
Böden vorzuziehen. Dazu siehe taubertundruhe/
teppichboden_besser_fuer_allergiker.pdf . Die Wände und Decken können
vorteilhaft mit vielen Bildern, strukturierten Tapeten, Textilien oder
Textiltapeten versehen sein. Auch Profilholzdecken und -wände sind nützlich.
Vorhänge und Gardinen sind hilfreich, besonders vor größeren Fensterflächen.
Auch Regale und Polstermöbel im Raum verhindern Hall-Effekte und schlucken
Störlärm.
Rauschgeneratoren/
- geräte
(= Noiser oder Masker): Geräte, die ein sogenanntes „weisses Rauschen“
erzeugen, das jedoch wegen seiner Gleichmäßigkeit nicht als störend empfunden
wird; sie werden zur → Maskierung = Vertäubung des Gegenohres bei der Audiometrie
gebraucht. Anwendung auch zur Überdeckung von Ohrgeräuschen bei → Tinnitus mit „physiologischem Rauschen“, dazu siehe www.innenohr.de/deutsch/cd_info.html
Rechtsfragen bei
Hörschäden : siehe
www.schwerhoerigen-netz.de/RATGEBER/RECHT
Recruitment: Die äußeren → Haarzellen des Innenohrs
können geringen Schall verstärken und starken Schall dämpfen. So kann der gut
Hörende wegen der schallverstärkenden Wirkung auch leise Töne wahrnehmen, und
empfindet andererseits laute Geräusche nicht so schnell als sehr laut und
unangenehm. Die Schädigung oder der
Ausfall dieser Sinneszellen bewirkt daher einerseits wegen Wegfalls der
Verstärkung einen Hörverlust bei geringem Schall mit Anstieg der Hörschwelle,
andererseits wegen des Wegfalls der Dämpfung bei starkem Schall, dass laute
Töne schneller als laut und unbehaglich wahrgenommen werden. Der somit
schnellere Lautheitsanstieg im verbliebenen Hörbereich zwischen der Hörschwelle
und der Unbehaglichkeitsschwelle wird als „Lautheitsausgleich“ oder Recruitment
(engl.,= Rekrutierung) bezeichnet.
Reflexion: Wichtige Eigenschaft des
Schalles bei seiner Ausbreitung. Trifft der Schall auf Wände oder Gegenstände,
wird er zum Teil geschluckt oder weitergeleitet, zum Teil auch reflektiert
(zurückgeworfen) und kommt zeitverzögert zurück (Nachhall). Der Klang wird
dadurch verändert. Daher ist die Raumakustik sehr abhängig vom Ausmaß, Bau und
Einrichtung eines Raumes. Reflexionsarme Räume vermindern den
Gesamt-Schallpegel und können Guthörenden das Hören erschweren, was man etwa
bei Unterhaltungen im Freien merkt. Hörbehinderte können jedoch im Freien (ohne
Verkehrslärm) und in Räumen mit wenig Nachhall wegen ihrer verminderten
Fähigkeit zur →
Diskrimination sich erheblich besser
verständigen.
Rehabilitation
(Abk.„Reha“), Ratgeber
als Download unter bma.bund.de
; Reha-Einrichtungen für Hörgeschädigte:
In Bad Berleburg baumrainklinik,
in Bad Grönenbach/Allgäu klinik-am-stiftsberg
, in Bad Nauheim 2007 CI-Seminar Kaiserberg.pdf in Rendsburg hoergeschaedigt.de . Mutter-Kind-Kuren
siehe www.gehoerlosenreha.de. Über diese
Adressen erhält man über Email oder Telefon ausführliche Auskünfte; u.a. auch
über ReHa-Kostenträger: In der Regel Rentenversicherungsträger (BfA, LVA), auch
Beamten-Beihilfe. WeitereLinks siehe Institut
Reha-Wiss.Berlin . Antragsformulare (zum download) zu Reha-Maßnahmen:
www.intakt.info
Reinton: „Reiner“ Ton nur einer
Frequenz ohne Überlagerung mit anderen Frequenzen; Reintonaudiometrie → Audiometrie
Rekruitment→ Recruitment
Reiseangebote
für SH mit FM-Anlage
Rente wg.
beruflicher Lärmschädigung: Zur Begutachtung siehe „Königsteiner Merkblatt“
unter http://arbmed.med.uni-rostock.de/bkvo/m2301.htm
Restdynamikbereich
→ Dynamik
Restgehör : Das zum Hören und zur Verstärkung mit einem
Hörsystem noch nutzbare Hörvermögen des Hörgeschädigten
Resthörigkeit ist ein (etwas umstrittener, nicht einheitlich
definierter) Ausdruck für Gehörreste, die für die Ausbildung einer vom
Höreindruck gesteuerten Sprache nicht ausreichen.
retrokochlear („hinter der Schnecke“) nennt man die neuralen
Strukturen des Hörsinns mit den Hörnerven, den Hörkernen und der Hörrinde
Rezessive
Vererbung (lat.
recedere = zurückweichen) einer
Krankheit liegt vor, wenn das verantwortliche Gen zur vollen Ausprägung der
Krankheitsmerkmale doppelt (homozygot) vorhanden sein muss. Es muss somit
sowohl vom Vater als auch von der Mutter erworben sein. Bei den Eltern dagegen
- und auch deren Vorfahren - kann das rezessive Gen durch ein dominantes
(beherrschendes) Gen verdeckt sein und damit sich nicht krankheitsausprägend
ausgewirkt haben.
Richtmikrofon : Mikrofon mit verstärkter Empfindlichkeit in einer Richtung.
Einfache Funktionsweise siehe eth.ch/physik ,
digitale siehe hoergeraete-siemens
Richtungshören: Um Schallquellen im Raum zu lokalisieren, nutzt das
Gehör des Menschen die Unterschiede von Tausendstel Sekunden der Laufzeit, in
der ein Schallsignal beide Ohren erreicht, außerdem die Unterschiede der
Lautheit durch den Schallschatten des
Kopfes. Dazu müssen beide Ohren ein gleiches und gutes Hörvermögen haben. Ein
Guthörender kann die Richtung, aus der ein Klick-Geräusch kommt, etwa 3 Grad genau
lokalisieren. Die Trichterform der Ohren erleichtert zusätzlich die
Orientierung, vor allem nach oben und unten. Auch orientierendes → räumliches Hören ist
möglich. Zur Lokalisation von Schallquellen siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Lokalisation_%28Akustik%29
Ringschleife: → Induktionsschleife
Rinnescher
Versuch:
Eine Stimmgabel wird nach Anschlagen zuerst auf den Warzenfortsatz aufgesetzt.
Sobald dort der Ton nicht mehr hörbar ist, wird sie vor das Ohr gehalten. Wird
der Ton vor dem Ohr wieder gehört, ist
„Rinne positiv“, wird der Ton auch vor dem Ohr nicht mehr gehört, ist „
Rinne negativ“. Ein positiver Ausfall weist auf ein normales Gehör, ein negativer Ausfall auf eine → Schallleitungsschwerhörigkeit.
Röteln: Röteln im ersten Drittel der Schwangerschaft führen
u.a. häufig zu Gehörschäden beim Kind; daher ist eine Rötelnimpfung wichtig
Rückkopplung/Rückkopplungspfeifen : Durch ein
Wiedereintreten des mit dem Hörgerät verstärkten Signals in das
Hörgerät-Mikrofon kommt es zu einer akustischen Rückkopplung mit einem
„Aufschaukeln“ von Schwingungen, was einen Pfeifton erzeugt. Dies ist wegen der
Nähe von Mikrofon und Hörer bei Im-Ohr-Geräten leichter und eher der Fall; bei
HdO-Geräten kann es begünstigt werden durch eine notwendige große Verstärkung,
eine „offene Versorgung“ (→
Otoplastik) , oder
hervorgerufen durch ein undichtes oder nicht richtig eingesetztes Ohrpassstück
oder einen defekten Schallschlauch. Auch Gegenstände in der Nähe des
Mikrophons, z.B. eine Hand oder eine
Kappe, mit der das Hörgerät abgedeckt wird – auch Wände - die ein Echo
erzeugen, können eine Rückkopplung bewirken. Außer zu dieser häufigsten,
akustischen, „externen“ Rückkopplung kann es – meist durch fehlerhaft
konstruierte oder gebaute Geräte – zu mechanischen Rückkopplungen innerhalb des
Hörgerätes kommen, sowie zu einer induktiven („magnetischen“) Rückkopplung bei
der Einstellung „T“. Besonders bei zu schwacher Batterieleistung kommt es
gelegentlich auch zu einer meist tieffrequenten elektrischen
Rückkopplung(„Motorbootbrummen“).
Eine externe, akustische
Rückkopplung verschwindet, wenn man den Hörerausgang (beim HdO das → Winkelstück) zuhält. Ihre
Beseitigung ist dann Aufgabe des Hörgeräteakustikers. Der Hörbehinderte muss
darauf bestehen, dass der Akustiker die Ursache für ein häufiges Pfeifen findet
und diese abstellt. Mechanische und induktive Rückkopplungen müssen in der
Regel vom Hersteller behoben werden. Eingehenderes siehe unter DHI-online
.
Rüttelwecker = Vibrationswecker, siehe → Wecker
Rundes Fenster : Von elastischer Membran verschlossene runde
Öffnung der knöchernen Schnecke zum → Mittelohr, um so freie Schwingungen der → Perilymphe in den
verbundenen äußeren Lymphgängen der → Schnecke zu ermöglichen (Eingang → ovales Fenster, Ausgang
rundes Fenster).
Rundfunkgebührenbefreiung → Gebührenbefreiung
Schall wird durch mechanische
Schwingungen hervorgerufen. Mit der Luft werden diese Schwingungen (bei 1 Bar
Luftdruck, 20 Grad C) mit einer Geschwindigkeit von 343m/sec weiter geleitet.
Das menschliche Ohr empfindet sie bei → Frequenzen zwischen 16 und 20 000 Hertz.
Schwingungen unterhalb unserer Hörgrenze werden Infraschall, solche darüber
Ultraschall genannt. Siehe auch www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik1.htm
und →
Beschallungsanlagen für SH.
Schallausbreitung
im Schallfeld / Schalldruck : Schallschwingungen üben auf ihre Umgebung einen Druck aus .
Dieser Schalldruck ist die Abweichung des Luftdruckes, gemessen über dem
mittleren Luftdruck der ruhenden Luft. Heute wird dieser Druck meist mit der
Einheit Pascal (Pa) beschrieben, früher mit bar. Das mit diesen Einheiten
definierte → Dezibel
berücksichtigt die → Hörschwelle des menschlichen Ohres und baut sich auf dieser
auf. Der Bereich des Schalldruckes zwischen Hörschwelle und Schmerzgrenze umfasst
bei 1000 Hz sieben Zehnerpotenzen – das heißt, das Ohr empfindet im Bereich von
Druckunterschieden des 10-Millionen-fachen.
Schallempfindungsschwerhörigkeit = Innenohrschwerhörigkeit
= sensorineurale Schwerhörigkeit : Zu etwa 90 % Ursache einer Hörbehinderung
und meist bedingt durch eine Funktionsstörung des → Cortischen Organs, selten
der Hörnerven oder des Gehirns. Dabei wird meistens nicht nur die
Schallempfindung herabgesetzt – das heißt,
zum Hören bedarf es einer höheren Lautstärke – sondern auch verfälscht
(=Fehlhörigkeit/ Andershörigkeit), indem ein Teil des Schalls – meistens der
hochfrequente Teil und damit die Mitlaute - besonders schlecht oder gar nicht
mehr gehört wird. Durch solch bruchstückhaftes Hören wird Sprache
unverständlich. Hinzu kommt meistens eine vermehrte Schmerzempfindung bei
großer Lautstärke. Von einem Schallempfindungs-Schwerhörigen kann daher oft
Sprache laut und sogar (besonders, wenn angeschrieen!) schmerzhaft empfunden,
aber trotzdem nicht verstanden werden. Die ärztliche → Behandlung beschränkt sich im Wesentlichen
auf die Verordnung von technischen Hörhilfen. Wenn Hörgeräte nicht ausreichen,
kann oft ein → Cochlea-Implantat noch ein gutes Sprachverständnis
ermöglichen. Siehe auch nibis.ni.schule.de/~lbzh/allelbz/drhajo/hoerschaedigung.htm
Schallleitungsschwerhörigkeit
(auch:
Konduktive Schwerhörigkeit) : In nur 5-10
Prozent Ursache einer chronischen Schwerhörigkeit. Schon im äußeren Ohr kann
die Schallleitung durch Fehlbildungen, Tumoren oder Entzündungen, einen
Fremdkörper oder Ohrschmalzpfropfen im Gehörgang behindert sein. Öfter sind
Erkrankungen des Mittelohres eine Ursache, wie z.B. → Mittelohrentzündung, → Mittelohrerguss, → Otosklerose → Cholesteatom, → Trommelfelldefekte. Dabei kommt es – im Gegensatz
zur Schallempfindungsschwerhörigkeit – im Wesentlichen zu einem „Leiser-Hören“
aller Schallfrequenzen (mit jedoch vermehrter Abschwächung der tiefen
Frequenzen), und nicht zu einem erheblichen
„Anders-Hören“ (einer Fehlhörigkeit), außerdem besteht nur ein gering-
bis mittelgradiger Hörverlust. Oft kommen tiefe, niederfrequente Ohrgeräusche
hinzu (→
Tinnitus). Eine ärztliche Behandlung ist oft mit der Beseitigung der Ursachen
erfolgreich. Bei anhaltend gestörter Schallleitung wird mit besonderen
Hörhilfen, z.B. einem → BAHA – ein weitgehend normales Hören
ermöglicht, es sei denn, dass durch eine Mittelohrerkrankung auch ein
Innenohrschaden entstanden ist, und damit eine → Schallempfindungsschwerhörigkeit hinzukommt
(= kombinierte Schwerhörigkeit).
Schallpegel : Die gemessene Lautstärke in
→
Dezibel. Eingehendes siehe http://www.dasp.uni-wuppertal.de/ars_auditus/akustik/akustik5.htm
Schallpegelmessgerät siehe www.sonicshop.de/De/Plugs/Schallpegelmesser.htm
Schallschlauch: Der Schall-leitende
Schlauch zwischen HdO-Hörgerät und Otoplastik. Siehe → Hörgeräte-Otoplastik/Schallschlauch
Schirmchen aus Plastik als Ausgang eines dünnen
Schallschlauches können statt einer Otoplastik bei offener Versorgung im
Gehörgang plaziert werden; dazu Pinboard
5908
Schmerzgrenze/
Schmerzschwelle: Schallpegel,
bei dem Schall schmerzhaft empfunden wird. Diese Schwelle liegt bei etwa 120
dB, bei höheren Frequenzen etwas höher
als bei niedrigen. Oberhalb dieser Schmerz-Schallpegel wird das Ohr unmittelbar
geschädigt. Zu unterscheiden sind davon die Grenzwerte der Pegel, welche das
Gehör bei längerer Einwirkung schädigen können. Eingehendes siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Schmerzschwelle
und www.ikp.uni-bonn.de/dt/lehre/materialien/spwahr/spw_1f.pdf
. Außerdem wird noch eine → Unbehaglichkeitsschwelle definiert, die je nach
Frequenz zwischen 90 und 110 dB liegt. Diese - wie auch die Schmerzschwelle -
liegt bei Schwerhörigen oft erheblich niedriger als bei Guthörenden.
Schmuck–Hörgeräte
siehe unter www.heba.de
Schmuck-Otoplastiken siehe www.pahl-otoplastik.de/Otoplastikformen/Otoplastikformen.html und www.bachmaier-labor.de/deu/otoplastik/design-formenreich.php
und http://egger-labor.de/enplace/1101/de/productlistcolorcollection.jsp
und www.heba.de (unter Formen und
Materialien)
Schnecke = Hörschnecke → Cochlea
Schreibtelefon : Ein Schreibtelefon ist mit
einer Tastatur ausgestattet und erlaubt es, geschriebene Mitteilungen per
Telefonverbindung an ein anderes Schreibtelefon zu übermitteln. Es wird heute
kaum noch verwendet, weil entsprechende Verbindungen heute über Faxgeräte oder
per E-Mail einfacher und billiger hergestellt werden können.
Schriftdolmetscher
oder Schriftmittler (auch
Schreibdolmetscher oder Computerstenograph genannt) helfen den hochgradig
Schwerhörigen oder Ertaubten, welche keine Gebärden verstehen. Bei wichtigen
Anlässen (z.B. Sitzungen, Arztgesprächen, vor Gericht) können sie mit einer
wörtlichen Mitschrift in ein Notebook (evtl. mit gleichzeitiger Wiedergabe über
einen separaten Bildschirm) das Gehörte für den Schwerhörigen sofort lesbar
machen. Schriftdolmetscher entsprechen
somit dem Gebärdendolmetscher für gebärdende Gehörlose, wobei noch der Vorteil
besteht, dass das Gehörte zugleich schriftlich bewahrt (gespeichert) werden
kann. Berufs-Schriftmittler gibt es leider nur wenige, und ihre Hilfe ist sehr
teuer. Bei besonderer Notwendigkeit können sie über das → Integrationsamt finanziert werden. Ausbildungsmöglichkeit zum
Schriftdolmetscher siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/BERICHTE/bericht05.htm
Vermittlung siehe leipzig@schriftdolmetscher.de
Schüler,
hörgeschädigte, in der Regelschule siehe www.in-ohr.de
Schulen und
schulische Bildungseinrichtungen (auch Frühförderung,
Schulvorbereitung, Berufsvorbereitung) für hörgeschädigte Kinder und
Jugendliche siehe schwerhoerigenforum/schulen
. Zu integrativer Beschulung siehe biap.Empfehlung 151
und biap.Empfehlung 152 . SH-Probleme an Regelschulen siehe Pinboard 4786
(Lehrer ohne Verständnis) und www.in-ohr.de . Klassenraumgestaltung für
hörgeschädigte Kinder siehe taubertundruhe/klassenraumakustik.pdf An Hörgeschädigten-Schulen kann man in der
Regel den Haupt- und Realschulabschluss machen, außerdem das Abitur z. B.
in Berlin , Essen , Freiburg und Hamburg . Dazu auch schulberatung.bayern.de und Hörgesch.-Schulen
Baden-Württemberg und www.hoerbehinderte-lbz-hbs.de
(Sachsen-Anhalt) und www.lbzhbs.de
(Niedersachsen) Für die Schweiz www.zgsz.ch
. Berufliche Ausbildung siehe unter → Berufswahl. Weiteres siehe → Kinder, hörgestörte
SCHUTZVERBAND DER SCHWERHÖRIGEN ÖSTERREICHS (Vox)
Schweizerische
Schwerhörigen-Vereine/ pro audito (BSSV, Bund Schweizerischer Schwerhörigenvereine)
Schweizerische Vereinigung der Eltern
Hörgeschädigter Kinder" (SVEHK)
Schwerbehinderte:
Behinderte mit einem ausgewiesenen → Grad der
Behinderung von mindestens 50 Prozent.
Schwerbehinderung
/ Schwerbehindertenausweis : SB-Ausweis, ausgestellt in Deutschland für Schwerhörige mit
dem Merkzeichen RF ab einem → Grad der Behinderung von 50 % . Damit zu erwerben
u.a. Steuerfreibeträge; teilweiser
Erlass der Telefongebühren (dazu siehe www.telekom.de/dtag/faq2/frage/0,10303,626-1867-1,00.html);
Erlass der → Gebühren
für Rundfunk und Fernsehen; Arbeitnehmer-Sonderurlaub; gering erweiterter
Kündigungsschutz; Übersicht siehe http://www.schwerhoerigen-netz.de/MAIN/schwerb.asp und http://anhaltspunkte.vsbinfo.de/nr/26/26.5.1.htm über
unentgeltliche Beförderung im ÖPNVSchwerbehinderter siehe http://www.seh-netz.info/ausweis/seite2.php zur Altersrente bei Schwerbehinderung siehe www.deutsche-rentenversicherung. Auch für Arbeitgeber (ab 20
Beschäftigten) können sich Vorteile ergeben, da sie bei Einstellung von
Schwerbehinderten die Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe einsparen können. Zur
Stellenbewerbung siehe auch http://arbeits-abc.de/forum/lebenslauf/info-bei-schwerbehinderung-und-arbeitssuche-3057 Antragsformulare zum Download siehe www.intakt.info; für NRW
www.huerth.de/formular/50mschwa.pdf
, für Berlin www.berlin.de/sengessozv/lageso/antrag.html Zum Ausweis-Antrag s. auch
Pinboard 5933
Schwerbehindertengesetze im Wortlaut unter www.schwerbehindertengesetz.de
und sozialgesetzbuch.de/gesetze
.
Schwerbehindertenrechte: siehe www.rp-giessen.de/me_in/medien/versorgung/haevs/b_behschwbr.htm
Schwerhörigen-Internet-Foren
und Homepages
→ Internet-Foren/
Internet-homepages
Schwerhörigkeit
(SH): Jede
→ Hörbehinderung mit Ausnahme der → Gehörlosigkeit. Sie tritt sowohl vorübergehend (besonders als → Schallleitungs-Schwerhörigkeit) als auch chronisch als → Hörschädigung, in Erscheinung. In letzterer Form meist als → Schallempfindungs-Schwerhörigkeit.
Schwerhörigkeit,
Häufigkeit siehe www.schwerhoerigen-netz.de/DSB/AKTUELL/STELLUNG/bbgg.htm
Schwerhörigkeit,
Schweregrade, subjektive Bewertung: Umgangssprache
wird verstanden bei leichter/ geringgradiger (10-40%) SH aus mehr als 4 Meter,
bei mittelgradiger (40-60%) SH aus 1-4 Meter, bei hochgradiger (60-80%) SH
aus 0,25-1 Meter, bei „an Taubheit
grenzender SH“ (80-95%) aus weniger als 0,25Meter. Klinische Bewertung:
leichte SH: Mittlerer → Hörverlust (MH) auf dem besseren Ohr kleiner oder
gleich 30 dB ; mittelgradige SH: Mittl. HV auf bess. Ohr 30-60 dB; hochgradige
SH: Mittl. HV 60-90 dB. Siehe auch → Grade der Hörschädigung und → Grade der Behinderung.
Schwerhörigennetz : Umfangreiche Internet-Informationen des → DSB
Schwerhörigenpädagogik:
Fachrichtung
der Lehrer an Sonderschulen für hörbehinderte Kinder
Schwerhörige,
prominente und historische: Ludwig van Beethoven, Thomas A. Edison; zeitgenössische: Roberto Blanco, Rudi Carrel, Bill
Clinton; Jürgen von der Lippe, Ronald Reagan, Helmut Schmidt, Sylvester
Stallone, Sting,
Schwerhörigen-Vereine
und Selbshilfegruppen: Regionale und örtliche
DSB-Vereine siehe www.schwerhoerigkeit.de/VEREINE
, Elternvereine hörbehinderter Kinder siehe → Kinder, hörgestörte. Überregionale Vereinigungen: Bund Schweizerischer
Schwerhörigen-Vereine (SSV) siehe www.bssv.ch ; DSB (Deutscher Schwerhörigen-Bund) www.schwerhoerigen-netz.de/DSB ; SCHUTZVERBAND DER SCHWERHÖRIGEN ÖSTERREICHS (Vox)
; Eltern hörgeschädigter Kinder www.bundesgemeinschaft.de oder www.ich-hoere.de/links.htm ; Bundesjugend im Deutschen
Schwerhörigenverbund e.V. siehe www.schwerhoerigen-netz.de/bundesjugend/default.asp
; Liga für Hörgeschädigte e.V. www.liga-fuer-hoergeschaedigte.de ; Verein LKHD Lautsprachlich Kommunizierende
Hörgeschädigte www.lkh-deutschland.de
; Verein LKH Schweiz www.lkh.ch ;
Schwindel → Gleichgewichtsstörungen
Screening = orientierenderTest/ Suchtest/ Siebtest; Hörscreening zur Früherkennung einer Sh → Kinder, hörgestörte
Selbsthilfegruppen,
überregionale: http://mmh-ev.de (vorwiegend Betroffene mit teilimplant.
Hörsystemen); siehe auch
Schwerhörigen-Vereine. örtliche: Niesky: www.hoergeschaedigte-ny.de ,
Reutlingen: www.raatzfatz.de/ohr/schwerhoerig.html
Selektivität/ selektives Hören: Die Fähigkeit, aus komplexen
Schallereignissen sprachliche Information zu entnehmen und zu verstehen
sensorineurale (auch: „sensoneurale“) Schwerhörigkeit: SH durch Ausfall der → Haarzellen
(=Innenohrschwerhörigkeit) und/oder der
neuralen Fortleitung der Empfindungen zum Gehirn
Sensorische Integration: Geordnete, harmonische
zentrale Verarbeitung aller Sinneseindrücke mit sinnvoller Reaktion; weiteres
siehe www.sensorischeintegration.de
Serotympanon: Dünnflüssiger (seröser) → Paukenerguss
SH / Sh / sh: Abkürzung in entspr. Foren - je nach Zusammenhang
- für Schwerhörige(r), Schwerhörigkeit , schwerhörig
Signalanlagen für
Hörgeschädigte
: Eine Signalanlage besteht aus einem Empfänger akustischer Signale (wie
Türklingel, Telefonläuten, Babyweinen) , der diese über Kabel oder Funk an
einen oder mehrere Empfänger überträgt, der die akustischen Signale in optische
Signale oder Vibrationsimpulse umsetzt und so dem Hörbehinderten erkennbar
macht. Angebote, Preise, Anbieter siehe unter → Hilfsmittel.
Sinneshaare → Haarzellen
Sinus-Schwingung:
Harmonische
Schwingung
SISI-Test (Short Increment
Sensitivity Index): Prüft
die Fähigkeit, kurzzeitige
Lautstärke-Intensitätserhöhungen zu erkennen, was dazu dient, eine Innenohr- von einer Hörnervenschwerhörigkeit zu unterscheiden.
SmartLink
SX: → FM-System
für Hörgeräte von Phonak
Solaris →
FM-Empfänger
Sonderurlaub für
Schwerbehinderte erhalten
– in allen deutschen Bundesländern - alle Hörbehinderten mit
Schwerbehindertenausweis, unabhängig vom Grad der Behinderung (§47 SchwbG in
Verbindung mit §7 Bundesurlaubsgesetz). Der Sonderurlaub muss am 31.12. eines
Kalenderjahres beantragt sein, sonst verfällt er. Der volle Anspruch auf eine
Woche Sonderurlaub besteht mit dem ersten Arbeitstag des Kalenderjahres. Wird
z. B. zur Jahresmitte der Arbeitsplatz gekündigt, besteht Anspruch auf nur die
Hälfte des Tarifurlaubs, aber auf den vollen Sonderurlaub.
Sone: Maß für die → Lautheit
Soundbridge : → Vibrant-Soundbridge
Soundfield-System:
Elektroakustisches
System für Klassenräume, mit dem die Lehrerstimme leicht verstärkt und über
mehrere im Klassenraum verteilte Lautsprecher ausgegeben wird. Hierdurch erhält
man an allen Schülerplätzen eine verbesserte Sprachverständlichkeit. Siehe www.djmart.com/sesosy.html
Soziale Ängste → psychosoziale Probleme
Sozialtarif
Telekom: siehe
www.telekom.de/dtag/agb/dokument/pdf/0,1384,874,00.pdf
Soziakusis: Verlust der Hörfähigkeit durch alltägliche
Lärmbelastung im sozialen Umfeld (nicht berufsbedingt)